Das Massaker im Gremberger Wäldchen
Shownotes
Kurz nach Ostern 1945 kam es im Gremberger Wäldchen im rechtsrheinischen Köln zu einem schlimmen Verbrechen, das im Rückblick umso unverständlicher ist, weil jedem klar gewesen sein musste, dass Deutschland kurz vor der endgültigen Kapitulation stand. Rund 30 wehrlose Menschen wurden grausam ermordet. Wie viele Opfer es tatsächlich waren, lässt sich nicht genau sagen. Das ist eine von vielen offenen Fragen, die sich im Zusammenhang mit dem Massaker im Gremberger Wäldchen stellen. Es waren keine SS-Männer oder hochrangige NS-Schergen, die zu Mördern wurden, sondern einfache Leute aus der Nachbarschaft in Poll, Deutz oder Humboldt-Gremberg. Unter den Tätern waren Jugendliche. Der jüngste war 16 Jahre alt.
Was sich hier am 8. April 1945 abspielte, ist kaum vorstellbar. Der Kreisleiter der NSDAP Alfons Schaller hatte die Räumung des Zwangsarbeiterlagers angeordnet – mutmaßlich auf Geheiß der Wehrmacht. Hier lebten kranke Menschen aus der Sowjetunion oder Polen, die als Zwangsarbeiter nach Deutschland gebracht worden waren. Schaller beauftragte den „Volkssturm“ mit der Aufgabe, das Lager an der Autobahn aufzulösen. Männer zwischen 16 und 60, die nicht in der Wehrmacht waren, sollten sich um die „Heimatfront“ kümmern, Schanzen gegen die anrückenden Alliierten bauen und Ortschaften verteidigen. Die Insassen des Krankenlagers, aus dem längst ein Sterbelager geworden war, sollten verlegt und das Lager abgebrannt werden. Daraus wurde ein regelrechter Gewaltexzess. Einige Männer schossen durch die Fenster der Baracken auf die Kranken. Wer nicht mehr laufen konnte, wurde in seinem Bett verbrannt. Die Volkssturm-Männer, die beim Morden nicht mitmachten, standen am Rand und schauten zu.
Denen, die das Thema weiter vertiefen wollen, empfehlen wir den sechsteiligen Podcast "Das Krankenlager im Gremberger Wäldchen" und die Infos zum Thema im Netz, die der Jugendclub Courage zusammengetragen hat: https://lager-gremberg.de/
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Transkript anzeigen
00:00:01: True Crime Kallen,
00:00:03: der Podcast
00:00:04: des Kölner Stadtanzeiger über wahre Verbrechen, spannende Geschichten
00:00:09: und
00:00:10: spektakuläre Fälle.
00:00:12: Was muss geschehen bevor Menschen zu massivster Gewalt gegen andere bereit sind?
00:00:17: Warum ermordet jemanden den er nicht kennt ohne persönliches Motiv, ohne dass er dazu von anderen gezwungen wurde?
00:00:26: Welches Menschenbild muss einer haben, Kurz nach Ostern ziehen am achten April nineteenhundertfünfundvierzig Menschen aus Deutsch, Poll und Humboldt Gremberg ins Gremberger Wäldchen um ein Krankenlager für Zwangsarbeiter aufzulösen.
00:00:44: Keine ausgewildeten Nazi-Schergen sondern einfache Leute aus der Nachbarschaft!
00:00:49: Der Jüngste ist sechzehn Jahre alt.
00:00:52: Aus der Auflösung des Lagers wird ein furchtbares Massaker.
00:00:56: Kranke werden erschossen, einige die nicht mehr laufen können.
00:01:00: Verbrennen in ihren Betten nachdem die Männer die Barakken angezündet hatten.
00:01:05: Auf der linken Reinseite ist der Krieg da längst vorbei.
00:01:07: ein paar Tage später wird er auch im rechtsrheinischen Enden.
00:01:11: Warum?
00:01:12: Begehen Nachbarn zu diesem Zeitpunkt noch ein solches Verbrechen obwohl jedem klar sein musste dass die NS-Diktatur untergehen
00:01:20: wird?
00:01:23: Wir stehen hier im Gremberger Weltchen unweit der A-IV, die vielleicht auch zu hören ist im Hintergrund.
00:01:30: Und wir stehen auf einem Gelände, was eben als Russenfriedhof bezeichnet wurde – es ist ein Gedenkort!
00:01:39: vor einer größeren Platte, auch mit einer Inschrift darauf steht.
00:01:42: Hier sind seventy-vier Sovietische Bürger begraben die während ihrer Gefangenschaft unter dem Faschismus in den Jahren nineteen-einundvierzig bis neunzehnfünfundviertzig ermordet
00:01:53: wurden.".
00:01:53: Ortstermin mit Benjamin Peter Lipick im Gremmberger Wäldchen.
00:01:58: Wir stehen in einer Art Garten mitten im Wald der von einem Jägerzaun umgeben ist.
00:02:04: Um uns herum blühen Frühlingsblumen.
00:02:06: ein besonderer Ort in einem besonderen Wald.
00:02:09: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von True Crime Köln, dem Podcast des Kölner Stadtanzeiger über wahre Verbrechen aus Kölnen und Umgebung!
00:02:18: Die meisten Kölners werden noch nicht an diesem Ort gewesen sein.
00:02:23: im Gremberger Wäldchen – hinter einem Türchen stürzt man auf einen großen Grabstein und ein Relief trauernde Eltern heißt das Kunstwerk von Klaus Balke.
00:02:33: Ursprünglich waren die Trauerenden eine Bronzestatur, als diese- ... ... von unbekannten Dieben geklaut worden war.
00:02:41: Entschied man sich für das Relief aus Keramik als Ersatz!
00:02:45: Im hinteren Bereich der Fläche steht ein großer Stein mit einer roten kirillischen Inschrift.
00:02:51: Irgendjemand hat weiße Papiertauben daneben aufgehängt, irgendwie passt hier nichts zusammen.
00:02:58: aber vielleicht ist genau diese seltsame Kombination die Mischung das was den Ort am besten beschreibt.
00:03:05: man steht mitten im Wald auf einem Massengrab.
00:03:09: Wie die Inschrift auf die Zahl seventy-vier kommt, weiß man nicht.
00:03:13: Wie viele Leichen hier begraben wurden ist unklar.
00:03:16: Man weiß das nicht weil man will den Boden nicht öffnen.
00:03:19: Man will es als Gedenkort schützen und so lassen wie es ist.
00:03:24: Wir gehen davon aus dass sich ein Massengrab befunden hat.
00:03:29: Die Menschen hier im Boden liegen wir wissen aber eben nicht Über die genauen Umstände, wir kennen den Namen von diesen Personen nicht.
00:03:37: Auch über den Stein mit der russischen Inschrift weiß man nichts genaues.
00:03:41: Über denen oder diejenigen, die den Stein aufgestellt haben könnten wurde jahrzehntelang spekuliert.
00:03:46: Man weiß ein bisschen mehr aber es gibt auf jeden Fall auch viele Rätsel dahinter.
00:03:51: Wir wissen nicht wie man auf diese Zahl von vier und siebzig kommt.
00:03:55: das ist aus keinen irgendwie Unterlagen zu rekonstruieren.
00:04:00: Man weiß nicht genau wann der aufgestellt wurde.
00:04:03: Und auch die Jahreszahl n.a.
00:04:07: ist eigentlich eher ein Rätsel, weil das Lager, was hier nicht auf diesem Gelände war, sondern noch ein paar Meter weiter weg hat bestanden von der Mitte Ende n.A.
00:04:20: bis
00:04:22: N.A.,
00:04:23: es gibt zwei Personen, die bei uns zur Gruppe gehören, die wirklich viel versucht haben zu recherchieren und sind Das Ergebnis gekommen, dass das wahrscheinlich die sowjetische Militärmission war.
00:04:35: Die dann nach fünfundvierzig an Orten wo viele Sowjetische hier waren es eben auch polnische Menschen ermordet wurden gestorben sind dort Gedenksteine aufgestellt haben die allen ähnlichen Charakter haben wie diesen den man hier sieht.
00:04:53: Benjamin Peterle Pick gehört zur Arbeitsgruppe Bodendenkmal, die sich für den Erhalt des Gremmberger Wäldchens einsetzt.
00:05:00: Es gibt den umstrittenen Plan die Autobahn zu verbreitern.
00:05:04: der Gedenkort wäre dann wohl nicht in Gefahr wohl aber das Areal auf dem sich das eigentliche Lager befand.
00:05:11: davon ist zurzeit nichts mehr zu sehen.
00:05:13: dort ist jetzt quasi nur ein Wald.
00:05:15: einen Weg führt direkt über dieses Gelände, wo das Lager sich befunden hat.
00:05:20: Nämlich an der Ecke Gremberger Ring und am RIV.
00:05:23: Die RIV ist also wirklich direkt daran angrenzend.
00:05:27: Man sieht es wenn man sich ein bisschen auf die Bäume achtet dass dort jüngere Bäume stehen als jetzt hier auf dem Gebiet wo wir gerade sind Also etwas dünnere Bäime.
00:05:36: Das Gelände wurde nämlich noch bis Mitte der siebziger Jahre nach genutzt wurde das alles, was dort war abgerissen und seitdem ist da nur noch Wald.
00:05:46: Wir gehen aber davon aus dass wahrscheinlich im Boden noch Spuren zu finden sind wenn man dort graben würde.
00:05:55: wir sind jetzt nicht dafür dort die Bäume zu fällen und zu graben Aber es gibt auch quasi so eine Art Schneise eine Fläche wo keine Bäume stehen wo sich Teilen des Lagers befunden haben.
00:06:06: Das wäre zum Beispiel ein Ort wo man relativ unproblematisch Eine Ausgrabung machen könnte.
00:06:12: An einigen Bäumen hängen selbstgemachte Straßenschilder mit QR-Codes.
00:06:17: Den offiziellen Weg, den die Stadt bei der Vernennung von Wegen und Straßen verlangt hat die Arbeitsgruppe ignoriert einfach mal für zwei Wege Fakten geschaffen und ist damit bereits in die digitalen Karten im Netz geschafft.
00:06:31: Manche Navigationshilfe führt bereits über den Anastasia & Irena Miliarchikweg zum Gedenkort.
00:06:39: Anastasia war aus Polen zur Zwangsarbeit deportiert worden, arbeitete als Näherin, Haushälterin und Feldarbeiterin.
00:06:47: Die an Tuberkulose erkrankte Frau brachte im Krankenlager Imgremberg-Weltchen ihre Tochter Erika zu Welt.
00:06:54: Den Namen hat sie nicht selbst ausgesucht.
00:07:06: Nachdem ich geboren wurde, blieb meine Mutter noch einige Zeit in dem Krankenlager.
00:07:11: Anscheinend war sie noch so krank dass sie sich nicht um mich kümmern konnte.
00:07:17: Sie bliebe also noch einige zeit mit mir dort.
00:07:20: Sie waren einem Zustand, in dem sie mich nicht taufen lassen konnte.
00:07:26: Also war die Schwester, die meine Geburtsheiferin war – meine Paten.
00:07:30: Sie hat mich einfach an die Kirche getragen.
00:07:35: Dann sagte sie meiner Mama, dass sie mich getauft hat und zwar auf den Namen
00:07:38: Erika.".
00:07:43: Meine Mutter hat diesen Namen aber nie anerkannt.
00:07:46: Als wir dann zurück nach Polen gekommen sind, hat sie mich einfach nochmal taufen lassen.
00:07:51: Sie war sich einfach unsicher, ob ich wirklich getauft worden bin?
00:07:55: Sie war ja nicht dabei gewesen!
00:07:59: Sie haben mir den Namen Irina gegeben.
00:08:01: Das war auch der Grund warum ich solche Schwierigkeiten hatte meine Geburtsurkunde zu finden.
00:08:06: Über fünfzig Jahre habe ich sie gesucht.
00:08:09: Das berichtet Irena in einem Interview, das für die biografische Sammlung des NS-Dokumentationszentrums geführt wurde.
00:08:17: Man kann einige solche Original-Töne im Internet finden – der Jugendclub Courage hat sich mit dem Thema beschäftigt und viele Informationen im Netz und in einer eigenen Podcastreihe gesammelt.
00:08:29: Den Link dazu setze ich in die Show Notes!
00:08:32: Direkt nach der Geburt musste Irenas Mutter zurück an die Arbeit.
00:08:37: Sie packte in einer Schreinerei Sprengkörper im Kisten, während die kleine Erika in einem Keller des Lagers in einer Kiste lag – beide konnten überleben!
00:08:48: Es gibt Luftaufnahmen der Alliierten, die zeigen wo sich das Lager befand und wie groß es war.
00:08:54: Es lag nördlich von der A-IV und westlich vom Gremmberger Ring.
00:08:58: Es wurde auf einem Platz gebaut, den man für den Bau der Autobahnen in den viertiger Jahren gerodet hatte.
00:09:04: Man weiß es nicht so ganz genau aber möglicherweise wurden Barakken von Bauarbeitern die bis nineteenhundert und vierzig am Autobahnbau beteiligt waren für das neue Lager genutzt.
00:09:16: Eigentlich war das Grembäger-Weltchen ein Naherholungsgebiet mit einem Forsthaus, einem Gartenlokal und vielen Spazierwegen.
00:09:24: Im April nineteenhundertvierzig wurde es zum Ort eines ungesünten schlimmen Verbrechens.
00:09:31: Wir haben schon gesagt dass besondere an diesem schlimmen verbrechen aus der NS Zeit ist dass wir es hier nicht mit hohen Nazi Funktionären oder SS Schärken als Täter zu tun haben sondern mit einfachen Menschen aus den Nachbarschaft.
00:09:45: Das galt auch für das Lagerpersonal.
00:09:47: Das bestand aus Männern der Umgebung, die wegen ihres Alters oder anderer Beeinträchtigungen für die Wehrmacht nicht zu gebrauchen waren.
00:09:55: Lagerleiter war ein Kohlehändler aus Bonn – es gab einen Lagerarzt, der seine Praxis in Poll hatte, die er übrigens nach Seine Wieter wäre eine eigene Folge wert, weil man an dem Arzt bzw.
00:10:12: seinem Werdegang sehr schön zeigen kann wie folgenlos oft die Verstrickung in der NS-Zeit gewesen ist – nicht nur im juristischen Sinne.
00:10:20: Der Mann blieb auch in der Gemeinschaft der Menschen vor Ort eine angesehene Persönlichkeit.
00:10:26: Er wurde in Pol sogar zum ersten Bürgervereinsvorsitzenden nach dem Krieg gewählt was er bis spät in den Sechzigerjahren
00:10:33: bliebe.".
00:10:35: Zugast im Podcaststudio ist Matthias Lamas.
00:10:38: Er hat in Köln Geschichte und Philosophie studiert, und seine Masterarbeit über das Lager im Gremmberger Weltchen geschrieben.
00:10:45: Das was er beruflich macht ist höchst interessant.
00:10:48: Er beschäftigt sich mit der Rolle der Polizei während der NS-Zeit.
00:10:53: Das ist zunächst einmal nichts Außergewöhnliches, außergewöhnlich ist dass er dies als fest angestellter Mitarbeiter der Polizei in Wuppertal tut.
00:11:02: eine Polizeidienststelle beschäftigt einen Historiker der sich für sie um ihre Verstrickungen und ihre Rolle in der NS Zeit kümmert.
00:11:11: Da geht es um die interne Aufarbeitung, aber auch um öffentliche Veranstaltungen.
00:11:16: Da sind die Wuppertaler sicher Vorbild für viele andere.
00:11:20: Bevor wir über das Massaker am achten April sprechen, Matthias Lamas, sollten wir nochmal erklären wer sich da in dem Lager im Gremmberger Weltchen befand.
00:11:29: was weiß man über die Menschen?
00:11:31: Wer waren sie?
00:11:32: Das waren eigentlich komplett wildkürlich von der deutschen Wehrmacht Beziehungsweise Polizei bzw.
00:11:39: Arbeitsamt, verschleppte Menschen aus den Gebieten der ehemaligen Sowjetunion und Polen.
00:11:45: Das waren hauptsächlich Ukraine, Belarusien zum Teil Russen oder aber auch halt Polen zum Teil vermutlich auch Letten- und Ästen- oder Gleichen alles so gesehen unter dem Begriff Ostarbeiter geframete Menschen von den Deutschen dorthin verschleppt und altersspezifisch Komplett willkürlich.
00:12:03: Also es gab Menschen, die waren zwei Jahre alt, die in das Lager kamen aber auch eine sechsen neunzig Jahre alte Dame Die dort verstorben ist In Anführungsstrichen an Altersschwäche Die wahrscheinlich zwei Jahre zuvor von den Deutschen überhaupt nach Köln verschleppt wurde dann in Deutschland irgendwie erkrankte und Dann ins lager kam.
00:12:23: wo sie dann starb.
00:12:24: weiß man wo die gearbeitet haben?
00:12:26: Zum teil also für alle ist Es nicht dokumentiert man weiß es für eine relativ geringe zahl.
00:12:32: Aber die Firmen, die aufgelistet waren sind die klassischen Firmen.
00:12:36: Die bei der Zwangsarbeit immer vorkamen.
00:12:39: zum Beispiel Glockner Humboldt Deutsch AG war stark vertreten im Sinne von einer Rüstungsindustrie Auto Industrie war dabei Landwirtschaftliche Betriebe waren auch vertrete kleinere Handwerksbetriebe aber
00:12:50: auch
00:12:51: oder eine Putzfrau aus dem von einem Gaul Leiter des Köln-Aachen war auch mit im Lager drin also auch da komplett divers und nicht fokussiert.
00:13:02: Man spricht vom Sterbelager im Gremmberger Welchen.
00:13:06: Ist das von Anfang an so gewesen, war es von Anfangan ein Sterbeläger?
00:13:09: Nein!
00:13:10: Das war nicht geplant als Sterbelager, sondern tatsächlich als ein Lager wo die Erkrankten gesammelt werden sollten um sie dann konzentriert zurück in die Heimat zu transportieren.
00:13:20: Es sind auch sogar zwei Rücktransporte dokumentiert im Sinne von es gibt eine Überlebende die mitgefahren ist und dann nachträglich davon berichtet hatte und es gibt auch eine die eine überlebende in der Heimat wiedergefunden hat mit dem zweiten Zug zurück vor.
00:13:35: das war die ursprüngliche Planung sie zurückzubringen damit sie dann Zuhause Russen gepflegt werden und dass die Deutschen ihr Geld sparen.
00:13:42: Sondern von kostengünstiger Entsorgung dieser Menschen, um.
00:13:45: man nimmt dann halt mit dem Rücktransport gesunde Zwangsarbeit nicht wieder mit – das war die ursprüngliche Überlegung.
00:13:51: Zum Sterbelager ist es eher durch den Kriegsverlauf geworden.
00:13:54: Je schlimmer es so gesehen an der Front war beziehungsweise die Deutschland im Rückmarsch waren, war es ja auch gar nicht mehr möglich, die Ukrainerinnen zum Beispiel zurückzubringen weil die Ukraine ja schon wieder befreit war von den russmitzwassenden sowjetischen Kriegesolaten Und dementsprechend war das dann nicht mehr möglich.
00:14:11: Man konnte auch keine Neuen mehr holen, deswegen man sich entschied die einfach dort zu sammeln und sie mehr oder weniger sich selbst überlassen zu gucken.
00:14:20: wenn sie gesund werden können sie wieder arbeiten wenn sie sterben sind es halt tot.
00:14:24: Hauptsache wir sparen Kosten und sorgen dafür dass die anderen gesunden Zwangsarbeitenden nicht noch zürzlich krank werden.
00:14:32: Wir wissen von einem Lagerarzt aus der Nachbarschaft, der diese Funktion irgendwie hatte... Was weiß man über die Bedingungen?
00:14:38: Das klingte so als wenn es jemand gegeben hätte, der sich auch gekümmert hat.
00:14:41: aber wie war das denn tatsächlich?
00:14:43: Es gab einen Arzt, der zuständig war für das Krankensammellager, das war Ludwig Decker und er war aber nur für die Oberaussicht eingeteilt weil er war zuständig für das Gau-Arbeitsamt Köln Aachen dementsprechend zuständig, weil das Krankensammelager in dem Zuschnittkeitsbereich dieses Arbeitsamtes viel.
00:15:04: Er selber sagte dass er dort eigentlich gar nicht groß tätig war sondern einfach nur dokumentierte was dort wenn passierte oder halt Zugriffe oder Eingriffe wenn dann legitimiert oder zustimmte.
00:15:17: die Versorgung selber dort erfolgte hauptsächlich durch russische Sanitäterin die als Kriegsgefangene dorthin verschleppt wurden um dort zu arbeiten sind davon.
00:15:26: man nutzt das deutsche Krankenpersonal, um Deutsche zu versorgen und Russisches, um die russischen Kriegsgefangene im Zwangsarbeiterinnen zu versorge.
00:15:34: Man wollte auch hier Kosten sparen bzw.
00:15:37: den Deutschen so gesehen die Qualität der Versorgung nicht verschlechtern, um für andere, für minderwertige Menschen wie die Nazis das ja betrachtet haben zu verbessern.
00:15:48: Und die Versorgungen mit Medikamenten war Ähnlich.
00:15:51: Im Sinne von ganz am Anfang gab es Medikamenter, das war meistens eher niedere Qualität oder abgelaufene Medikamente und gegen Kriegsende gar nichts mehr weil man dann halt alles brauchte für die Deutsche bzw.
00:16:03: für die Kölner Bevölkerung.
00:16:05: Weißt du mal wie viele Menschen in dem Lager gestorben sind?
00:16:08: Gibt's da Nachweise?
00:16:09: Dokumentiert sind dreihundertdreißig Todesfälle im Lager d. h. wir wissen von dreihundertdreißig Sterbeurkunden von diesen Menschen dass sie dort gestorbt.
00:16:21: Wir wissen aber auch, dass dort deutlich mehr gestorben sein müssen.
00:16:26: Weil es gibt Perioden wo keine Todesurkunden ausgestellt wurden.
00:16:30: das heißt auf einmal ist eine Lehrstelle von zwei drei Monaten was nicht sein kann.
00:16:36: im Sinne von.
00:16:36: Es kann nicht sein dass dann auf einmal drei Monate alle nicht gestorben sind, sondern gesund waren.
00:16:41: Das ist nicht vorstellbar weil dort horrende Krankheiten gebrütet haben wie Tuberkulose, Ruhe, Fleckfieber und dergleichen und die gesundheitliche und medizinische und Lebensmittelversorgung war so katastrophal dass dort eigentlich durchgehend Menschen gestorbt sein müssen.
00:16:57: deswegen die Zahl wahrscheinlich Die Dunkelziffer deutlich höher sein wird als diese dreihundertdreißig Todesfälle.
00:17:04: Wir haben den Bericht der Tochter einer Zwangsarbeiterin gehört, es gab im Lager eine Entbindungstation.
00:17:10: für die Zeit von nineteenhundertdreiundvierzig bis fünfundviertzig sind sieben und siebzig geboten.
00:17:15: dokumentiert was weiß man über die Frauen die da Mutter geworden sind?
00:17:19: Und was weiß Man darüber was aus den Kindern wurde?
00:17:22: Wir wissen da leider sehr wenig drüber.
00:17:24: Wir wissen, dass diese sieben Sitzungsgeburten stattgefunden haben.
00:17:28: Die sind dokumentiert aber auch da gibt es wieder um Lehrstellen.
00:17:31: Wir wissen von den achtzehn Kindern die sind entweder im Lager gestorben oder selber noch in Köln.
00:17:37: Im Sinne von einige Kinder sind nach zwei Monaten aus dem Kranken- und Sammlager rausgekommen und sind dann außerhalb des Lagers gestorbt.
00:17:42: Wir wir wissen aber auch von Kindern die nach vier fünf Monaten im Lage immer noch waren oder wieder waren.
00:17:51: Mehr wissen wir da nicht, bei den Frauen wissen wir zum Teil sogar noch weniger.
00:17:54: Wir wissen von einigen noch nicht mal als den Namen, wir wissen von den Kindern weil es eine Geburtsurkunde gab und da haben dann die Lage auf sie ja noch nichtmals den Namen der Mutter reingeschrieben weder vor- noch nachnamen.
00:18:05: man kann halt nur vermuten dass sie denselben Nachname haben wie die Kinder.
00:18:09: aber mehr wissen wer da zum teil noch weniger Außer diesen einen besonderen Fall, da wissen wir immerhin wie die Geburt stattgefunden hat weil die Zwangsarbeiterin ja überlebt hat und dass ihre Tochter erzählen konnte.
00:18:21: Da wissen wir es gab ein Arzt der sich um diese Geburten gekümmert hat mit einer Krankenschwester zusammen.
00:18:26: aber auch da waren die medizinische Versorgung katastrophal das heißt bzw.
00:18:32: sie hatte berichtet dass sie nach der Geburt selber nochmal erkrankt war Infektionen vermutlich und dann selber noch mal mehrere Monate in den Kranken- sammlager bleiben musste, um sich zu erholen.
00:18:43: Und dann erst wieder arbeiten konnte und mit der Arbeit ihre Tochter mitnehmen musste weil Kinderbetreuung gab es da ja auch sowieso nicht.
00:18:50: das heißt die Frauen mussten ihre Kinder mit zur Arbeit nehmen bzw.
00:18:54: Der Arbeitgeber musste sich überlegen was er mit dem Neugeborenen machen wollte.
00:18:58: Anfang April, nineteenhundertfünfundvierzig ordnet der Kreisleiter der NSDAP Alphons Schaller an dass das Krankenlager geräumt werden muss.
00:19:06: Er sagt später, dass er eine Anweisung der Wehrmacht befolgt habe man habe Infektionen verhindern wollen.
00:19:13: Wahrscheinlich ist eine andere Motivation.
00:19:15: mit der Auflösung des Lagers wurden Spuren von Kriegsverbrechen beseitigt.
00:19:20: Außerdem musste man natürlich mit dem Zorn und der Rache der Inhaftierten rechnen.
00:19:24: Das Krankenlagger war wohl auch zu einem Anlaufpunkt für Russen und Ukraine geworden, die aus anderen Lagern fliehen konnten.
00:19:32: Sie wollten sich hier verstecken und auf die amerikanischen Truppen warten.
00:19:37: Vielleicht ist es nicht jedem klar wie die Lage in Köln im April war faktisch verloren.
00:19:45: Die Amerikaner waren bereits Anfang März im linksrheinischen Köln einmarschiert, der Weg über den Rhein war nicht ganz so einfach weil die Wehrmacht Brücken gesprengt hatte aber es war klar dass es nur noch wenige Tage dauern würde bis die US-Armee auch im rechtsrheinische Kölner sein würde.
00:20:03: In den Morgenstunden des achten April, nineteenhundertfünfundvierzig zogen Männer und Jugendliche des Volkssturms ins Kremmberger Welchen um den erwähnten Befehl des NS-Kreisleiters auszuführen.
00:20:16: Im Befeil heißt es dass das Lager geräumt werden soll war damit klar dass Menschen getötet werden sollten.
00:20:23: Matthias Lamas was hat man sich gedacht wenn von einer Räumung die Rede war?
00:20:28: Da hatte man sich relativ wenig dabei gedacht.
00:20:30: im Sinne von Es war Allen beteiligten klar, Lagerräumung bedeutet das Lager muss weg sein.
00:20:36: Also es war ja nicht nur die Räumung gesprochen worden sondern auch dass es niedergebrannt wird.
00:20:39: Das heißt alles was dort verbleibt muss vernichtet sein um Spuren zu sichern und den Rückraum für die Wehrmacht sicherzuhaben und dergleichen.
00:20:49: und das bedeutete für alle Beteiligten ganz klar.
00:20:52: Die die sich widersetzen die die dort bleiben haben das Nachsinn und werden dann mit dem Lager brennen weil die Entsorgung halt bedeutete.
00:21:03: Also ganz klar, wer nicht laufen kann, wer sich nicht aufraffen kann oder nicht getragen wird von seinen Kollegen also den anderen Zwangsarbeiterinnen und Zwangserbeitern der wir dort sterben das war allen Beteiligten eigentlich von Anfang an klar.
00:21:17: Was weiß man über den Ablauf der Ereignisse am achten April?
00:21:22: Relativ viel!
00:21:23: Wir wissen dass relativ früh begann, sozusagen sieben und acht Uhr morgens sollen die Volkssturmgruppen aus Deutz, Umweltkremberg und Kalk dorthin gekommen sein um das Lager zu umstellen.
00:21:37: Man wusste ja dass dort Menschen drin sind, die wahrscheinlich dann auch fliehen wollen und deswegen wurde es umgestellt und man schickte mehrere Personen dann rein um dann die Zwangsarbeiten rauszuholen.
00:21:49: Die sollten sich auf der Straße versammeln damit man sie ins nächstgelegene Lager entweder nach Dellbrück oder bergisch glatt bringen konnte, so gesehen aus der Gefahrenzone raus um dann nach dem Endsieg wieder arbeiten zu können.
00:22:04: Die Warnvorstellung war ja man gewinnt den Krieg immer noch und dann hat man die Zwangsarbeitung und die bauen dann Köln wieder schön
00:22:08: auf.
00:22:09: Das ist Wahnsinn während die Amerikaner schon am anderen Rheinu versteht!
00:22:12: Genau das unvorstellbar.
00:22:14: dennoch glaubten einige nicht mehr alle aber immer noch einige dran weswegen man das überhaupt machte.
00:22:20: Wir wissen aber dann halt auch, dass die Personen, die man dafür ausgewählt hatte eigentlich komplett dafür nicht geeignet waren.
00:22:27: Es waren ja Leute des Volkssturms.
00:22:28: Das waren Personen zwischen sechzehn und sechzig Jahre.
00:22:31: Und das waren... Man muss mal überlegen, Personen die bis dahin nicht eingezogen wurden weder von der Wehrmacht noch von der Polizei.
00:22:38: Die wehrmachtsstellte ja beantragte er jeglichen Mann, der irgendwie dienstfähig war erst mal bis vierzig und nachher komplett.
00:22:45: Und die Polizei hatte ja auch noch horrende Mannanforderungen gestellt.
00:22:50: Das waren dementsprechend irgendwie Männer, die nicht gebrauchbar waren, dementsprechend gekränkt waren im Ego zum Teil und dann endlich mal zeigen konnten wer sie sind.
00:23:00: Und das sind natürlich keine Männer, Die dann irgendwie sachgerechten Lager räumen und das dann irgendwie geordnet machen sondern die da reingehen So gesehen in Mannstellen wollen, zeigen wollen ich bin hier der Chef.
00:23:12: Ich mache das so wie ich das will wie das laufen soll und damit dann komplett fehl am Platz waren.
00:23:18: die waren an dort haben gesehen dass in ukraine das läuft nicht so wie iich das möchte Haben dann ihre gewähre genommen entweder erst mal nur damit geschlagen oder auch in die luft geschossen um ihr so gesehen ihre Meinung zu verstärken, man sagt ja auch gerne Waffen sind Meinungsverstärker und dann diese Menschen auf die Straße zu treiben.
00:23:36: Das funktionierte natürlich nicht so wie sie gewollt weil es gab immer noch Leute die nicht laufähig waren und in den Betten blieben und natürlich auch Leute die sich versteckt haben um diese wiederum daraus zu holen wird dann auch irgendwann scharf geschossen also auf die Menschen im Betten oder auch auf Leute die versucht haben zu fliehen Und das sorgte für noch mehr Chaos.
00:23:54: Gewalt erzeugt immer mehr Chaos als es eigentlich nützt und sorgte dafür, dass dann noch mehr geschossen wurde.
00:24:01: Das spitzte sich dann so weit zu, dass man sogar einige Leute von den Deutschen oder von den Kölnern muss man ja sozusagen Handgranaten nach zwangsarbeitenden Geworfen haben um diese dann zu ihnen willen zu überzeugen entweder zu sterben direkt oder doch mit der ganzen Gruppe mitzulaufen.
00:24:19: also man machte einen Massakerumhalt den Auftrag zu erfüllen weil man sich selber nicht wusste wie man das umsetzen sollte.
00:24:26: Man hat so gesehen aus Überforderungen wahrscheinlich auch gehandelt.
00:24:32: Das war eine Gewaltspirale, die sich daraus ergab.
00:24:35: Am Anfang versuchte man es normal und schluss in die Luft, dadurch entscheint Chaos.
00:24:39: Um das Chaos herzuwerden, schoss man dann nicht mehr in die luft sondern auf die Menschen.
00:24:43: Es wurde natürlich noch schlimmer und dann schossen wir noch mehr und brachte die getöteten in die Barakken rein, zunnte diese an Z.T.
00:24:52: auch noch mit den bettelägerigen, lebenden Menschen innen drin und brachte die dann alle so gesehen mitten im Feuer final um.
00:24:59: Das muss man doch glaube ich nochmal sagen.
00:25:00: also es haben menschenlebend in den barackten Gelegenen die sich nicht mehr bewegen konnten die nicht gehen konnten Und für sie hatte man keine Kugel übrig sondern man stopfte Stroh unter die Betten und zündete das an.
00:25:11: Die sind bei Lebendingem Leibe verbrannt.
00:25:13: Genau Haben Sie zum Teil auch noch geschrieben Beten erschossen zu werden, weil das ein Schmerz freierer Tod ist als durch Flamm zu sterben.
00:25:24: Es gibt einen Zeitzeugenbericht eines Russen, der aus dem deutscher Messellager geflohen war und sich am achten April im Gremberger Wälchen verstecken wollte.
00:25:32: Sergej Stepanov heißt er.
00:25:34: Er war in Köln zu besuchen.
00:25:38: Ein ehemaliger Offizier der Roten Armee.
00:25:41: Er wurde von den Deutschen zur Entschärfung von Blindgängern eingesetzt.
00:25:44: Er konnte sich dann mit falschem Namen bis zum Kriegsende durchschlagen.
00:25:49: Was berichtet er?
00:25:51: Er ist interviewt worden.
00:25:52: was erzählt er über diesen Tag.
00:25:55: Er berichtet, dass die Deutschen sehr früh morgens ankam zu einer Zeit als die Insassen absolut nicht damit gerechnet hatten an einem Sonntag von deutschen Gruppen so gesehen besucht zu werden und dass die Deutschen relativ schnell mit Gewalt versucht haben, ihren Willen durchzusetzen.
00:26:13: Und auch dann anfingen an die Fenster der Barken zu gehen und dann warlos in die Barken reinzuschießen wo unter anderem auch er selber drin war.
00:26:24: Er selbst berichtete auch er schaffte es irgendwie aus der Baricke rauszukommen aus dem Lager zu fliehen draußen außerhalb des Lagersgeländes von einer der umstellten Wachen aufgegabelt zu werden und dann zu den anderen Personen auf dem Unterstraße gebracht zu werden.
00:26:40: Daran finde ich sehr interessant, dass er davon berichtet hat.
00:26:44: es wurde geschossen im Lager selber flow.
00:26:47: er wurde aber nicht erschossen oder angeschossen was ja ein sehr interessanter detail ist.
00:26:51: er zeigt ja damit dass die wachen selber entscheiden konnten ob sie schießen wollten oder nicht denn die wache die ihm aufgegriffen hat hat hier allen gründ dazu ihn zu erschießen.
00:27:02: jemand der flieht in dieser situation durfte erschossen werden, aber die wahre tat es nichts.
00:27:08: stattdessen hat diese wache ihnen genommen und den anderen gebracht ihnen so gesehen aktiv an leben gelassen ohne ihnen wie Person im Lager, also die Könner im Lagar zu schießen.
00:27:18: Also man sah daran definitiv es gab einen freien Willen unter den beteiligten Deutschen ob man tötet oder nicht und das berichtet er halt dahingehend weil er selber überlebt hat fliehen konnte um mit angesehen hat dass das lager dann halt auch brannte als er abmarschierte.
00:27:36: Wie viele wurden an dem tag ermordet?
00:27:38: wie viel haben wohl überlebet?
00:27:40: was weiß man?
00:27:41: Man weiß keine genauen zahlen.
00:27:43: Täter, die man nachträglich intervierte Berichteten von verschiedensten Zahlen.
00:27:47: Von acht gestorbenen bis zu fünf dreißig gestorbene.
00:27:52: Die Forschung also wir historiker gehen mittlerweile von circa dreizig ermordeten Menschen an diesem tag aus.
00:27:59: Was weiß man über die tater?
00:28:01: das sind ja haben sie schon gesagt keine Nazi-Funktionäre, Nazischergen keine SS Leute.
00:28:08: Es sind keine Wehrmachtssoldaten.
00:28:10: man kann auch nicht sagen es sind ganz normale Leute das ist ein komischer Begriff in so einem Zusammenhang einfache Leute vielleicht.
00:28:15: also was weiß man über die die dieses Lager dann aufgelöst haben und die Menschen ermordet haben?
00:28:21: Also da muss ich dir leider ein bisschen widersprechen.
00:28:23: es waren zum Teil Nazischergen.
00:28:25: also es waren auf der einen Seite Kölner Fanatische Nazis waren, also im Sinne von wir kennen den Fall von Christian Müller.
00:28:33: Der war ein überzeugter Nazi.
00:28:35: der war in mehreren Funktionen tätig.
00:28:37: Er war halt ausgemustert worden.
00:28:39: Es gab aber auch andere.
00:28:40: die waren einfach Jugendliche, die halt eine sechzehn, siebzehn achtzehn Jahre alt waren dementsprechend eine Zeit vor Hitler nicht kannten und komplett dementsprechend indoktriniert waren.
00:28:50: Die wussten, Hitler ist die Lösung.
00:28:52: wenn Hitler tot ist fällt Deutschland, wenn in Deutschland fällt dann sterben wir Und Hitler is der Retter.
00:28:58: und dementsprechent taten sie das im Fanatismus.
00:29:02: Zudem gab es aber auch invalide Männer die halt nicht von der Wehrmacht gebraucht werden konnten, die irgendwie dahin beordert wurden.
00:29:10: Also da könnte man sagen auf einer gewissen Art und Weise ganz normale Kölner Bürger, die halt abkommandiert wurden und das dann machen mussten.
00:29:19: Das waren dann vermutlich die Männer, die sich mit Absicht um das Lager stellten, um nicht reingehen zu müssen, um selber nicht zu schießen.
00:29:27: Es gab wirklich eine Mischung aus Fanatismus von NS-Funktionsmännern, die für den Krieg nicht so gebrauchen waren, deswegen in Volkssturm kamen aber auch ganz normale Schuster, Metallarbeiter oder andere Männer, die halt irgendwie den Krieg überlebt hatten weil sie als Beispiel nur noch ein Arm hatten oder anderweitig für die Wehrmacht nichts zu gebrauchen waren.
00:29:49: Ein paar biografische Angraben kennen wir da Christian Müller Abends hast du schon erwähnt, als überzeugter ausgemusteter Nazi-Ortsgruppenführer am Eigelstein.
00:29:59: Aber es gibt eben dann auch die jungen Leute, die mitgemacht haben.
00:30:02: Da gibt es Johann Moher erst achtzehn Jahre alt das ist so einer der nie was anderes kannte als die NS Diktatur.
00:30:09: Was wissen wir über den?
00:30:11: Wir wissen dass er Mittel des Volkssturms wurde, dass er zuvor halt die klassischen Hitler-Jugendprogramme durchgelaufen sein muss.
00:30:20: Also definitiv wissen wir es nicht.
00:30:21: das sind Dokumente, die man natürlich relativ schnell vernichtet hatte weil er ja wusste, dass man gegen ihn auch ermittelte.
00:30:29: Man wusste unter anderem nämlich Man gegen ihn auch wegen eines weiteren Falls, wo jemand ermordet wurde, ermittelt hatte.
00:30:37: Nach dem Krieg.
00:30:38: Also es wurde gegen ihn ermittlet nach den Kriegs von den britischen mit so alleierten Besatzungsmächten also erst die Amerikaner dann die Briten und da hat man natürlich halt versucht zu vernichten was man vernichten konnte um sich halt irgendwie schön zu reden dass man doch nicht so tödlich war was man da gemacht hatte.
00:30:57: daher Können wir natürlich nicht beweisen, aber wir wissen halt als Achtzehnjähriger ist man Hitlerjugend und dergleichen alles durchgelaufen.
00:31:04: Daher wissen wir, der war wahrscheinlich in diesem Bild komplett drin also ein rassistisch geprägter Mensch, der die Ukraine, die Russen alles als minderwertig betrachtete.
00:31:15: Weswegen es für ihn komplett akzeptabel war diese Menschen schlechter zu behandeln zum Teil auch zu töten um halt so gesehen Endstieg noch zu retten weil Der Glaube an den Entsieg war bei den jungen Menschen sehr ausgeprägt.
00:31:29: Kennen wir noch andere Biografien?
00:31:31: Wir wissen von anderen Namen, dass noch ein Kaspar Er dort mittätig war.
00:31:37: Wir wissen vom Joseph F., der auch tätig war.
00:31:40: die Nachnamen kennen wir leider nicht aber die Vornamen das waren auch achtzehnjährige.
00:31:46: man weiß, dass sie zum Teil untereinander vertauscht wurden so modo dass die älteren Männer gesagt haben ja da waren jugendlicher.
00:31:53: Tatsächlich waren es dann drei, die wurden dann irgendwie in Erinnerung zu einer Person funktioniert.
00:31:58: Man weiß, sie hatten ausgebildete Brüfe, waren tätig und waren noch nicht von der Wehrmacht so gesehen eingezogen was auch eigentlich recht interessant ist.
00:32:05: wenn man so gesehen schon mit sechzehn bei der Wehermacht hätte aufkreuzen können wo man sich fragt warum dann die noch nicht?
00:32:14: aber genaueres im Vorfeld wissen wir nicht.
00:32:17: Wir wissen nur dass die nach dem Krieg der ein oder andere mal eine Zeit lang gefaftet war Aber sonst eigentlich fast ungeschonnt davon kam.
00:32:24: Die Briten haben ja hinterher auch Zeugen befragt und knüpfen an diese ersten Ermittlungen an, die die Amerikaner durchgeführt haben.
00:32:31: Was erfährt man denn aus den Protokollen der Vernommenen?
00:32:34: Was sagen sie selbst?
00:32:36: Warum haben Sie das getan?
00:32:38: oder auf die Frage wie konnte es dazu kommen was sagen Sie selbst
00:32:41: Selbst sagen sie eigentlich mehr oder weniger übereinstimmt.
00:32:44: Das war das Werk einzelner Verrückter, könnte man es betiteln im Sinne von ich war das nicht.
00:32:50: Das waren immer die anderen, das war so die Standard-Aussage jeglicher Personen in der Sinne von Ich beschuldige lieber die Anderen und kommen selber hoffentlich mit einem geschorenen Kopf nur davon.
00:33:03: Aussagenbild, was die hatten.
00:33:05: Die älteren Generationen haben halt gesagt es gab einen Jugendlichen entweder war's der Kaspar oder der Johann oder der Josef je nachdem hat man sich dann einfach den drei Namen ausgewählt.
00:33:17: daher sagt man es gab ein Jugendlichen er hat irgendwas getan Der war halt komisch das waren überzeugte nazi der hatte ja auch schon andere schlimme Dinge gemacht hat alles was man eigentlich selber im Kopf hatte auf diesen jungen dann projiziert und gesagt der war der böse jugendlicher Eifer überzeugter Nazi, den Rassist und so weiter.
00:33:35: Und sofort alles was man sich irgendwie ausdenken konnte hat man dann auf ihn projiziert um sich selber sozusagen frei zu reden.
00:33:42: Man selbst hat nur seine Pflicht getan und möglicherweise drumherum gestanden und nichts getan gegen die Gewalt?
00:33:48: Genau!
00:33:48: Die eigene Aussage, die eigene Tätigkeit war immer ich stand ja nur um das Lager drum herum und habe darauf geachtet dass niemand weg kommt oder an diesen Zug nach Dellbrück beziehungsweise Bergsglatbach zu begleiten den Wagen mit dem Heut zu holen, womit dann die Barak angezündet wurden.
00:34:05: Mehr hat man selber ja nicht getan weil man war ein guter Mensch und niemandem was Böses wollte.
00:34:10: das war so eine klassische Selbstbehauptung die hier vor Ort getätigt wurde aber auch eigentlich überall sonst in Deutschland.
00:34:16: auch
00:34:17: Du hast eben gesagt dass es da Leute gab die immer noch auch in dieser Situation daran geglaubt haben dass es eine Chance gibt diesen Krieg zu gewinnen.
00:34:24: Aber die allermeisten werden ja eigentlich gewusst haben oder gespürt haben, dass dieser Krieg zu Ende ist.
00:34:30: Und ich glaube das ist so der Punkt, wer es hat man so fassungslos auf die Ereignisse guckt.
00:34:34: Man weiß, der Krieg ist eigentlich verloren und die Amerikaner sind da und es kommt dann trotzdem noch mal zu einem Gewaltakt, zu einem Exzess.
00:34:44: also es bleibt nach wie vor doch auch unverständlich warum sie damit gemacht haben.
00:34:49: oder gab es auch Druck auf die das zu tun?
00:34:54: gab es höchstens durch eine Gruppendynamik.
00:34:58: Und man wollte ja nicht schlecht dastehen, man hat einen Auftrag und wenn ich den Auftrag nicht mache muss das jemand anderes machen.
00:35:04: Zürzlich kam aber auch die Warnvorstellung dass man den Krieg nur verliert, wenn die Heimatfront zusammenbricht.
00:35:13: Die Dolstoß-Legender aus dem Ersten Weltkrieg war so gesehen immer noch in den Köpfen Einiger, nicht alle aber einiger drin.
00:35:21: Die sagt so wenn die Heimatfront stabil bleibt dann werden wir auch das überstehen und werden wir irgendwie mit dem letzten Aufgebot doch noch gewinnen können oder wie auch immer überleben und dafür sorgen dass Deutschland wieder erblünden wird wie man es ja immer so schön bei den Rechtsradikalen hört Und das war auch so ein Ding.
00:35:42: Sind davon, wenn wir die Ordnung aufrecht erhalten, schaffen wir alles.
00:35:46: und dementsprechend wollte man die Ordnungen unbedingt aufrechterhalten.
00:35:50: und Ordnung bedeutet natürlich jeglichen Widerstand der irgendwie vorhanden war zu dezimieren.
00:35:57: Und Widerstand waren natürlich einen Zwangsarbeiter, der sich versteckt, einen Zwangsarbeiter der irgendwie überleben will und flieht.
00:36:05: Und dementsprechend war klar, die müssen dann auch beseitigt werden weil die wiederum sind ja der Feind Und diese natürlich ein schwacher Feind und da kann man natürlich besser und einfacher gegen Vorgehen als gegen amerikanische Soldaten.
00:36:18: Dementsprechend konnte man auch mal seine Macht ausspielen, die man eventuell vorher nicht hatte weil es gab ja unter anderem den Christian Müller der ausgemustert wurde.
00:36:26: dementsprechend da keine Karriere machen konnte, keine Ordnung verdienen konnte und dem entsprechend vielleicht dann halt durch den Volksturm seine Macht auf andere projizieren konnte
00:36:36: Sind die Taten bestraft worden?
00:36:38: Das hat ja ein Prozess gegen Moher und Müller gegeben.
00:36:42: Wie ist das
00:36:42: ausgegangen?".
00:36:44: Also es gab einen Verfahren der britischen Militärverwaltung bzw.
00:36:47: der britische militäre Regierung, gegen Christian Müller und Johann Moher.
00:36:53: Die wurden auch zu einem Schuldspruch geführt.
00:36:58: Beide sollten eigentlich zum Tode hingerichtet werden aber das wurde nie in die Tat umgesetzt.
00:37:04: Warum wissen wir nicht genau?
00:37:05: Also, die Briten haben ermittelt.
00:37:07: Sie kam zum Ergebnis dass zwei Personen definitiv nachweisbar dort tätig waren.
00:37:12: sie wussten Johann Mohair hat geschossen und getötet Und Christian Müller war der Verantwortliche dort vor Ort.
00:37:19: das konnten die Nachweisen.
00:37:21: bei den anderen Beteiligten man geht ja von ca.
00:37:24: zwölf Beteilligten aus konnten die Nicht so nachweisen wie sie es wollten um die anzeigen zu können.
00:37:31: Dann wurden diese Akten der Staatsanwaltschaft hier in Köln wohl übermittelt, im Sinne von wir wissen dass die Staatsanwalt auf Kölnen die Akt bekommen hat.
00:37:39: Es gab ja Stempel darauf das sie dort an der Poststelle angekommen sind und dann irgendwie nie weiter behandelt wurden was dazu führte dass Christian Müller und Johann Mohair nicht bestraft wurden.
00:37:53: Durchführung der Strafe hätten die Deutschen wohlmachen müssen, haben sie aber nie getan.
00:37:57: Hätten die Deutschen das dann selber nochmal aufgegriffen?
00:38:00: dieses Verfahren wären wahrscheinlich auch noch viel mehr verurteilt worden weil dann mindestens Beihilfe zum Mord bestanden hätte.
00:38:08: Das gab es ja in mehreren Tausenden Fällen wo Polizisten, Wehrmachtsangehörige oder auch Zivilisten wegen Beihhilfe angeklagt wurden.
00:38:16: In dem Fall wäre es genauso gewesen nur hat die Staatsanwaltschaft hier in Köln diesen Fall warum auch immer niemals wieder aufgegriffen.
00:38:25: Damit ist eigentlich klar, was aus den Tätern wurde.
00:38:27: Sie konnten weiter leben und haben noch nicht mehr im Gefängnis gesessen und wahrscheinlich ein Leben bis zum normalen Lebensende geführt oder?
00:38:35: Ja
00:38:35: wahrscheinlich also davon ist auszugehen.
00:38:37: leider erschreckend wenn man drüber nachdenkt dass er in den sechziger jahren so viele Prozesse wieder aufgekommen sind gegen nazi verbrechen das in dem zeitraum irgendwie das Verbrechen Krankensammelager in Köln-Gremmberg nicht wieder aufkam.
00:38:51: Das war dann entweder so schnell unter den Teppich gekehrt worden, dass man es nicht mehr wusste oder man hatte sich irgendwie einfach die Klappe gehalten weil man gedacht hat der Ausschwitzprozess, Nürnberger Prozesse und sowas reicht ja alles.
00:39:06: Dann brauchen wir jetzt hier noch unsere Nachbarn anzeigen und dann gab's halt die Jugendlichen oder die jungen Menschen in sechiger Jahren nicht die davon erfuhren.
00:39:14: leider
00:39:15: Ein lange vergessenes ungesühntes Verbrechen in Köln.
00:39:19: Herzlichen Dank, Matthias Lamas für das Gespräch!
00:39:22: Wir kehren noch einmal zurück an den Ort des Geschehens Inzgrämberger-Weltchen zur Verabredung mit Benjamin Peterle Peck.
00:39:29: Die Arbeitsgruppe Bodendenkmal will sich weiter um das Areal kümmern.
00:39:33: der Ort war und ist ein politischer Ort, an dem zum Teil unverständliche Auseinandersetzungen stattfinden.
00:39:41: Ein Straßenschild zur Benennung eines Weges der Arbeitsgruppe wurde beschädigt.
00:39:46: Vor einigen Jahren schickte ein Leser des Kölner Stadtanzeigers Fotos von Hakenkreuzen, die jemand in Bäume geritzt hatte.
00:39:53: Es gibt Versuche den Ort zu vereinnahmen.
00:39:56: Rechtsextreme und rechtspopulistische Gruppen versuchen sich mit Menschen der russischen Community in der Stadt zu verbinden, die aus Sympathien für die aktuelle Politik Putins und der Russischen Regierung keinen Hilm
00:40:10: machen.".
00:40:11: Im vergangenen Jahr war im Wald der Jahrestag des Gedenkens eine sehr seltsame Angelegenheit.
00:40:18: Da wehten russische, belarussische und ukrainische Fahnen.
00:40:22: die Tafel vor dem Jägerzaun, die von der Stadt angebracht wurde ist beschmiert worden offenbar von einem pro-russischen Sympathisant.
00:40:31: Das ist keine einfache Gemengelage für eine Gruppe wie die AG Boden Denkt mal die sich um einen angemessenen Umgang mit dem Ort kümmern will
00:40:39: wollen und können hier kein Gedenken verhindern von verschiedenen Gruppen.
00:40:45: Es ist so, dass sich eben die Menschen, die sich um den Ort kümmern, die hier die Pflanzen setzen, die die gießen das sind unseres Wissens nach Personen, die eine sowjetisch-postsovietische Identität haben.
00:41:01: Wir hatten letztes Jahr zum achten April also dann kurz danach ne größere Gedenkveranstaltung hier organisiert bei der damals auch ein ukrainischer Frauenkorb anwesend war und für die das auch unglaublich berührend war.
00:41:16: Am achten und neunten Mai gibt es jedes Jahr ja einen Gedenken zum Kriegsende, und im letzten Jahr war das hier dass da auch verschiedene Gruppen von verschiedenen Nationalitäten aufeinander getroffen sind also Belarusische, Ukrainerische, Russische Menschen vor allem allerdings auch sehr stark vereinnahmt von rechtsradikalen Deutschen, die dieses Gedenken mit initiieren.
00:41:46: Und da wollen wir zumindest dagegen halten dass hier auch polnische zum Beispiel sehr viele polnischen Menschen auch gestorben sind und im Lager waren das die Menschen damals auch schon eine ukrainische Nationalität angegeben haben und sozusagen die Fakten entgegenhalten zumindest dem was in dieser vereinnahmung falsch unseres ja falsch dargestellt wird.
00:42:11: ich glaube das können wir machen.
00:42:13: Wir werden aber niemanden hindern hier irgendwie zu gedenken.
00:42:17: benjamin peter le pick und die ag bodendenkmal wünschen sich für die zukunft dass man sich nicht nur um den gedenkort sondern vor allem um das eigentliche bodenenkmal kümmert also um das gelände auf dem die baracken des lagers standen.
00:42:30: wir setzen uns dafür ein dass dieser historische Lagerort, also jetzt nicht hier der Gedenkort sondern drüben der historische Ort wo sich das Lager befunden hat mehr zu einem Erinnerungs- und Lernort wird.
00:42:46: Und dazu könnte eben auch gehören weil man nicht... Also man hat die Luftbilder, man weiß wo ungefähr die Gebäude gestanden haben dass man dort auch das besser sichtbar macht weil jetzt gerade sieht man gar nichts wenn man da langläuft.
00:43:01: Dort erinnert wenig, also wir wollen dort vielleicht so eine Art Lehrpfad machen und Wir waren an einem Ort in Merfelden-Waldorf.
00:43:12: In der Nähe von Frankfurt ist das von Frankfurter Flughafen Wo auch ein Lager war im Wald was ebenfalls sehr lange quasi ignoriert wurde von den Menschen.
00:43:22: Das ist so ein Art Vorbild für uns Führen so eine Vision wie dieser Ort vielleicht mal aussehen könnte An dem auch zum Beispiel jugendliche internationale Begegnungsstätte, auch hier für die Viertelausen rum.
00:43:33: Für die Schulen, Schülerinnen und Schüler etwas lernen können über die Zeit des Nationalsozialismus und des Faschismus.
00:43:41: In
00:43:41: Waldorf wurde ein Lehrfahrt mit Informationstafeln angelegt.
00:43:46: Man kann die Standorte der Barakken nachvollziehen, Jugendliche haben den Keller der ehemaligen Küchenbaracke freigelegt.
00:43:53: darüber wurde ein Gebäude zum Schutz gebaut.
00:43:57: man kann durch die Reste dieses Kellers gehen der in den Berichten von Inhaftierten dort in Waldorf immer wieder als Ort von Folter und Misshandlungen vorkommt Finanziert worden ist, dass ganze durch eine Stiftung an der die Kommune maßgeblich beteiligt ist in Zukunft Spenden und Zuschüsse vom Land Hessen.
00:44:17: So etwas könnte man auch in Köln im Grenberger Wäldchen machen.
00:44:20: es wäre ein Gedenkort für das Leid von deportierten Zwangsarbeitern.
00:44:24: aber es wäre auch ein Ort wo man darüber nachdenken kann wozu Menschen fähig sind.
00:44:30: Wenn man sich mit dem Massaker im April nineteenhundertfünfundvierzig befasst, fragt man sich zwangsläufig wie man sich selbst verhalten hätte.
00:44:38: Ja sicher also stellt man sich solche Fragen.
00:44:41: ich glaube man kann das nicht so einfach beantworten wie Man sich da Verhalten hätte in welchem Zwingmann auch gewesen wären wie dass ist so Im krieg und im nationalsozialismus sozialisiert zu werden.
00:44:53: aber gerade wenn man das irgendwie auch aktualisiert darüber nachdenkt was Heute in der Gesellschaft passiert ist es, glaube ich sehr wichtig darüber nachzudenken und auch zu gucken wohin gewisse Bewegungen führen können.
00:45:07: Soweit Benjamin Peter Lepic den ich im Grenberger Wäldchen getroffen habe fahren sie mal hin an diesen besonderen Ort im Wald.
00:45:15: Das war es für heute bei True Crime Köln.
00:45:17: Danke auch an Matthias Lamas für den Besuch im Studio!
00:45:20: Wenn Sie Lust haben, schreiben Sie mir mal.
00:45:24: und schöne Feiertage wünschen.
00:45:47: In diesem Sinne bleiben Sie wachsam, aber bitte auch gelassen!
00:46:01: Tschü!
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