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Aufgeben ist keine Option: Die spektakulärsten Fälle von Mordermittler Markus Weber

Shownotes

Aufgeben ist keine Option: Auch fast 35 Jahre nach der grausamen Tat suchen Ermittler der Kölner Polizei weiter nach dem Mörder der 16-jährigen Seckin Caglar. Nach der Schicht in einem Supermarkt wird die Auszubildende am Abend auf dem Nachhauseweg überfallen, vergewaltigt und erwürgt. Sie war in Poll an der damaligen Haltestelle „Poll Autobahn“ aus der Straßenbahn gestiegen. Am nächsten Morgen findet sie ein Angehöriger nackt im Gebüsch unweit des Weges. Seitdem hofft die Familie darauf, dass der Mörder der fröhlichen, hilfsbereiten Jugendlichen gefasst wird. Der Leiter der zuständigen Ermittlungskommission, Markus Weber, hätte den Fall gerne noch vor dem Ende seiner Dienstzeit gelöst. Nun geht er nach 45 Dienstjahren in Pension. 1981 ist er zur Polizei gekommen, 1994 ging er zum Morddezernat und hat dort zahlreiche Mordkommissionen geleitet. Darunter sind einige sehr prominente Fälle wie das Attentat auf Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker oder der Nagelbombenanschlag in der Mülheimer Keupstraße. 2022 ist er Chef der Ermittlungsgruppe für Cold Cases geworden, die die Kölner Polizei neu gegründet hatte. Sogenannte Altfälle, die bislang nicht aufgeklärt werden konnten, sollten nicht mehr nebenher bearbeitet werden, sondern mit einer besonderen Intensität noch einmal aufgerollt werden. In dieser Folge von „True Crime Köln“ berichtet Markus Weber von seinen spektakulärsten Fällen und erzählt, wie er mit den vielen grausamen Taten umgeht, ohne den Glauben an das Gute im Menschen zu verlieren.

Zu mehreren Fällen, für die Markus Weber als Ermittler zuständig war, findet man bereits eine Episode von „True Crime Köln“. Hier die Titel mit Links, die direkt zur Folge und weiteren Infos führen: Die spektakuläre Aufklärung des Cold Cases aus dem Jahr 1988, als Petra Nohl am Karnevalssamstag ermordet wurde, war bereits zweimal Thema. Die der Folge „Urteil im Karnevalsmord-Prozess: Petra Nohls Tochter über ein Leben in Angst“ kann man ein beeindruckendes Interview mit der Tochter des Opfers hören. Die „True Crime Köln“-Folge über den Nagelbombenanschlag in der Keupstraße hat den Titel „Eine Straße unter Generalverdacht“. Weber erwähnt auch den Fall des Dreifachmordes in Overath. Besonders ausführlich hat sich die Podcastreihe des „Kölner Stadt-Anzeiger“ mit dem Anschlag auf Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker befasst. Da findet man im Netz die siebenteilige, mit dem Theodor-Wolf-Preis belohnte Podcastreihe „Attentat am Blumenstadt“.

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Transkript anzeigen

00:00:01: True Crime Keilen, der Podcast des Kölner Stadtanzeiger.

00:00:06: Über wahre Verbrechen, spannende Geschichten und spektakuläre Fälle!

00:00:12: Aufgeben ist keine Option – auch fast fünfunddreißig Jahre nach der grausamen Tat suchen Ermittler der Kölnner Polizei weiter nach dem Mörder der sechzehnjährigen Setschkind Shala.

00:00:23: Nach der Schicht in einem Supermarkt wird die Auszubildende am Abend auf dem Nachhauseweg überfallen vergewaltigt und erwirkt.

00:00:32: Sie war in Poll an der damaligen Haltestelle Poll Autobahn aus der Straßenbahn gestiegen, am nächsten Morgen findet sie ein angehöriger Nackt- und Tod im Gebüsch unweit des Weges.

00:00:43: Seitdem hofft die Familie darauf dass der Mörder der fröhlichen hilfsbereiten Jugendlichen gefasst wird.

00:00:49: Die Polizei nimmt bereits damals Speichelproben von hunderten Männern.

00:00:53: immer wieder geht die Polizei mit Fahndungsaufrufen.

00:00:57: Die letzte Reihen-Testung fand in den Jahren.

00:01:02: Die Analyse-Methoden und rechtlichen Rahmenbedingungen für solche Tests sind besser als in dem Jahr, aber alle Maßnahmen bleiben erfolglos.

00:01:12: Der Fall der sechzehnjährigen Setschkin Schala ist einer der bekanntesten Cold Cases der Stadt.

00:01:18: Der Leiter der zuständigen Ermittlungskommission hätte den Fall gerne noch vor dem Ende seiner Dienstzeit gelöst – nun geht er in Pension!

00:01:30: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von True Crime Köln, der Podcast-Reihe des Kölner Stadtanzeiger.

00:01:36: Heute sprechen wir nicht nur über einen Fall.

00:01:38: Nicht nur über die Ermordung von Setchking Chala im Jahr nineteenhundertneunzig.

00:01:43: Anlass für diese Podcastfolge ist das Ende einer langen Dienstzeit bei der Polizei!

00:01:49: Der Chef der Kölners Cold Case Ermittlungsgruppe Markus Weber geht in den Ruhestand nach fünfundvierzig Jahren.

00:01:58: In den letzten Jahren ist er zur Polizei gekommen.

00:02:01: In den ersten Jahren ging er zum Morddezernat und hat dort dann zahlreiche Mordkommissionen geleitet, darunter sind einige sehr prominente Fälle wie das Attentat auf Köln's Oberbürgermeisterin Henriette Reker oder der Nagelbombenanschlag in der Müllheimer Kolbstraße.

00:02:18: In dem Jahr die Ermittlungsgruppe für Cold-Cases wurde er, die die Kölner Polizei neu gegründet hatte.

00:02:27: sogenannte Altfälle, die bislang nicht aufgeklärt werden konnten, sollten nicht mehr so nebenbei nebenher bearbeitet werden sondern mit einer besonderen Intensität noch einmal aufgerollt werden.

00:02:40: Markus Weber ist in den vergangenen Jahren auch so etwas wie ein Gesicht der Kölner Polizei geworden.

00:02:45: er war unzählige Male im Fernsehen zu sehen zuletzt bei Aktenzeichen XY gelöst, wo es um den sogenannten Karnevalsmord ging, den die Cold Case Gruppe tatsächlich aufklären konnte.

00:02:58: Wir haben bei True Crime Köln darüber ausführlich berichtet.

00:03:02: Mein Kollege Florian Holler, der Polizeireporter beim Kölner Stadtanzeiger und ich haben Markus Weber im Polizeipräsidium besucht.

00:03:10: Und mit ihm einen Blick auf sein Polizistenleben und einige besondere Fälle geworfen in denen er ermittelt hat.

00:03:17: Der Fall der sechzehnjährigen Gesetzkind aus Poll gehört natürlich dazu.

00:03:22: Die Courtcase-Ermittlungsgruppe hat in den vergangenen Jahren viel Energie und Arbeit in diesem Fall gesteckt.

00:03:28: Sie hat mit einer Flyeraktion und Aufrufen dafür gesorgt, dass der Tod von Zetschkin auch in der Öffentlichkeit nicht vergessen

00:03:37: wird.".

00:03:38: Hunderte Männer mussten fast dreißig Jahre nach der Tat eine Speichelprobe abgeben.

00:03:43: Man weiß, dass der Mörder ein Mann war.

00:03:46: die Auswahl dieser Männer geht zurück auf einen Personenkreis den die Polizei schon damals nach der tat bestimmt hat.

00:03:53: das sind Menschen die zu der zeit irgendein Bezug zum ort hatten weil sie dort wohnten oder arbeiteten oder zb einen Kleingarten nutzten.

00:04:03: Auf diese Gruppe haben sich auch die weiteren Reihenuntersuchungen bezogen.

00:04:07: Sehr viel Aufwand ist da betrieben worden, da liegt natürlich die Frage nahe warum man Zetschkinds Mörder trotz intensivster Ermittlungsarbeit nicht finden kann.

00:04:16: Das ist ja eine gute Frage!

00:04:18: Vielleicht war das so lange her es vielleicht weil er schon tot ist oder er hat doch nicht.

00:04:23: in diesem Kreisfeld den wir derzeit gezogen haben also dem Pool von Leuten die man festgelegt hatten Diese Leute sind ja alle erfasst worden und damals überprüft wurden.

00:04:32: So weit es ging, ging halt noch nicht weil DNA noch nicht so da war oder da war zu dem Zeitpunkt auch nicht.

00:04:39: Konnte man nur mit Fasern und Blutgruppen von mir aus arbeiten.

00:04:43: Die haben wir jetzt ja nochmal versucht alle zu überprüfen mit den A und die die nicht gekommen sehen haben wir mittlerweile auch überprüfte.

00:04:49: Die konnten wir dann teils überreden.

00:04:51: Teils wurden sie auch dann mit Beschlussgezwungen gespeichert probabzugeben.

00:04:56: Die sind's halt alle nicht gewesen oder die haben nicht diese Spur verursacht.

00:04:59: und bin ich mir schon sicher, dass die Spur vom Täter stammt.

00:05:03: Das ist schon

00:05:05: sicher.

00:05:05: Die neuen technischen Möglichkeiten haben also nicht geholfen.

00:05:09: vor der letzten großen Reihenuntersuchung in dem Fall hatte sich Weber noch recht optimistisch geäußert Der Täter könnte endlich gefasst werden.

00:05:18: Ja

00:05:18: das wäre sicherlich unser schon unser Anspruch eigentlich ja das noch soweit zu machen.

00:05:23: Und wir haben ja auch gesagt, es gibt mittlerweile auch die Möglichkeit diese Dinge weitergehen zu untersuchen, sprich wenn sein Bruder seinen Vater zur Speicherprobe kommt, damit man das auch feststellen lässt ein Verwandter der Täter ist.

00:05:36: Aber das war er auch nicht dabei.

00:05:39: und dann muss man sehen wie weit gehen wir jetzt tatsächlich in den Riesenaufwand?

00:05:45: betreiben mit.

00:05:47: Und dann, wenn man müsste verleiden und da oben stehen, müsste man wieder jemand exhumieren um dann ein DNA von ihm zu kriegen.

00:05:53: Ja ist das dann auch Verhältnis?

00:05:56: Ja oder nein?

00:05:59: Klar!

00:06:00: Ich werde an Teufel tun nach außen mich dahin zu stellen.

00:06:02: ich krieche ihn sowieso nicht.

00:06:02: Wenn ich so eine Maßnahme mache er ist ja Quatsch.

00:06:05: Das

00:06:05: klingt nicht mehr ganz so optimistisch wie was.

00:06:07: Team wird in dem Fall nun ohne ihn weiterarbeiten.

00:06:11: Man müsste einen neuen Ermittlungsansatz finden.

00:06:14: Da natürlich nach wie vor dran überlegen noch wie wir da weiter... kommen kann.

00:06:19: Und es besteht natürlich auch die, glaube ich eher nicht wahrscheinliche Möglichkeit aber dass er eben gar nicht aus diesem Pool stammt.

00:06:28: Rein theoretisch denkbar auch das er nicht in die Analyse reinpasst, die damals hier gemacht oder anmachen lassen mit unseren Fallanalytikern.

00:06:37: Wenn Markus Weber erzählt, merkt man ihm eine Enttäuschung genauso wenig an wie positive Gefühle.

00:06:44: Der Polizist kurz vom Ruhestand erklärt berichtet immer cool und sachliche ein bisschen distanziert.

00:06:50: vielleicht sieht es in ihm drin anders aus aber an seinem gefühlsleben lässt er uns nicht teilhaben.

00:06:57: zu viele gefülle sind nicht gut für diese Arbeit.

00:07:00: das nütze nichts sagt er wenn er sich neben die Angehörigen eines Opfers aufs Sofa setzt.

00:07:07: Die Angehörigen würden von ihm erwarten, dass er den Mörder findet.

00:07:12: Das ist eine Arbeit die wahrscheinlich nicht jeder machen kann.

00:07:16: Wie geht man um mit dem Grauen?

00:07:18: Dass einem da als Mordermittler täglich begegnet?

00:07:20: was nimmt man mit nach Hause?

00:07:22: Natürlich denkt man mal darüber nach oder insbesondere wenn dann diese Aktion läuft und so was, dann wenn man da drinsteckt im Fall in dem Moment, dann nimmt man das auch mal nach Hause.

00:07:31: ein zwei Tage ja.

00:07:34: Aber ich persönlich nehme es jetzt nicht so mit, dass ich deswegen schlaflose Nächte mag auch mal eine geben wo man nachts auch noch mal drüber nachdenkt.

00:07:42: Aber nicht so als dass sich deswegen dauernd schlafflose Nischte sowas hätte weil dann wird es auch immer schwierig wenn ich das so nicht verkrafte oder nicht irgendwann noch abschalten kann dann kann ich meine Arbeit endlich mehr ordentlich machen, wenn ich das zunahmlich ran lasse.

00:07:56: Ja und damit mein ich halt, wenn man da nicht abschalten kann, wenn wir mal von mir aus eine Pause macht oder... Dann geht man abends zwar mit der Truppe mal ein Bier trinken, nämlich um genau mal so ein paar Stunden was anderes zu haben.

00:08:10: Das muss meiner Meinung nach sein, weil sonst wenn ich mich da verrenne und nur zu sehr emotional auch rein bin lassen, dann mach' ich meine Arbeiten nicht.

00:08:16: Oder dann hoffe ich Gefahr, die nicht mehr ordentlicht zu machen, weil da bestimmte Dinge vielleicht zu sehr dann Fokus auf bestimmte Sachen laufen und so was.

00:08:23: Und dann wird es schwierig, kann ich vielleicht auch nicht dreißig Jahre den Job machen?

00:08:28: Weil ich dann in so einem Fall habe... Wir haben Kollegen die aus ein zwei Gründen einmal gab's fallen mit dem Kind, wo dann einer gesagt hat danach, so ich bin jetzt raus!

00:08:37: Und das gab einen der nach dem Zugung in April damals da ging´s nicht um der Tötungsdelikt aber halt die Leichen die unter dem Waggons dann geboren werden mussten.

00:08:48: Der auch sonst auch ein Kollege, wo man auch dachte immer, ja, immer vorne wegspruch drauf und so was.

00:08:53: Und dann kommt auf einmal so ein Ding und dann hat er gesagt das war's raus!

00:08:57: Ist mir zu glücklich.

00:08:58: passiert kann mir aber morgen auch passieren.

00:09:00: Kann man dieses Abschalten nach Feierabend lernen?

00:09:03: Das wäre für andere belastende Berufe interessant.

00:09:06: Das war für mich ich brauchte es nicht zu lernen.

00:09:08: also bei mir hats funktioniert Franzi mich nicht.

00:09:10: warum?

00:09:10: Ich habe auch keinen Rezept dafür oder keine besondere, dass ich immer da das mache um da rauszukommen.

00:09:17: Nein, das habe ich nicht.

00:09:18: Das ist vielleicht fallbezogen, dass man wie gesagt manchmal dann gesetzt wird und sich auch den geht mit den Kollegen Bier trinken oder macht mal ein Tag was ganz anderes.

00:09:29: Bei mir hat das funktioniert sonst hätte ich den Job nicht so lange gemacht.

00:09:33: Weiß nicht, wie es geht?

00:09:36: Diese Fragen kommen dann ja auch.

00:09:39: Es gibt kein Patentrezept um da so mit umgehen zu können.

00:09:42: Ich konnte es ganz gut.

00:09:44: Ja, man stumpft vielleicht ab.

00:09:46: Auch das habe ich schon gesagt.

00:09:47: Das wird wohl so sein, weiß ich nicht.

00:09:48: Ich kann halt auch nicht beurteilen oder jetzt beantworten was wäre der Milch ein Job nicht gemacht hätte?

00:09:53: Wäre ich dann anders geworden?

00:09:55: Ja wahrscheinlich schon.

00:09:57: Schlimmer besser weiß ich keine Ahnung.

00:09:59: Keine Beurteilung.

00:10:01: Ich könnte für mich sagen dass es damit immer ganz gut umgehen konnte und Ansonsten müsste man vielleicht jemand aus meinem Umfeld fragen, der mich schon sehr lang kennt.

00:10:11: Wie weit das mich wirklich jetzt beeinflusst hat?

00:10:13: Das haben wir nicht getan aber natürlich haben wir ihn nach seinem ersten Mordfall, nach seinem Wechsel in das dafür zuständige Dezernat Mitte der neunziger Jahre gefragt.

00:10:22: Also den ersten Fallen dem ich mitgearbeitet habe könnte ich jetzt so nicht mehr direkt sagen Ich kann den ersten fall als Kommissionsleiter ja Klar dass zum einen was vielleicht auch der erste als Kommissionsleiter war Zum anderen waren die Umstände, dass man mich sonntags im letzten Urlaubstag zu Hause anruft und sagte immer zu.

00:10:40: Die eigentliche Bereitschaft ist im Einsatz und wir haben jetzt noch einen und du musst und kannst dann auch als Kommissionsleiter und sag mir nicht nein ja wenn mein junger Anwuleger ist Und habe ich dann auch gemacht.

00:10:50: und über ein Jahr haben wir in dem Fall gearbeitet mit mit zwanzig Leuten teilweise mit einer Unterbrechung weil zwischenzeitlich mal so aussaat es war nix mehr ging und da kam wieder neuer Hinweis.

00:10:59: dann haben wir darauf aufgesattelt konnten dann über einem Jahr das Ding klären.

00:11:04: Es war eine alte Dame in Frechen, die in dem Haus lag gefesselt und die Knie mit dem Bett lag quasi so ein Raubmord, der ist letztendlich sein Täter wegen Raubmethodesfolge verurteilt

00:11:15: worden.

00:11:16: In einem Einfamilienhaus in Frechnen war eine seventy-jährige brutal überfallen und ermordet worden.

00:11:23: Die Polizei fand die Tote mit gefesselten Händen im Schlafzimmer.

00:11:26: Ihre Wohnung war durchsucht worden, was gestohlen wurde konnte man zunächst nicht sagen weil man nicht wusste wie viel Geld oder Schmuck die Frau gehabt haben könnte.

00:11:36: Später wurde dann klar dass der Täter wohl nicht mehr als vierhundert Mark an Bargeld erbeutet hatte.

00:11:42: Ein Zeuge gab an zwei verdächtige Männer gesehen zu haben.

00:11:45: daraufhin wurden Phantombilder veröffentlicht.

00:11:48: mehrere tausend Plakate wurden aufgehängt auf denen man einen Tonschuh sah den ein Täter getragen haben könnte.

00:11:56: Rund eineinthausend.

00:11:57: Fünfhundert Hinweise wurden ausgewertet.

00:11:59: Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, erinnert sich Weber.

00:12:03: Wir hatten erst mal versucht aufgrund verschiedener Umständen.

00:12:06: Da hat man die ersten Reihenuntersuchungen auch gemacht.

00:12:08: Eine der erste Reihenuntersuchung bei uns auf Verdienstschätten zumindest, die ins Leere gelaufen ist und es gab Fallanalysen mit dem BKA zusammen.

00:12:15: Damals gab's ja bei uns die Fallanalytiker noch nicht im Landeskriminalamt.

00:12:20: Und dann haben wir diese Fallanalyse umgesetzt oder beziehungsweise Dann da entsprechend jemand gesucht, das ist ins Der gelaufen.

00:12:27: und dann gab's halt den Moment wo es hieß okay jetzt haben wir alles abgearbeitet.

00:12:31: Und dann kam, weil sie mehr.

00:12:33: zwei Monate später meldete sich jemand mit dem Hinweis dass da aus dem Umfeld der Frau irgendwas weitergegeben worden sei, dass da was zu holen ist, die war recht wohlabend drauf.

00:12:45: Das haben wir dann aufgegriffen und haben uns dann immer reingearbeitet in diesem Hinweis.

00:12:50: Und im weiteren Sitt war dann bei Tatsich bei dem gelandet er auch letztlich die Spuren haben im Tatort auch gelegt hatte, den wir so überführen konnten.

00:12:58: Ein Haar am Tatort konnte dem Täter klar zugeordnet werden.

00:13:02: Er saß damals in Abschiebehaft und sollte nach Bosnien ausgewiesen werden.

00:13:07: Im Gefängnis hat er mit der Tat geprahlt.

00:13:10: Gibt es im Rückblick den einen besonders prägen Fall Der einem nicht aus dem Kopf geht?

00:13:15: Den einen?

00:13:16: mag sein dass die ja mittler gibt.

00:13:18: immer sagen sie haben ein den einen fall aber wenn man das solange macht überhaupt ich jetzt mal zumindest.

00:13:25: Also für mich auf jeden Fall ist es so, dass gibt's mehrere Fälle die sicherlich herausragend sind, die irgendwo besonders waren.

00:13:31: Aber ich hab jetzt nicht den einen Fall meiner Laufbaumung gesagt, oh das war der Superfall!

00:13:37: Das war der Beste und der Spannendste.

00:13:38: wie auch immer.

00:13:39: Es gibt viele Fälle, die interessant waren.

00:13:41: Ich hatte vielleicht auch das Glück oder das Pech, also man ist ja bei uns vielfach davon abhängig wer bereit hat, welchen Fall bearbeitet.

00:13:49: Ich habe aus meiner Sicht immer Glück gehabt, weil ich interessante Fälle hatte auch.

00:13:52: Sei es den dreifachen Mord in Rüferath, sei es Frau Rehka, war aus mich da ein Anriffslammster morgens und sagte mir, dass sie gerade angestochen werden.

00:14:01: Dann wird natürlich nicht mehr diskutiert.

00:14:02: Machen wir das oder machen wir das nicht?

00:14:04: Wenn zum Messer geht ist ja schon mal so'n Grad.

00:14:07: Teil machen wir als Wortkommissionen-Teil würden wir nicht machen wenn die Verletzung nicht so schlimm wäre.

00:14:11: Aber dann war klar, dass wir auf jeden Fall dran sind egal wie schwer sie verletzt ist.

00:14:16: Und der hat ja riesenglückt gehört!

00:14:19: Es gibt andere Dinge wie dieser der erste Fall natürlich, den dann so als Mordkommissionsleiter bearbeitet.

00:14:23: Zumal es auch noch ein spannender aus Ermittlungssicht.

00:14:27: Spannender.

00:14:27: vor allem muss man vorsichtig sein.

00:14:28: Da können wir Leuten sagen hier ist das tötungslich eine spannende Fälle.

00:14:32: ja für uns als Ermittler schon.

00:14:34: Für die Angehörigen sind natürlich Stimmefälle inzwischen klar.

00:14:37: Dann war damals ente also eine alte Dame am Kölnberg, die da in ihrem Bett lag wo wir fast eine Dienstreise nach Weißrussland gemacht hätten, die dann nie zustande gekommen ist aus verschiedenen Gründen.

00:14:50: Das sind halt so Dinge, oder dann der im Hahnwald die Frau, die verschwunden war.

00:14:56: Die wird zunächst aus Vermisste ganz am Anfang... ...dann hat die Vermisstenstelle sehr schnell abgegeben, weil klar war, dass da was nicht stimmt,... ...die wir in den Frankreich die Leiche wieder gefunden

00:15:06: haben.".

00:15:06: In Köln's Willenstadtteil Hahnwald war im August zwei tausend sieben eine sechzigjährige Millionärin umgebracht worden.

00:15:14: Der Mörder war der Gärtner!

00:15:17: Er wurde aufgrund von gewichtigen Indizien zu lebenslangerhaft verurteilt, echte Beweise oder ein Geständnis gab es nicht.

00:15:24: Offenbar ging es darum einen Betrug zu verschleiern.

00:15:28: Der Verdächtige wurde schnell verhaftet, aber von der Leiche der Frau fehlte lange jede Spur zumindest in Köln.

00:15:34: Denn in einem Waldstück bei Metz in Frankreich war die Tote schnell gefunden, aber nicht als die verschwundene Kölnerin identifiziert worden.

00:15:42: Frankreich

00:15:43: hatte man geguckt und hat war der Meinungswehren.

00:15:46: eine relativ junge Frau weil sie verbrannt, sie waren Gesicht verbrannt und die Haut, er hatte ne sehr gute Haut für eine fünfzigzehnjährige Frau und die lagen dann locker mal zwanzig, ne dreißig vierzig Jahre fast daneben in einer Altersschätzung, sein Zerrechtsmedizin.

00:16:00: Wie auch immer das kam.

00:16:01: Egal... Auf jeden Fall jetzt gedauert.

00:16:04: und als wir da unten waren, dann waren wir relativ schnell.

00:16:07: Der Täter saß ja schon zwei Monate in Haft ewig die Leiche gefunden hat.

00:16:11: Man hat schon eindeutige Dinge da waren.

00:16:14: Die zeigt dass er der Täter ist.

00:16:16: Das ging nur darum wo ich sie leichte.

00:16:19: Nachdem wir dann Mare ... Insofern war es auch ein herausragender Fall wenn Mare abgetaucht in eine Eifel werden.

00:16:27: Sie ist unsere technische Einsatzeinheit, die dann halben Walter abgerodet haben im Bereich Hahnwald in ihrem Mann.

00:16:33: Irgendeiner sagte, der hätte bitte ein Auto da gestanden und guckt, ob sie die Leiche da vergaben.

00:16:39: Und wie gesagt ganz aufwändige Dinge veranstaltet, die man ja an dem Bereich Mordkommissioner machen kann.

00:16:45: bei anderen, den wir nicht sagen immer zu uns, das ist immer gut.

00:16:49: Da gibt es einen Bücherpark wo wir den Teichlehr gepumpt haben.

00:16:52: auch so eine außergewöhnliche Geschichte.

00:16:55: Deswegen, es gibt so viele Fälle die verschiedene Aspekte haben.

00:16:57: Diese dreifache Geschichte in Wohlfahrt, wenn einer mit einem Pump kann, den du kannst leider reinrennen.

00:17:02: Das ist ja auch schon sehr fast für einen Fernseherreifer Film quasi.

00:17:08: Da hat drei Leute erschießt und zunächst mal weg war, aber auch da war's dann zu weit wie diese Beziehung.

00:17:14: Wir hatten das damals eher ihn vertreten hatte als Täter, als Mieter davon, Kermis Bachar-Mühle.

00:17:20: Und der Anwalter in eine Rolle spielte kommt man natürlich dann schnell dazu, damals zu gucken.

00:17:27: Sonst hätten wir achthundert Mandantenakten da liegen gehabt, die man erst mal prüft hätte.

00:17:31: Wäre er denn auch?

00:17:33: Damals habe ich sogar eine der größten Kommissionen von einer Personalzusammensetzung.

00:17:38: Wir haben kurzfristig mal dreißig Leute da hingesetzt hat weil eben diese Akten da lagen in der Kanzlei und die Marschrichtung war übernüsse uns, wenn wir nichts haben um diese Akte kümmern.

00:17:50: Dann kamen zwei Tage später entscheidende Hinweis Damals über die Presse, also über jemand der sich an die Pressee gewandt hat und er hat sich dann zum Glück her.

00:18:00: Die Kollege von ihnen direkt an seinen Kollegen gewandts oder der bei uns angerufen hat nachts für

00:18:05: den Morgens... Das war der Mann, von dem der Mörder die Waffe hatte!

00:18:09: Über den dreifach Mord in Oberrat haben wir eine eigene Folge bei True Crime Köln gemacht.

00:18:14: Ein besonderer Fall, weil man bis heute darüber diskutieren kann welche Rolle die politische Einstellung eines Taters bei der Einschätzung der Tat hatte.

00:18:23: Der Mörder war ein Rechtsradikaler, der selbst ein politisches Motiv zu Protokoll gebracht hat.

00:18:29: Bei der Urteilsfindung vor Gericht hat das dann aber keine Rolle gespielt was natürlich auch für Kritik sorgte.

00:18:37: Zu Weber's bekanntesten Fällen gehört der Nagelbombenanschlag in Köln-Mühleim.

00:18:43: Hier gab es im Rückblick viel Kritik an der Polizeiarbeit oder an schlechter Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg, vor allem wurde aber die frühe Festlegung der Verantwortlichen bei den Beschreibungen der möglichen Täter und ihrer Motive kritisiert.

00:18:58: Der damalige Bundesinnenminister Otto Schilly hatte bereits einen Tag nach dem Anschlag im Juni, dass man keinen terroristischen Hintergrund vermute und das die Täter in einem sogenannten kriminellen Milieu vermutet werden.

00:19:13: Damit wurde ein gesamtes Viertel unter Generalverdacht gestellt.

00:19:17: Tatsächlich war eine rechtsextremistische Terrorgruppe verantwortlich der sogenannte NSU – auch darüber haben wir bei True Crime Köln berichtet!

00:19:27: Schilly berief sich damals auf Sicherheitsbehörden.

00:19:31: Tatsächlich hatte sich auch Markus Weber kurz nach dem Anschlag in einer ähnlichen Weise geäußert, bei eine Aktion auf dem Wiener Platz in Mühleim.

00:19:38: sechs Wochen nach dem Anschlag sagte er dass man es nicht mit Profis zu tun habe.

00:19:44: die Täter gehörten wohl keiner Organisation an.

00:19:47: einen terroristischen Hintergrund schließe man aus.

00:19:50: fremdenden Hass sei ein mögliches Motiv aber auch ein racher Akt aus persönlichen Motiven.

00:19:56: Es müsse einen Bezug zu Müllheim geben, hat er gesagt.

00:19:59: Vielleicht wohne einer der Täter sogar im

00:20:02: Viertel.".

00:20:03: Zu Beginn des Gesprächs im Polizeipräsidium sagt er uns, dass er über die Käubstraße nicht viel sagen will.

00:20:10: Als wir auf das Thema kommen, sagt er aber dann doch einiges.

00:20:14: Ihn ärgert die Kritik an der Polizei, die nicht selten mit der Behauptung verbunden

00:20:25: war, Der politische Hintergrund in dem Sinne wurde ausgeschlossen, das ist richtig.

00:20:31: Das hat aber auch vorhin der Bundesinnenminister damals gemacht, indem er sich zwei Tage danach vor die Presse gestellt hat und gesagt hat es nicht so, das war nicht unbedingt wir.

00:20:40: Den politischen Hintergrund hätte ich so in dem Maße die Dimensionen damals so nicht gesehen.

00:20:46: Richtig!

00:20:48: Ich bleibe dabei dass wir handwerklich mal keine Fehler gemacht haben.

00:20:51: Das will nur in der Köybstraße geguckt haben, ist auch nicht richtig.

00:20:54: Wer nämlich aufmerksam zuhört hat damals, hat auch gesehen auf dem Marktplatz in Mühleim meine Pressekonferenz oder Presse-Termin gemacht haben, indem wir da präsentiert haben eine Fallanalyse.

00:21:07: In der Rennsklage gesagt wurde, wieso schon zwei Leute?

00:21:10: Zwei befreundete Jungs die da ein Problem auch mit Ausländern haben.

00:21:14: das ist so zumindest dargestellt worden.

00:21:19: Wir haben nicht hier diese politische.

00:21:21: also dass es wirklich dieser Dimensionen hat habe ich damals so nicht gesehen war auch vielleicht nicht unbedingt so zu sehen.

00:21:28: Wie ich es habe, zehn Jahre später und so ist alles ganz einfach zu sagen.

00:21:32: Wir haben natürlich im Umfeld der Opfer geguckt.

00:21:33: das ist aber mein Job das zu tun.

00:21:35: Das gehört dazu!

00:21:36: Wir haben am Mars ja bewusst diese Presse-Termine gemacht wir haben eine Fahne und wir haben fifteenhundert Leute überprüft in dem Umfeld um die ganze Kreuzstraße rum Und da waren das vorrangig sicherlich jetzt keine Türken oder sowas die wir da gesucht haben weil schon klar war wir suchen zwei Wir hatten ja das Video, wir haben sie gehalten selbst Und wir hatten ja Fotos von den Tätern, die zwar schlecht waren.

00:21:58: Aber es war schon klar dass sie so zusammen agieren und dass die ... hätte vielleicht weitgehend Polizei oder Soldaten im Bundeswehr irgendwie weil sie sich schon so eingespielt mit dem Sender und allem da so hin und her gemacht haben.

00:22:12: Deswegen, ähm... Wir haben Damals und wir haben auch hier Bastelwerkstätten, weil sich was Keller im Mülleim alles auf links gedreht.

00:22:20: Und zu gucken finden wir irgendwo etwas wo dieses Ding zusammengebaut worden ist, das wir sicherlich nicht am Schirm hatten dass sie aus Thüringen anreisen oder aus dem Osten mit dieser Bombe.

00:22:29: Da war eher die Idee, die ist hier auch etwas zu gefährlich ist und zum Ding durch die Gegend zu

00:22:33: fahren.".

00:22:33: Tatsächlich sei man ein Jahr nach der Tat auch dem Verdacht nachgegangen dass der Nagelbombenanschlag in Verbindung mit den Morden stehen könnte, die die NSU-Terroristen in ganz Deutschland verübt hatten.

00:22:45: Wir hatten aber keine greifbaren Beweise oder Dinge um da weiter anzusetzen wirklich so drauf hinzuarbeiten.

00:22:54: was ich natürlich nach und vor Infragur oder nicht verstehe es, warum sich keine gemeldet hat auf die Bilder zum Beispiel damals.

00:23:01: Die Bilder waren schlecht aber ich behaupte wenn jemand die Leute diese Personen kannten hätten sie erkennen können auf den Bildern.

00:23:07: da bin ich von überzeugt.

00:23:08: Ich sage jetzt nicht wir haben nicht alles... Wenn man das richtig gemacht hätte ein hundert Prozent dann hätten wir so gekriegt.

00:23:14: Aber in dem was wir handwerklich also dass wir da die Riesenfehler gemacht haben hier nein

00:23:20: Werben.

00:23:20: Markus Weber gefragt, ob er sich ungerecht behandelt gefühlt hat.

00:23:41: Ich bin sicherlich kein rechtsextremerer Mittel einer.

00:23:44: Da habe ich dann ein bisschen empfindlicht, was er vorher gehört

00:23:46: hat.".

00:23:46: Als auf Landes- und Bundesebene die Untersuchungsausschüsse der Parlamente versucht haben den Umgang mit der NSU Terror Serie aufzuarbeiten, hat Markus Weber mehrmals Rede und Antwort gestanden.

00:23:58: Ein Vergnügen war das offenbar nicht!

00:24:01: Der verstorbene grünen Politiker Hans Christian Ströbele habe ihn im Untersuchungsausschuss angeschrien.

00:24:07: Die Polizei habe Opfer als Täter verdächtigt lautete der Vorwurf.

00:24:12: Ich bin einmal in Berlin, zwar mein Düsseldorf gewesen und dann eben nach, weiß ich nicht, zehn bis fifteen Jahren sich da hinzusetzen und dann zu sagen ja aber warum habt ihr nicht dies?

00:24:20: Warum habt ihr das?

00:24:21: Und letztlich die Leute, die diese Fragen stellen haben fachlich keine Ahnung bleibe ich bei.

00:24:27: Das ist natürlich einfach.

00:24:28: Natürlich passieren Fehler werden damals wahrscheinlich auch irgendwas irgendwo nicht ganz richtig gemacht und ich kann auch verstehen... Die Leute das schwierig finden, ja.

00:24:37: Aber ich bleibe dabei dass wir aus meiner Sicht zum einen handwerklich unseren Job gemacht haben keine Fehler gemacht haben.

00:24:45: Wir haben die Dimension sicherlich so nicht erkannt.

00:24:48: Wenn der Ansatzweise also die Dimention ansatzweise für uns klar gewesen wäre Hätten wir vielleicht ein oder zwei Dinge auch noch ein bisschen anders gemacht weiß ich nicht kann ich nie sagen im Nachhinein was wäre wenn Schwierig ist

00:24:59: auch die Aufgabe um die sich Weber seit.

00:25:03: Wenn man das Büro seines Teams im Polizeipräsidium betritt, wird die Dimension der Herausforderungen einer Cold Case Einheit in einer deutschen Großstadt schnell klar.

00:25:14: Die Bürowende sind regelrecht tapiziert mit Fahndungsplakaten, die irgendwann mal veröffentlicht worden sind – sie gehören zu den offenen Fällen um die sich die Ermittlungsgruppe Cold Cases kümmern soll!

00:25:27: Ich würde sagen, fast hundert Plakate mit Bildern von Opfern und Phantomzeichnungen hängen da einige Stammen aus der Zeit wo die Texte auf den Plakaten noch mit Schreibmaschine getippt wurden.

00:25:39: Und man Fotos einfach als schlechte Kopien danebensetzte.

00:25:43: Das was man sieht ist längst nicht alles.

00:25:45: über zweihundert schwere Straftaten im Zuständigkeitsbereich der Kölner Polizei gelten als offene Fälle.

00:25:53: Markus Weber war sich zuerst gar nicht sicher, ob er die neue Aufgabe übernehmen wollte.

00:25:59: Die ihm da in dem Jahr zwei Tausend Zweiundzwanzig übertragen wurde.

00:26:02: Für die Führung war es relativ schnell klar für mich noch nicht so ganz.

00:26:06: Der Weber macht das schon lange der Kenntenteil der Fälle und ist halt der erfahrenste MK-Leiter und der macht das.

00:26:12: Ich habe mich erst ein bisschen schwer damit getan weil aus dem aktuellen Geschäft rauszugehen fand ich jetzt auch nicht so Einfach für mich jetzt, obwohl es, wenn man älter wird natürlich auch schwieriger wird mal so eine Nacht nicht zu schlafen und durchzumachen.

00:26:26: Aber im Nachhinein muss ich sagen war das schon völlig okay.

00:26:29: die Entscheidung zumal das auch hier wieder sind ja die spannenden Fälle letztlich die überbleiben erst in der Ermittlungstechnik schon anspruchsvollere Dinge als so was wir gehen abends mit der Ringe gucken uns komisch an und dann zieht einer Messer.

00:26:44: oder so ist jetzt schwierige und anspruchsvolle Fälle, die da sind.

00:26:52: Dann habe ich eine super Team, das hat super funktioniert.

00:26:54: Das weiß man vorher auch nicht.

00:26:55: wenn man sich die Leuchte hat konnte ja nicht alle jetzt so nach meinem, halt ich kenne, ich such mir das zurecht sondern ich durfte schon ein bisschen mitreden bei der Auswahl aber dass es im Team so gut funktioniert wie es jetzt läuft.

00:27:07: Die Ermittler

00:27:08: haben sich selbst einen Stempel basteln lassen, mit dem sie in roter Farbe den Schriftzug Fall geklärt auf das alte Fahndungsplakat an der Wand stempeln können.

00:27:18: So wie im Mordfall Petra Null, dem sogenannten Karnevalsmord.

00:27:24: Die Aufklärung des Karnevalsmordes aus dem Jahr und ist zweifellos der bislang größte Erfolg der Kölner Cold Case-Truppe.

00:27:34: Vierunddreißig Jahre nach der Ermordung von Petra Null wird der Fall aufgeklärt, er steht exemplarisch dafür was Cold Case Ermittlern Hoffnung macht.

00:27:44: die lange Zeit, die vergangen kann auch eine Chance sein, neue Zeugen zu finden die damals aus Verbundenheit zum Täter oder aus anderen Gründen geschwiegen haben und die man nun mit einem Appell an ihr Gewissen vielleicht doch erreichen kann.

00:28:00: Dazu muss man in die Öffentlichkeit gehen und das hat Weber in diesem und anderen Fällen bei Aktenzeichenix Y im Fernsehen

00:28:07: gemacht.".

00:28:08: Das war ein Fall wo ich der Meinung war wenn dann müssen wir das erstmal so versuchen über die Öffnlichkeit rein.

00:28:14: Da liegt mir Leiche an Karneval auf der Straße.

00:28:17: Wo soll ich bitte den Täter suchen?

00:28:19: Wundernehmen an oder kommt er aus, was er sich öffnet.

00:28:22: München oder aus dem Ausland?

00:28:23: keine Ahnung.

00:28:25: und dann ist natürlich genau das passiert worauf wir immer gerade im Cold Case Bereich immer hoffen.

00:28:30: oder was will man sagen?

00:28:31: ja dass wir Leute erreichen wie halt damals Grund hatten gewisse Dinge nicht zu sagen oder nichts mit der Polizei zu reden um die Dinge sich geändert haben.

00:28:41: Der Hinweisgeber war damals mit dem Täter dann befreundet und hat auch zum einen mal befreündet, weil er vielleicht Angst hatte.

00:28:47: Weil er ihm gedroht hat und ihn vielleicht überlegen war.

00:28:49: so ganz ins letzte Detail hat das natürlich nicht alles erzählt aber man hat jetzt halt keinen Kontakt mehr.

00:28:55: Dann gibt es diesen Film.

00:28:56: da muss man durch das Glück haben dass dieser Mensch genau den Film sieht.

00:29:00: Sonst sind wir jetzt ja auch nicht.

00:29:02: Und dann hat offensichtlich dieser Film ihn dann getriggert oder dazu geführt, dass er da so um ist ja doch was Schlimmes gewesen.

00:29:08: Jetzt muss ich doch mal zur Polizei.

00:29:09: Man muss doch das sagen, was ich weiß.

00:29:12: Man glaubt es kaum.

00:29:13: auch über fünfzig Jahre nach der Erfindung von Aktenzeichen XY scheinen die meist recht einfachen Filmchen in der Sendung immer noch zu funktionieren.

00:29:23: Der hatte während der Sendungen angerufen also der Film war letztlich der Auslöser.

00:29:26: ohne den Ohne den Film hätte er wahrscheinlich heute noch nichts gesagt.

00:29:29: Nach dreißig Jahren von sich aus so einfach kommen mag es auch geben, aber haltet für ihn eher schwierig oder unwahrscheinlicher.

00:29:37: Er war's einfach so dass er dann gesagt hat okay der hat ja angefangen.

00:29:41: Er wollte erst den Namen nicht nennen und hat zwar gesagt die ganzen Umstände weshalb er der Meinung ist das sein Kuppel Dafür in Frage kommt, er hat es ja nicht gesehen, dass sie das

00:29:49: war.

00:29:49: Mit dem Hinweis auf den Mann ließen sich kleine Hautpartikel-Spuren an der Leiche verbinden die zuvor in mühsamer Kleinstarbeit analysiert wurden.

00:29:59: Die Spur allein hätte nicht gereicht weil die DNA irgendwo gespeichert war und nur ein Name den einen Zeugen nennt, der die Tat nicht gesehen hat führt auch nichts zu einer Verurteilung.

00:30:10: Es musste also beides zusammenkommen.

00:30:12: Im Fall von Petra Nohl ist die Aufklärung eines Cold Cases auf spektakuläre Weise gelungen.

00:30:20: Wir haben zur Aufklärion dieses Falls eine eigene Folge gemacht, Petra Nols Tochter hat damals zusammen mit ihrer Anwältin Eva Kuhn ein sehr beeindruckendes Interview bei True Crime Köln gegeben.

00:30:31: Urteil im Karnevalsmordprozess Petra Knowls Tochter über den Leben in Angst heißt die Folge.

00:30:37: Ich hatte immer Angst vor allem also ich.

00:30:41: Mein Vater hat mir immer eingetrichtert, geh nicht im Dunkeln über die Straße.

00:30:44: Geh wenn mitten drauf über die Strasse, nicht an einem Türeingang vorbei.

00:30:46: da könnte man dich reinziehen Wenn ein Auto neben dir hält.

00:30:50: lauf die könnten ich ins auto reinziehen und das hat mich mein ganzes Leben verfolgt auch jetzt noch.

00:30:55: also ist nicht so dass ich da Im dunkel gerne durch die straßen renne.

00:30:59: Ich hatte immer angst und das auch Jetzt noch und jetzt habe ich ein eigenes kind.

00:31:04: Ich glaube, dass ich da auch sehr viel Angst drauf projiziere oder vorhabe, dass ihr mal was passieren könnte.

00:31:11: Einfach weil es so real ist und man weiß das was passiert.

00:31:14: aber bei uns ist es einfach

00:31:16: passiert.".

00:31:17: Das sagte die Tochter von Petra Nohl zu der Frage wie so eine Tat ein ganzes Leben prägen kann.

00:31:22: sie hatte sich vor dem Prozess dazu entschieden als Nebenklägerin aufzutreten.

00:31:27: das sei sie ihrer Mutter aber auch ihrem verstorbenen Vater schuldig gewesen.

00:31:32: So erinnerte sie sich im Gespräch bei True Crime Köln an den Tag der Urteilsverkündung.

00:31:37: Also ich war ja super angespannt, also ich war zittrig alles an dem Tag.

00:31:42: es war ganz schlimm für mich.

00:31:45: Ich konnte nicht abwarten wir standen dann die Kamer kam rein und dann hieß es dass er verurteilt wird, lebenslang.

00:31:56: Und ich bin total in Trennen ausgebrochen.

00:31:58: Ich konnte es nicht fassen!

00:31:59: Ich war total erleichtert und wusste ... Ich hab's überstanden, ne?

00:32:04: So... Ich habe mir insgesamt gedacht, so halb an meine Eltern irgendwie gesprochen, so innerlich, und hab gesagt wir haben's geschafft.

00:32:13: Es war einfach pure Erleichterung.

00:32:15: Einfach das ja, dass ist jetzt zu Ende ist.

00:32:22: dass der Angeklagter auch verurteilt wird.

00:32:24: Das Überführen eines Täters durch Weber und sein Team allein reicht eben nicht, er muss am Ende auch von einem Gericht verurteilten

00:32:33: werden.".

00:32:34: Der Umgang mit den Angehörigen die nach Jahrzehnten damit konfrontiert werden, das die Polizei einen Fall neu aufrollt ist nicht einfach.

00:32:42: Also wir versuchen natürlich in jedem Fall mit, wenn die Öffentlichkeit gehen vorher die Angehörung darüber zu informieren.

00:32:47: soweit Sobald die noch leben, sobald sie mit dem Kontakt herstellen können.

00:32:52: Weil wir natürlich nicht wollen, dass die auf einmal eine Zeitung lesen.

00:32:55: Auch jetzt fangen die wieder an.

00:32:56: Das würden wir dann schon Färberik den Leuten sagen wollen.

00:33:00: Für die ist das schon ... Die hat ja klar am Anfang auch geweint, was wir da waren zum ersten Mal oder die kann es erst mal überlegen.

00:33:09: Wie?

00:33:09: Das kann ja gar nicht sein und was soll denn jetzt noch geben und sowas.

00:33:13: Und dann muss man natürlich auch immer ein bisschen aufpassen.

00:33:16: Dann können sie sagen, wir fangen jetzt wieder an und gehen zu XY.

00:33:19: Aber vor sich kann auch sein dass das alles überhaupt nichts bringt.

00:33:23: Hier hat es super funktioniert.

00:33:24: Danach war sie natürlich erst recht für Sie war dann für die Angehörigen war dann wichtig, dass der verurteilt wird.

00:33:30: wenn er nicht verurtenen wäre.

00:33:31: Das wäre ein Riesenproblem geworden glaube ich für die Tochter, danach ist mir nach dem Verkündung kurz um den Hals gefallen weil wir einen ganz zeitsicher Kontakt hatten.

00:33:43: Also das ist schon schwierig für die Eingörger, aber es bedeutet sehr viel.

00:33:46: Das ist auch einer der Hauptaspekte.

00:33:48: Es gibt auch Fälle eins vereinzelt von einem weiß ich nicht von uns sondern von anderen Coldcase-Truppe wo es tatsächlich immer so war dass Im ersten Kontakt sich das in zwei Stunden beschimpfen lassen, mussten von eingeregen und für den Motto ihr habt ja jahrelang nichts gemacht.

00:34:07: Man könnte sich vorstellen dass es Familien gibt die überhaupt keine Ermittlungen mehr wollen wenn sie möglicherweise jahrelang getrauert und das geschehen verarbeitet haben.

00:34:16: Das ist den Kölner Cold Case-Ermittlern allerdings noch nicht passiert.

00:34:20: Wenn

00:34:20: jemand vor mir aus über Jahre auch damit gelebt hat.

00:34:23: vielleicht Irgendwas muss doch und wie war es.

00:34:26: Und hat das jetzt bei sich abgeschlossen?

00:34:28: So, jetzt muss ich damit abschießen, damit ich zur Ruhe komme oder damit ich mein Leben weiterleben kann... ...und dann kommt die Polizei und fängt wieder von vorne rein an.

00:34:34: Kann nicht mehr vorstellen dass das durchaus mal jemand sagt ne lasst mich in Ruhe damit!

00:34:38: Aber das habe ja auch schon meine Lokalzeit glaube ich aufgesagt.

00:34:41: Ich kann jetzt keinen Mörder laufen lassen nur weil die haben geäugt was sie nicht wollen.

00:34:44: Jede neue Spur verbindet sich mit dem Risiko, dass am Ende doch alles umsonst sein könnte.

00:34:50: Selbst wenn klar ist wer vor Jahrzehnten einen anderen getötet hat bedeutet das nicht, dass er auch ins Gefängnis muss.

00:34:57: Nur Mord, verjährt in Deutschland nicht.

00:35:01: Wird statt Mord vom Gericht nur ein Totschlag festgestellt?

00:35:05: Reicht das nicht!

00:35:06: Denn Totschlag verjert nach deutschem Recht nach zwanzig

00:35:09: Jahren.".

00:35:10: In manchen Fällen ist das Risiko vielleicht relativ groß ja.

00:35:12: Es gibt auch Fälle wo ich sage Null zum Beispiel ist für mich relativ klar gewesen dass das kein Totschlag ist.

00:35:19: dann ist es schon so brutal vorgegangen und greift diese Frau auf einer Straße an.

00:35:24: also da steckt schon mehr hinter um hat sich auch Vorgericht gezeigt, dass es da ausreicht.

00:35:29: Aber wir haben sie auch anders erlebt.

00:35:30: Der erste Fall den wir vor Gericht hatten ist ja freigesprochen worden.

00:35:34: Er hat sogar gestemmeltes Abgelicht vor Gerichte.

00:35:36: Weber spricht hier von einem Fall aus dem Jahr nineteenhundertsehneundachzig der sechsunddreißig Jahre später vor dem Kölner Landgericht verhandelt wurde.

00:35:45: Auch auf dieses alte Verhandlungsplakat mit Zeugenaufruf im Büro der Ermittler ist der Schriftzug fallgeklärt gestempelt worden.

00:35:53: doch der Täter ist ein freier Mann.

00:35:56: Jahrzehntelang lebte er unentdeckt mit seiner Schuld.

00:36:00: Im März, in dem mann dem späteren Opfer in dessen Wohnung an der Sobelratter Straße in Ehrenfeld ging.

00:36:09: Der Mann, den er da begleitete war dann am nächsten Tag erschlagen aufgefunden worden Erlebte noch ist später an den Verletzungen gestorben.

00:36:18: Täter und Opfer hatten sich in einer Kneipe kennengelernt und zusammengetrunken.

00:36:24: im weiteren Verlauf des Arztes abends ist man dann in die Wohnung des Opfers gegangen.

00:36:28: Was sich da abgespielt hat, konnte nicht geklärt werden.

00:36:32: Die Ermittler gingen von einem versuchten Raubmord aus.

00:36:36: der beschuldigte Sprachvorgericht von einem Streit, der eskalierte das Opferabin bedrängt.

00:36:41: Da habe er sich gewährt und zuschlagen.

00:36:44: Weil die Beweise fehlten wurde vor Gericht aus einem versuchtem Mord ein versuchter Totschlag.

00:36:50: damit war die Sache verjährt.

00:36:52: Der Angeklagte und sein Anwalt vertraten eine Version der Geschehnisse, die am Ende trotz eines Geständnisses einen Freispruch zur Folge hatte.

00:37:01: Wir sind auch davon überzeugt.

00:37:02: Ich persönlich bleibe dabei, dass das ein versuchter Raubmord war.

00:37:05: Und er hat ihm das Geld da weggezogen.

00:37:07: nach dreißig Jahren das noch mal so nachzuweisen vor Gericht.

00:37:10: Dass es auf Vorgericht dann dazu führt, dass die davon überzeugend ist natürlich schwierig.

00:37:15: Wenn das Opfer noch gelebt ... Er hat's ja damals überlebt.

00:37:17: Er ist erst ein paar Jahre später gestorben.

00:37:20: Ich glaube wenn er noch gelebte Und im entsprechenden Aussage wäre das wahrscheinlich anders ausgegangen.

00:37:25: Also glaube ich, das ist aber nicht wie gesagt jemand unseren Job und den Rest müssen dann die Osten machen.

00:37:31: Das können wir ja da nicht beeinflussen.

00:37:35: Ich glaube dass es da ein sehr cleverer Schachzug auch des Anwalts war weil er dann auf einmal im letzten Moment der Aussage kam Ja okay ich habe den geschlagen Aber ich hab den geschlungen weil er mir in die Wäsche wollte.

00:37:47: Dann ist das ja nichts geplantes oder nix heimtückisches.

00:37:50: In dem Sinne kann man vielleicht noch ein bisschen niedriger im Weg runde, aber dann wird es schon schwierig.

00:37:56: Wenn man sich in der Streit passiert, ist das meistens nur ein Anführungszeichen Totschlag.

00:38:02: Stellt euch auch die Frage, ob es richtig ist, dass ein Totschlag verheert macht.

00:38:06: Das Totschlag nach zwanzig Jahren verheerd findet Weber falsch!

00:38:10: Natürlich ist nochmal ein Unterschied zwischen Totschlag und Mord.

00:38:13: Ja klar, es ist ein Mord noch wesentlich schlimmer, insbesondere wenn dann bestimmte Dinge eine Rolle spielen, lieber Schalabin, dass er sexualdedikt ist.

00:38:20: Das ist natürlich auch mal vielleicht ne andere Nummer aber wenn man jemand umbringt warum soll das nach zwanzig Jahren auf einmal vorbei sein?

00:38:26: Markus Weber ist nicht der Einzige der sich gegen eine Verjährungsfrist bei Totschlag ausspricht.

00:38:31: Auch das haben wir bei True Crime Köln immer wieder mal thematisiert.

00:38:35: Es gibt schwere Fälle schlimme Gewalttaten wo man sich nur schwer mit so einer anfreunden kann.

00:38:42: Hier hat der Gesetzgeber aber bislang keinen Handlungsbedarf gesehen, in anderen Bereichen haben sich die Rahmenbedingungen für die Polizeiarbeit verändert in den letzten Jahrzehnten.

00:38:52: das betrifft Recht und Gesetz, aber auch die gesellschaftliche Stimmung.

00:38:56: Das sagt Markus Weber.

00:38:57: auf die Frage was sich während seiner langen Dienstzeit verändert hat?

00:39:01: Ja es hat sich natürlich vieles verändert fängt schon an mit der Uniform zum Beispiel die sich verändert hat zum Glück reichener Weil unsere alte Uniform jetzt nicht so beliebt war bei uns grundsätzlich, also bei den Kollegen.

00:39:14: Es hat sich ja insgesamt vieles verändert der Polizei gegenüber.

00:39:17: ich glaube ich habe selber zwei Jahre in der Innenstadt-Dienst gemacht, Streifendienst möchte ich heute glaube ich nicht mehr machen weil die Akzeptanz oder der Respekt gegenüber der Polizei sicherlich schwierig geworden ist wenn man das sieht wie die Betroffenen dann auch mit der Polizei umgehen teilweise oder dass jeder ein Handy zückt wenn man irgendwas macht und Meint damit beweisen zu müssen, dass die Polizei wieder was falsch gemacht hat.

00:39:40: Das sind so schwierige Umstände das glaube ich hat sich schon sehr verändert.

00:39:44: insgesamt wie es hat zehn war ja auch wenn Rettungskräfte und Polizeikräfte eingreifen werden dann sei es Silvester oder ist das gab's in dem Maße?

00:39:52: Gabs das damals mal nicht wenn wir Mitte der achtziger Reden als Streife gefahren bin?

00:39:56: Ja da war das.

00:39:57: definitiv gab's so Dinge nicht.

00:40:02: Und ansonsten haben sie natürlich gerade im Bereich jetzt im Bereich Mordkommission nehmen, hat sich durch die Entwicklungen digitale Technik und sowas hat sich natürlich vieles verändert.

00:40:13: Dass wir heute auch im Bereich mordkombitionen halt sehr viel mehr mit Datenauswertung arbeiten können und müssen.

00:40:21: Weil man gibt zwei Seiten im Herzen.

00:40:23: Das bringt natürlich auch was!

00:40:26: Daten vieles erreichen, sei es Handy-Daten oder sei es andere irgendwelche Geräte oder Autos die man auswerten kann heutzutage ja wo man sieht was sich von der Tür aufgegangen ist und wann die Tür zugegangen ist.

00:40:37: Nichts bei den modernen Autos Handy Auswertungen die natürlich vieles beinhalten sei es vom WhatsApp Chat über auch Gesundheitsdaten oder andere Daten im Hintergrund teilweise Und die Andere Seite ist das natürlich ein Riesenarbeitsaufwand ist und noch Kräfte bindet und dass man damit halt unter Umständen schon auch länger an diesen Fällen noch zumindest was diese Auswertung betrifft.

00:41:00: Natürlich haben wir damals, wie ich gerade es auch den Jahr lang in dem Fall gearbeitet aber da waren halt andere Dinge im Fokus noch um.

00:41:07: man konnte damals auch mehr mit Vernehmungen vielleicht nur machen klassische dinge die natürlich heute auch laufen habe.

00:41:12: die gesetzlichen Voraussetzungen sind teilweise geändert worden so dass Beschuldigte nicht mehr so einfach zu vernehmen sind gerade in unserem Bereich bei Stürzungsdelikte weil eben von vornherein in bestimmten Fällen ein Anwalt dabei sein muss.

00:41:27: Da wird gar nicht mehr gefragt, ob der schuldig das möchte oder nicht, sondern er muss dabei sein und dann ist natürlich vielfach auch Vernehmung getrifft Ende.

00:41:35: Und anwalt das vom Vornerein nicht zulassen wird, dass einem man dann naus sagen macht ohne dass der Anwalten Akte, wo ihr es gesehen habt.

00:41:42: ja also das sind schon Dinge die sich auf jeden Fall verändert haben und sind ganz klar.

00:41:47: Der Ermittler als Datenauswärter, das entspricht nicht dem Bild dass uns die Fernsehkommissare vermitteln.

00:41:54: welche Rolle spielt er noch?

00:41:55: das Bauchgefühl?

00:41:56: Die Intuition eines erfahrenen Polizisten?

00:41:59: Es kommt ihm oft den Fall an.

00:42:00: es wird nach wie vor Fälle geben wo man schon auf Intuition oder gucken muss.

00:42:05: wo geht's jetzt lang?

00:42:06: welcher Richtung schlagen wir ein Wo ermitteln werden wo ermittelt wenn ich Da ist sicherlich durchaus noch Erfahrung oder Intuition gefragt, auf jeden Fall.

00:42:17: Die andere Seite ist einfach mit den Daten... die sind ja da diese Daten!

00:42:20: Also da muss man dann auch auswählen, da wird das Gericht später oder die Staatsanwaltschaft verlangen dass sie einfach ausgewertet sind um sich dann insbesondere vor Gericht spät an genaues Bild machen zu können.

00:42:31: für eine mühliche Verurteilung.

00:42:33: Es gibt auch Verurteilungen, wo einer nichts gesagt hat.

00:42:36: Ohne Vernehmung ohne Geständnis wird er trotzdem verurteilt wenn die Lage eindeutig ist.

00:42:41: Da helfen dann die Daten wieder weiter.

00:42:44: Die es früher in dem Maße nicht gab.

00:42:46: Gibt ja so banale Beispiele, das haben wir immer schon mal erwähnt, wenn jetzt nicht so ein Staubsauger durch die Gegend fährt und da liegt hier eine Leiche, da bleibt eine leichte Hänge, da kann ich feststellen, wann ist der an dieser Leiche hängen geblieben?

00:43:02: Und heute kann man ja im Kühlschrank überall sind, irgendwelche Karten oder Dinge drin wo man da rausziehen kann.

00:43:09: Andererseits muss man aber auch sehen dass die Leute, die immer meinen wir würden alle möglichen Daten sammeln und machen und tun und auswerten was der völlige Quatsch ist weil wenn die Polizei nur alle Daten sammel und auswerten würde die da irgendwo zur Verfügung stehen dann kämen wir nicht mehr dazu unsere Arbeit zu machen.

00:43:25: also wir benutzen solche Daten natürlich aber dann falls etwas passiert ist um das auch zu klären Aber jetzt nicht im Bereich Mordkommission, dass wir vorher schon was weiß ich als Telefondatensammeln oder sonst was machen.

00:43:38: Dann würden wir uns ja selber einen Namen legen weil es eben so viel geworden ist auch an Daten.

00:43:42: Das wird ja immer mehr und funktioniert da eigentlich diese ganzen Daten alle.

00:43:46: Das klingt danach als wenn es immer schwieriger würde mit einem Mord davon zu kommen in einer Welt wo wir alle immer zu irgendwo unsere Daten hinterlassen.

00:43:56: Es ist natürlich nach wie vor bei Tötungsdelikten so, dass wir sehr viele Delikte haben die Beziehung.

00:44:01: Also dass es irgendeine Beziehungen gibt zwischen Tätern und Opfer.

00:44:03: Und sobald ich diese Beziehenden feststelle oder habe kann ich das auch relativ einfach in Handragszeichen vielleicht auch nachweisen, dass da eine Beziehion gab und dann noch die Tat nachweisen.

00:44:15: Ja, das ist natürlich immer schwierig und deswegen gibt's auch diese Fälle, die offen sind im Cold Case Bereich.

00:44:19: jetzt wenn es keine beziehung zwischen Täter- und Opfern gibt Schwierig und da können diese Daten dann durchaus hilfreich sein.

00:44:28: Aber es gibt auch die Fälle, wo wir die Daten auch nix nutzen wenn ich in einer so ein Kiosk rein rennt und dann da auf einmal wild um sich schießt jetzt mal übertrieben ausgedrückt oder ein Messer zieht oder ähnliches und aus irgendeinem Grund.

00:44:43: Es gibt ja auch diese Leute die hören den Stimmen Ja, wir völlig krank sind, sag ich mal.

00:44:49: Und dann nützt man das genau alles nichts mit den Daten.

00:44:51: Da hilft mir vielleicht eine Videoüberwachung, die es heute auch mehr gibt als früher.

00:44:55: Verändern über so lange Zeit könnte sich der Blick auf die Mitmenschen.

00:45:00: Was sagt der Mordeimittler nach jahrzehntelanger Konfrontation mit dem Bösen über seine Mitmenschen?

00:45:06: Verliert man über so einen langen Zeitraum den Glauben an das Gute, wenn man immer wieder sieht wozu Menschen fähig sind.

00:45:13: Also ich glaube es gibt nichts was nicht gibt.

00:45:15: ja Das ist eine Geschichte.

00:45:16: aber ob das jetzt nur mit Mordkommission oder Polizeiarbeit zu tun hat Wenn ein einem anderen Bereich Polizei sei Skippo muss vielleicht noch ganz andere Dinge gibt die wir als MordKommission zum Glück nicht erleben Kinderpornografie und sowas.

00:45:30: Aber das kriegen wir natürlich auch mit.

00:45:31: Das Ding ergibt, wenn man so lange bei der Polizei ist und in dem Bereich Kriminalpolizei dann weiß mir schon, dass es nichts gibt was es nicht gibt eigentlich ja im verschiedensten Menschen und andererseits kenne ich auch genug Menschen die sehr nette freundliche Menschen sind und mit denen man gut umgehen kann.

00:45:51: insgesamt hat sich diese wie ich das eben schon sagte verändert glaube ich sowas dieser Respekt gegenüber der Polizei oder auch diese Ausschreitungen an Silvester und sonst was da alles läuft.

00:46:02: Warum das?

00:46:03: Keine Ahnung, ich kann mir das nicht so ganz erklären.

00:46:05: Das fängt ja schon mit Trennigkeiten an.

00:46:06: Sei es ein Dreck am Bahnhof hier oben können wir auf dem Trimm- und Scheiße gucken gehen wie der Bahnhof da aussieht da oben.

00:46:12: Warum dass so sein muss weiß ich nicht.

00:46:15: Ich habe da kein Verständnis für Kann das aber nicht ändern!

00:46:18: Ich glaube es war damals nicht so schlimm.

00:46:20: ob das jetzt... Wir sind damals vielleicht anders erzogen worden Grundsätzlich mal.

00:46:25: Aber das sind so gesellschaftspolitische Dinge, da bin ich auch kein Mensch.

00:46:31: Das wird Weber nun als pensionär und normaler Bürger weiterbeobachten.

00:46:36: Die Kollegen die ohne ihn weitermachen sollen nicht damit rechnen müssen dass er als ungebetener Ratgeber im Türrahmen steht sagt er.

00:46:44: Möglichst viele Code-Cases aufzuklären bleibt das Ziel der Kölner Polizei dann mit einem neuen Chef des Teams.

00:46:52: Es ist schwierig, die Arbeit dieses Teams nach rund vier Jahren Erfahrung mit den neuen Einheiten zu bewerten.

00:47:00: Zwei Gerichtsverfahren von denen eines mit einem Freispruch wegen Verjährung endet – das klingt nach nicht viel.

00:47:06: aber man weiß auch nicht wie nahe die Ermittler in anderen Fällen den mutmaßlichen Tätern bereits gekommen sind.

00:47:13: Das Wichtigste ist wohl die Botschaft, dass man nicht aufgibt.

00:47:16: Kein Täter soll sich sicher fühlen auch wenn seine Tat Jahrzehnte zurückliegt.

00:47:22: doch natürlich stellt sich auch die Frage nach den Grenzen dieser aufwendigen Ermittlungsarbeit.

00:47:29: muss man nicht doch im ein oder anderen Fall irgendwann aufgeben?

00:47:32: Irgendwann

00:47:33: muss man natürlich sagen, wenn das mal sechzig Jahre alt ist oder so oder auf fünfzig und alle beteiligten Tod sind inklusive Täter Opfer und Angehörige sowas dann macht es auch keinen Sinn mehr, dass diese ganzen Ressourcen da reinzustecken.

00:47:46: Ja klar das muss man dann auch mal akzeptieren irgendwann.

00:47:51: aber so lange da noch was geht.

00:47:53: und ich glaube schon wenn man jetzt mal guckt Niederlande oder andere Länder gibt es schon Jahre Jahrzehnte teilweise feste Einheiten auch richtige Dienststellen die sich damit befassen Und jetzt geben sie vielleicht auch die Fälle früher ab von der Mordkommission in den Cold Case sogenannten Cold Case Bereich.

00:48:10: Aber macht in meiner Meinung nach schon sehr viel Sinn, diese Dinge weiterzutreiben.

00:48:15: Jeder für dieser Täter sollte schon damit rechnen, wenn es morgen klingelt kann das auch die Polizei

00:48:20: sein.".

00:48:21: Was macht Markus Weber als Pensionär?

00:48:24: Ein Buch wie manch anderer Kollege will er nicht schreiben sagt er.

00:48:28: Als Ex-Ermittler mal Stadtführungen zu machen wäre aber durchaus eine Option.

00:48:33: Ansonsten könne man ihn sicher oft auf dem Golfplatz erleben.

00:48:37: Zum Golfspielen habe ich in den vergangenen Jahren Zu wenig Zeit gehabt.

00:48:42: Das war's für heute.

00:48:43: Gerne mache ich noch mal Werbung für die True Crime Folgen, die sich mit den Fällen, die wir heute angesprochen haben ausführlicher Beschäftigten.

00:48:51: Urteil im Karnevals-Mordprozess Petra Nulls Tochter über den Leben in Angst.

00:48:55: heißt die eine seit April, ist sie im Netz.

00:49:00: Der Fall war auch Thema in der Folge Spurensuche gegen das Vergessen, in der es um die Arbeit der Cold Case Ermittlergruppe ging.

00:49:09: Damit man nicht lange suchen muss setzt sich ein Link in die Show-Notes.

00:49:13: Das gilt auch für unsere Folge über den Nagelbombenanschlag in der Kolbstraße, die hat im Titel eine Straße unter Generalverdacht.

00:49:22: Diese ist seit Juni, zwei tausend vierundzwanzig online.

00:49:26: Besonders ausführlich haben wir uns mit dem Anschlag auf Köln's Oberbürgermeisterin Henriette Reker befasst.

00:49:31: Da findet man im Netz Die Fünfteilige Mit dem Theodor Wolf preisbelohnte Podcastreihe Attentat am Blumenstand und wer es noch nicht gehört.

00:49:41: Auch zum Dreifachmord in Oberrad haben wir bei True Crime Köln schon eine Episode

00:50:08: gemacht.

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