Wie ein Phantom: Serienvergewaltiger versetzt die Stadt in Angst
Shownotes
Jahrelang kommt ihm die Polizei nicht auf die Spur, dann hilft ihr der Zufall. Ein wegen Vergewaltigung vorbestrafter Mann überfällt Frauen auf Parkplätzen und an Tankstellen. Er bricht in Wohnungen ein, wo er auf seine Opfer wartet. Die Frauen werden vergewaltigt und beraubt. Als klar wird, dass ein Mann für mehrere Taten verantwortlich ist, geben ihm die Medien den Namen „Sex-Phantom“. Er hinterlässt keine Spuren, die Frauen können ihn nicht beschreiben. Dass er schließlich doch gefasst wird, ist einem aufmerksamen Polizisten zu verdanken, der sich an die Tat erinnert, die das „Phantom“ schon einmal ins Gefängnis gebracht hatte…
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Transkript anzeigen
00:00:01: True Crime Köln, der Podcast des Kölner Stadtanzeiger über wahre Verbrechen, spannende Geschichten und spektakuläre Fälle.
00:00:13: Ein Mann zieht durchs rechtsrheinische Kölnen um Frauen zu überfallen und zu vergewaltigen.
00:00:19: Er versteckt sich auf Parkplätzen, bricht in Wohnungen ein – als klar wird das mehrere Taten auf das Konto eines einzeln geht, wird er zum Sex-Phantom!
00:00:29: So nennen ihn die Boulevardmedien der Stadt.
00:00:31: Ein Mann, der aus dem Nichts auftaucht und bei seinen Taten offenbar keine Spuren hinterlässt.
00:00:38: Immer wieder schlägt er zu auf Parkplätzen in Waldwegen in einer Brandruine aber auch dort wo sich Menschen in der Regel völlig sicher fühlen in den eigenen vier Wänden.
00:00:48: Jahrelang kann der Serientäter Kölnerin überfallen ohne dass ihm die Polizei auf die Spur kommt.
00:00:54: Schließlich hilft ihr der Zufall.
00:00:59: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von True Crime Köln, der Podcast Reihe aus der Redaktion des Kölner statt Anzeiger über wahre Verbrechen aus Kölnen und der Region.
00:01:08: Wir sprechen heute über einen Sexualverbrecher, der über Jahre in Kölne Frauen überfallen hat.
00:01:15: Ein True Crime Podcast über einen Serienvergewaltiger zu machen, das ist nicht ganz einfach.
00:01:20: Das liegt am Thema aber es liegt vielleicht auch daran dass hier gleich Männer über einen Straftatbestand reden wo in fast allen Fällen das Geschlecht bestimmt wer Täter und wer Opfer ist.
00:01:32: Die aktuellen Debatten über sexuelle Gewalt im Internet oder der aufsinneregende Fall der mutigen Französin Giselle Pelicot zeigen wie brisant das Thema ist.
00:01:43: Und in diesem Zusammenhang sag ich es gleich am Anfang, dass Männer auf die Aussagen von Frauen, die sich trauen nach Missbrauch und sexueller Gewalt in die Öffentlichkeit zu gehen mit respektlosen Beschimpfungen und dem Versuch der Dinnunzation reagieren – das ist widerlich und
00:01:58: beschämend.".
00:02:00: Die Taten über die wir heute bei True Crime Köln sprechen liegen über dreißig Jahre zurück.
00:02:06: Ob wirklich alle Überfälle bekannt geworden sind, weiß man nicht.
00:02:10: Denn damals wie heute ist es so, dass längst nicht alle Opfer einer Vergewaltigung nach der Tat zur Polizei gehen.
00:02:17: Das Bundeskriminalamt und das Bundesfamilienministerium gehen in eine aktuelle Studie davon aus, kommen neun bis zehn weitere von denen man nichts weiß, soviel vorab.
00:02:42: Wir gehen zurück in den April, nineteenhundertneunzig.
00:02:46: Das schrieb der Kölner Stadtanzeiger nach einem erneuten Überfall auf eine junge Kölnerin in Deutz.
00:02:53: Mit einem Messer zwang gestern morgen gegen zwei Uhr am Kennedy-Ufer ein Mann die neunzwanzigjährige Frau hinter das Steuer seines Autos und dirigierte sie in die Nähe des Tanzbronnens.
00:03:03: Dort festelte er sie und verband ihr die Augen.
00:03:06: Nachdem er die Frau ohne Widerstand vergewaltigt hatte, ließ der Mann sie wieder frei.
00:03:10: Seine weiblichen Opfer haben ihn in der Mehrzahl nur als schreckliches Phantom in Erinnerung.
00:03:15: Mehr als zwanzig vollendete oder versuchte Vergewaltigung im rechtsrheinischen Köln.
00:03:19: So die Polizei könnten seit nineteenhundertsiebenundachtzig auf das Konto eines Mannes gehen, der wahrscheinlich nach mehr als einjähriger Pause am Mittwoch wieder zugeschlagen hat.
00:03:30: Das Muster der Tat lässt auf den großen Unbekannten schließen Den wir seit dreieinhalb Jahren suchen, sagt ein Polizeisprecher.
00:03:37: Nur wage Angaben zur Person können die Opfer des vermutlichen Serientetters machen.
00:03:41: Entweder über viel ein Maskierter die Frauen oder der Täter verband ihnen blitzschnell die Augen.
00:03:46: Die Frauen wurden jedes Mal gefesselt – einen etwa-fünfzwanzigjährigen schlanken Mann mit Brille, etwa-einzachzig groß glauben die Frauen übereinstimmend erkannt zu haben.
00:03:55: Meist wurde die sexuelle Absicht mit einem Raub verbunden.
00:03:58: In sechs der bekannt gewordenen Fälle stieg der Teter über eine Leiter in Wohnungen ein.
00:04:03: Im August, in der Finkster-Wohnung wurde eine thirty-jährige Frau von einem Unbekannten aus dem Schlaf gerissen und vergewaltigt.
00:04:11: Mindestens acht Frauen wurden meist auf Parkplätzen an ihren Autos angegriffen.
00:04:16: Ein wirksam Schutz gegen solche Täter, so die Polizei, gebe es nicht.
00:04:23: So weit die Berichterstattung aus dem April, deklar!
00:04:29: sucht einen großen Unbekannten, wie sie selber sagt.
00:04:33: Die Medien nennen ihn ein
00:04:35: Phantom.".
00:04:36: Peter Schneiders ist heute zu Gast im Podcaststudio des Kölner Stadtanzeiger.
00:04:40: Er war schon mal bei uns zu Gast.
00:04:43: zwei der Fälle, die ich mit ihm hier erzählt habe gehören zu den meistgehörten Folgen von True Crime Köln.
00:04:50: Der Fall Rebecca wie ein V-Mann einen Mörder überführte belegt in der Top Ten der beliebtesten folgen Platz Zwei und der Armbrustmord von Pfaffendorf liegt zum Zeitpunkt der Aufnahme dieser Folge auf Platz sieben.
00:05:04: Peter Schnieders ist der ehemalige Leiter des Kölner Kommissariats für Tötungsdelikte.
00:05:10: Einige seiner Fälle hat er für zwei Bücher noch einmal aufgearbeitet.
00:05:14: Mittlerweile ist er seventy- acht Jahre alt, drei und vierzig Jahre war er bei der Polizei davon, sechsunddreißig Jahre bei der Kriminalpolizei.
00:05:24: Den Fall um den es heute geht, hat er bearbeitet als er beider Sitte war.
00:05:29: Das ist immer noch ein ziemlich seltsamer Begriff finde ich.
00:05:33: Gibt es im Begriff bei der Polizei überhaupt noch?
00:05:35: Also intern gibt's dann glaube ich nicht mehr.
00:05:37: Das gibts schon seit Jahren nämlich nicht mehr, weil auch von der Organisation her sich vieles verändert hat, also dadurch dass der große Fall ausbergt Schlappbach wo der Missbrauchsfall zum nachts sehr vieler Kinder aufgeflogen ist, hat man die Dienststellen getrennt.
00:05:53: das gibts eine spezielle Dienststelle die nur diese Dinge macht, also Kinderpornografie.
00:05:57: Und es gibt dann eine Dienststelle, die frühere Sitte, die heute Vergoaltigungen und Missbrauch von Kindern und Frauen
00:06:04: machen.
00:06:04: Man spricht dann von Sexualdelikten eher?
00:06:06: Genau!
00:06:07: Sitter hat sowas moralisch Wertendes.
00:06:09: Ja das war ja auch ein Begriff der aus der Nazi-Zeit übergeleitet worden ist.
00:06:13: Sitter war immer so'n bisschen behaftet.
00:06:14: Auch damals als es noch den Paragraf hundredfünfundsiebzig gehabt hatte, da war er auch Sitter.
00:06:18: Er wurde immer so etwas anruhig... Die schnürfelten überall angeblich rum in fremden Schlafzimmern und so.
00:06:24: Also das wollte man lange, lange ablegen.
00:06:27: Wir sprechen über Verbrechen eines Serientators, verbrechen aus dem Jahr ... ... von mindestens twenty-fünfundzwanzig Opfern die Rede.
00:06:38: Wie hat diese Serie angefangen?
00:06:39: Was war die erste bekannte Tat?
00:06:42: Also da bin ich jetzt ein bisschen überfragt, weil die erste Bekannte tat habe ich gar nicht miterlebt.
00:06:46: Ich hab eine ganze Reihe dieser Taten nicht mittelebt, weil ich gar nichts in diesem Kommissariat gearbeitet habe.
00:06:52: Ich habe es später da gearbeitet und sehr spät bin ich in diesem Fall eingestiegen, also schon mindestens zwölf oder dreizehn Vergewaltigungsumnachten von Frauen gehabt.
00:07:03: In Ihrem Buch in der Erzählung beginnen Sie mit einem Fall, der auf einem Park and Ride Platz im Kölner Osten spielt?
00:07:10: Was war da geschehen, erzählen Sie mal!
00:07:12: Also dieser Parkplatz mittlerweile auch sehr gut ausgeleuchtet.
00:07:15: Wacher damals zu der Zeit wohl noch nicht hat er Wie er später auch erzählt hat, hat immer beobachtet wie Frauen nach Hause gingen die aus der Bahn ausgestiegen sind und dann hat er geguckt.
00:07:27: Sind sie alleine?
00:07:28: Gehen die alleine?
00:07:29: wo gehen die hin?
00:07:30: Welches Auto benutzen Sie?
00:07:31: Hat also eine ganze Zeit lang gebraucht um sich da das Opfer auszusuchen hätte ein bestimmter Typ Frauen auch favorisiert Und er hat dann gewartet, bis die Gelegenheit günstig war und eine Frau alleine auf das Auto zuging.
00:07:44: Er hat sich der Frau genähert und sie hat sich reingesetzt mit ein Messer bedroht.
00:07:50: Sie hat dann gelockt und später die Frau vergewaltigt.
00:07:54: Hat sie auf den Beifahrersitz gezwungen?
00:07:57: Er hat alles dafür getan, dass sie ihn nicht sieht.
00:08:00: Das ist wichtig zu wissen, weil das so eine der verbindenden Linien, in allen Taten eine Rolle spielt.
00:08:05: Er hat immer dafür gesorgt, dass man ihn nicht so frontal sieht.
00:08:08: Er hat auch andere Dinge gemacht.
00:08:10: Da kommen wir später noch mal drauf zu sprechen.
00:08:12: Er hatte sich sehr umsichtig verhalten.
00:08:14: Das lag wahrscheinlich auch daran, dass er eine Vergangenheit hatte.
00:08:18: Der war ja meine Zeit lang inhaftiert wegen Vergewaltigungen.
00:08:21: Auch verurteilt worden für Gewaltigung und er hat sich danach auf zumindest ein Sogen gestellten, was er nicht direkt identifizieren kann.
00:08:29: Die Frau ist damals zur Polizei gegangen, hat die Tat angezeigt aber es gab eigentlich kaum Hinweise und keine Spuren.
00:08:35: Was macht man dann als Ermittler in so einem Fall?
00:08:37: Das ist sowieso immer ein ganz schwieriges Thema mit den Spuren.
00:08:40: Bei Vergewaltigungen geht man immer davon aus, dass es Spuren gibt.
00:08:43: Mit Körperflüssigkeiten könnte man sicherstellen aber wenn der Täter eine Vorsorge trifft, ist das sehr schwierig.
00:08:49: Er hat einen Kondom benutzt?
00:08:50: Er hat immer einen Kandom benutzen und dann hat man nur die Chance möglicherweise an der Kleidung noch Spuren zu sichern sind.
00:08:58: Wir hatten damals keine Möglichkeiten DNA zu sicheren und auch so auszuwerten sondern nur Phaserspuren.
00:09:05: Und da hat man, glaube ich damals auch bei der Sitte noch nicht so großen Wert darauf gelegt dass man viele Spuren sichern kann.
00:09:13: DNA ging noch nicht weil es technisch noch nicht ging?
00:09:15: Ja,
00:09:16: technisch.
00:09:16: Man konnte natürlich Körperflüssigkeiten sichern aber dann wäre allenfalls noch eine Identifizierung über mögliches Blut möglich gewesen.
00:09:25: das war ja damals schon in der Tat auch möglich.
00:09:29: Das Thema Sicherheit für Frauen an vielen Orten in der Stadt, das war damals ein wichtiges Thema ist es glaube ich bis heute geblieben.
00:09:39: noch ein größeres Thema geworden zu sein.
00:09:41: Man spricht oft davon, dass so ein Sicherheitsgefühl etwas Subjektives ist.
00:09:44: aber es gibt tatsächlich diese Orte wo's besonders gefährlich ist oder zum Beispiel so einen dunkler Parkplatz.
00:09:50: Die gibt das auch heute immer noch.
00:09:52: also leider ist es auch so dass es bestimmte Hördlichkeiten gibt wo Frauen sehr ungern alleine gehen oder wo Menschen auch allgemein sich ungern aufhalten.
00:10:00: und damals war es ebenso dass diese Serie ja sehr viel Unruhe in der Stadt gebracht hat.
00:10:07: Frauen kann nicht mehr alleine bestimmte Gegenden aufgesucht haben.
00:10:10: Bis es dazu kommt, dass Sie erkennen das ist eine Serie, es dauert ein bisschen.
00:10:14: in Ihrem Buch beschreiben sie dann eine zweite Tat die im Grunde so nochmal ne neue Dimension beschreibt.
00:10:20: der Mann bricht in Wohnungen ein also in den Ort wo man denkt da bin ich sicher und lauert Frauen auf.
00:10:28: er hat normalerweise immer alles sehr gut geplant Leute oder die Frauen, die er sich als Opfer ausgesucht hat auch sehr lange beobachtet.
00:10:37: Das hatte glaube ich grundsätzlich immer getan und hat immer gewartet bis er auch die familiäre Situation abgeklärt hat.
00:10:44: ob die Frau ein Partner hat, ob die Kinder haben, ob sie eine Familie haben und wo die wohnt.
00:10:49: kann man in die Wohnung rein?
00:10:50: wie kommt man da rein?
00:10:52: das hat immer sehr gut ausbaldowert und noch geplant und dann erst zugeschlagen.
00:10:57: das war in vielen Fällen so gemacht Eine Bedrohungssituation geschaffen hat ein Messer benutzt, um die Frauen zu bedrohen.
00:11:06: In allen Fällen hat er das gar nicht gebraucht.
00:11:09: Da hatte er die Frauen so überwältigt weil sie auch so geschockt waren und praktisch fast wehrlos in der Wohnung gewesen sind.
00:11:15: Und da hat er dann sehr schnell darauf reagieren können.
00:11:18: Das ist so zum Zugegekommen der Vergewaltigung.
00:11:21: In dem Fall, den Sie da beschreiben ist es wirklich ein Albtraum.
00:11:24: Die Frau ist im Badezimmer und duscht nach der Arbeit und verlässt ihr eigenes Badezerber und der Täter in einer eigenen Wohnung und überfällt sie dort.
00:11:34: Also ich glaube was Schlimmeres kann kaum passieren
00:11:36: Das sind die ganz... also die Frauen.. Ich habe auch zu einer Frau sehr lange Kontakt gehabt.
00:11:40: Die waren total geschockt, die waren traumatisiert und sind Jahre danach immer noch Weil einfach man das Gefühl hat, dass ist meine Wohnung.
00:11:48: Das ist mein ureigenes sicheres Zuhause.
00:11:51: und wenn da jemand eindringt ob das jetzt einer ist der einen Sexualverbrechenplan oder ein Einbrecher der die Wohnung durchwühlt, dann ist immer so ein Gefühl du bist ja nicht mehr sicher.
00:12:02: Du bist nicht mehr Sicher in deinen eigenen vier Wänden wo du bisher sehr sicher warst.
00:12:06: Und es hat teilweise so geführt dass Frauen noch die Wohnung aufgegeben
00:12:09: haben.
00:12:10: Ich habe es gesagt, aber Anfang konnte die Polizei keine Verbindungen zwischen den Taten sehen.
00:12:15: Wodurch hat sich das geändert?
00:12:17: Wann war klar dass man es mit einem Täter zu tun hat?
00:12:20: Weil die Art und Weise der Tatbegehung sich dann irgendwann ähnelten.
00:12:26: Und leider muss ich sagen auch damals Das Gefühl oder die Empfindung dafür, es könnte jetzt eine Serie sein.
00:12:34: Hat man immer so ein bisschen negiert?
00:12:36: Weil Serien haben immer so auch einen negativen Beigeschmack für die Polizei.
00:12:41: Haben verdrängt.
00:12:42: Ja klar!
00:12:43: Man hat das Gefühl... Die Polizei erkennt die Serie oder will sie nicht erkennen weil dann vielleicht auch die Polizei in ein schlechtes Licht gerückt wird was es nie aufklären kann.
00:12:53: Und da versucht man natürlich lange Zeit immer die Sachen einzeln zu sehen.
00:12:57: Man stellt keine Verbindungen her, es gab auch keine Computerprogramme so wie es dir heute gibt wo man auch Verknüpfung erkennen kann, wo man sagen kann der Täter arbeitet.
00:13:06: Guck mal er arbeitet genauso wie bei dem anderen Fall.
00:13:08: Die Tatweisen und die Tatbegehung ist fast identisch.
00:13:11: das hat man damals also eher nicht gesehen sag ich mal ganz vorsichtig.
00:13:16: Und wodurch hat man dann die Verbindung?
00:13:19: Was war dann der entscheidende Punkt?
00:13:22: Täterbeschreibung.
00:13:23: Natürlich ist es immer ein Täter-Beschreibung und die Art und Weise, wie er sich den Opfer näher hat.
00:13:27: Das hat irgendwann dazu geführt dass die Kollegen bei der Sitte gesagt haben lange bevor ich in die Dienstschelle kam hier ist offensichtlich ein Einzeltäter am Werk.
00:13:35: also das sollten wir mal ein bisschen näher beleuchten.
00:13:39: Was war typisch, was war ähnlich?
00:13:40: Sie haben schon gesagt er hat immer einen Kondom benutzt.
00:13:42: Es gibt planvolles Vorgehen.
00:13:44: Was war noch typisch?
00:13:45: Er hat die Frauen ja brutal ist das in jedem Fall was der gemacht hat aber er hat sie nicht geschlagen oder war besonders brutal.
00:13:52: also
00:13:52: er hat die frauen.
00:13:53: das hört sich jetzt ein bisschen merkwürdig an niemals mit gewalt hat niemand körperliche Gewalt angetan.
00:14:00: Er hat sich immer sehr zurückgehalten
00:14:01: und ist eine vergewaltigende, körperliche Gewalt.
00:14:04: Ja ich sage ja das ist eine schwierige Beschreibung jetzt weil jemand gibt der Täter den überfallen Frauen draußen die schlagen die Grundlos zu Boden und vergewalten.
00:14:11: sie sagen es hat er nie gemacht.
00:14:13: Er hatte sich teilweise ganz merkwürdig verhalten.
00:14:15: Da hat er auch schon mal eine Frau gefragt legst du richtig?
00:14:17: Tu ich dir weh?
00:14:18: So in dem Tenor also eine Frau gesagt haben wir ja gar nichts getan Also außer der Vergewaltigung.
00:14:25: Das kann
00:14:25: man fast gar nicht
00:14:29: auseinanderhalten, aber die Atomweiße wie es gemacht hat war ja fast immer gleich.
00:14:33: und dann kommen wir zum Schluss.
00:14:35: da ist hier ein unterwegs.
00:14:36: das sollte man sich mal genauer angucken
00:14:39: Und eine Verbindung ist tatsächlich sehr seltsam.
00:14:41: er hat seine Opfer immer gesiezt.
00:14:44: Er hatte einige andere Dinge gemacht.
00:14:45: Da kommen wir sicherlich noch zu sprechen, wo es ganz merkwürdig ist.
00:14:48: Er hat zum Beispiel sich auch kundig gemacht.
00:14:50: bei seiner ersten Vorauteilung und bei seiner erste Inhaftierung im Gefängnis hat er sich Literatur besorgt.
00:14:58: Und zwar auch Kriminalistische Fachliteraturen und hat darin rumgeblättert und festgestellt, du musst dich jetzt ändern.
00:15:04: Da sind ja Sachen die die Polizei da so erkennen kann und wie man dir nachweisen kann.
00:15:09: Danach hatte er also seine Verfahrensweise in den Wohnungen völlig geändert.
00:15:12: Er hat nämlich zum Beispiel das gesamte Bettzeug was er da wo er darauf gelegen hat mitgenommen.
00:15:18: Er habe sich zum Teil Bekleidungsgegenstände von den Opfern angezogen, hat die später eingepackt, hat ihn ins Bettlaken gewickelt und hat sie anschließend auf der Flucht irgendwo.
00:15:29: Er ist immer ins Rechtsreinige gefahren auf den Kölner Rheinbrücke, das ganze in dem Wasser versenkt.
00:15:36: Und er hat sie gesiedst.
00:15:37: um das nochmal zu sagen?
00:15:38: Das ist schon eine sehr seltsame Geschichte.
00:15:40: Ja ich meine die Person dieses Täters wenn man sich ein bisschen genauer anguckt da ist so vieles merkwürdig und einfach nur seine Opfer gesiedt hat, gesiedzt hat ist es auch eine sehr merkwürdige Art und Weise.
00:15:52: Wir wollen nicht alle Fälle in ihren Einzelheiten durchgehen, aber es gibt da einen Fall der sich von den anderen deutlich unterscheidet.
00:15:59: Es ist auch der einzige Fall bei dem die überfallene Frau hinterher von Todesangst berichtet hat.
00:16:04: Der hat sich im Oktober neunundhundert und achtzig ereignet und verbindet sich mit einem besonderen Ort in der Stadt.
00:16:10: Die älteren Kölnerinnen und Kölnern erinnern sich, der Vorgängerbau der heutigen Claudius-Terme in Deutsch war.
00:16:19: Mancher sagt dieses Feuer könnte ebenfalls ein Thema für True Crime Kölns sein?
00:16:24: War lange von Brandstiftung die redet?
00:16:26: das hat zumindest Feuerwehr und Polizei damals gesagt.
00:16:29: aufgeklärt worden ist der Fall nie aber darum geht es ja heute nicht.
00:16:33: Die Brandruine war auch ein Tatort für einen Verbrechen des Serientators
00:16:38: Genau.
00:16:39: Er hat auch wieder einer Frau aufgelauert, hat sich dieser Frau benennen bemächtigt ist mit dem Auto mit der Frau dahin gefahren und zwar in den Auf- das Gelände... Der Claudius-Therme, die ja in Grund und Boden gebrannt war, hatte aber vorher schon in einem abgebrannten Raum dieses Gebäudes praktisch ein Opfertisch hergerichtet hat.
00:16:59: Jede Menge Kerzen aufgestellt hat, die entzündet und rings um den Tisch herum oder um diese Möglichkeit wo man jemals drauflegen kann.
00:17:08: Und mit der Frau dahin hat sie dahinter regiert und diese Frau später so erinnert mich gesagt Für mich war klar, diesen Raum verlässt du nicht mehr Leben.
00:17:16: Hier kommst Du nicht mehr leben draus Aber sie ist lebend rausgekommen.
00:17:19: Er hat sie da auch vergewaltigt.
00:17:21: In Anbetracht der ganzen Dekorationen die er dahingestellt hat Hat die Frau also vergewaldigt und anschließend hatte sie auch freigelassen.
00:17:29: Und daran erinnert sich mir sehr gut dass sie gesagt hat Also das war für mich praktisch das Lebensende hier kommst du nich sicher raus
00:17:37: mit seinem Autor zurück zu ihrem Auto gefahren.
00:17:40: Also nach der Tat sie zurückgebracht.
00:17:43: Auch sehr ungewöhnlich, so ein tärzer Verhalten auch da kam nicht mehr raus als nur eine sehr wage Person.
00:17:50: Beschreibung weil er immer gute gut verstanden hat sich so zu verdecken bedecken dass man ihn nicht sicher identifizieren konnte.
00:17:58: Die Medien haben damals die Bezeichnung Sex-Phantom erfunden und diese Serie sehr früh unterstellt.
00:18:05: Waren sie schneller als die Polizei in der Berichterstattung?
00:18:07: oder haben Sie das nach außen getragen, dass es eine Serie sein könnte?
00:18:11: Also ich habe das sicherlich nicht nach außendetragen aber die Medien waren immer etwas schneller mit Serienstraftaten.
00:18:18: Das ist mir in meiner Dienstzeit öfter passiert also da schon von Serientätern gesprochen wird obwohl die wahrscheinlich gar noch nicht gegeben hat was einer ist.
00:18:28: Also waren die Medien schnell?
00:18:30: Die Medien waren schnell lang.
00:18:32: Was haben Sie denn getan, als Polizeigetan?
00:18:35: Als klar wurde, dass sie es mit einem Serientäter zu tun haben.
00:18:38: Wie haben Sie darauf reagiert?
00:18:40: Man muss über die Zeit bedenken.
00:18:41: heute wird das wahrscheinlich ganz anders gemacht.
00:18:43: aber wir haben damals überlegt was können wir machen?
00:18:44: Wir wussten, dass er mit dem Fahrrad unterwegs war.
00:18:47: Das war uns also bekannt geworden durch verschiedene Umstände und auch Durchzeugenaussagen Und wir haben dann wirklich mit seinem hohen Personal aufwand Ganz viele Kreuzungen in Köln mit Polizisten besetzt, wochenlang.
00:19:01: Jeden Nacht immer wenn so bestimmte Tatzeiten die wir hatten anstanden haben wir also die Kreuzung besetzt.
00:19:10: Es hat leider nicht funktioniert.
00:19:11: es war ein hoher Personaler fand und irgendwann sagt man ja gut jetzt haben was gemacht.
00:19:15: das hat nicht funktioniert.
00:19:16: was machen bei Jetzt?
00:19:18: Die Möglichkeiten gab.
00:19:19: es gab ja so viele Möglichkeiten nicht An für sich.
00:19:23: den Schlüssel zum Erfolg hat ja, wenn ich das so sagen darf die letzte Tat gebracht, die er begangen hat.
00:19:29: Das war an für sich so das Ding was das fast im Überlaufen gebracht
00:19:32: hat.".
00:19:33: Das war der Fall bei dem er verhaftet werden konnte.
00:19:35: bevor Sie das erzählen machen wir eine kleine Werbeunterbrechung mit einer wichtigen Info in eigener Sache.
00:19:42: True Crime Köln gibt es erstmals live.
00:19:45: Am Sonntag, Fünfter Juli können sie dabei sein wenn wir auf der Bühne des Komediateaters in der Kölner Südstadt über Kriminalfälle aus Kölnen und der Region sprechen.
00:19:55: Wir begrüßen den ehemaligen Fahnder der Kologne Polizei Helmut Simon um mit ihm über einige seiner spannendsten Fälle zu sprechen.
00:20:03: Er hat unter anderem im Kölners Strichermilieu rund um den Altermarkt ermittelt Und war an der Aufklärung mehr Ramorte beteiligt.
00:20:11: Außerdem zu Gast ist meine Kollegin Lena Heising.
00:20:14: Mit ihr spreche ich über das Thema Tatortkrankenaus.
00:20:18: Lena Heasing hat zur Vergewaltigungs-Serie eines Assistenzarztes in Bethel recherchiert, die Ermittlungen wurden auf leitende Klinikmitarbeiter ausgedehnt.
00:20:27: Bald muss wohl auch ein Chefarzt vor Gericht erscheinen!
00:20:31: Auch die Ermittelungen zum Mordserie eines Pflegers in Würselen weiten sich aus.
00:20:35: In Köln wurden und werden die Gräber von Verstorbenen exhumiert.
00:20:40: Es geht um einen schrecklichen Verdacht, der Mann könnte hundert Menschen getötet haben.
00:20:45: True Crime Kölner live am Sonntag, Fünfter Juli, Zwei-Ton-Sächsen-Zwanzig Um fünfzehnunddreißig geht es los in der Komedia in der Kölnersüdstadt.
00:20:54: Tickets gibt's bei rausgegangenen.de.
00:20:56: Einen Link zum Ticket Shop und zu weiteren Infos stelle ich in die Show Notes dieser Episode von True Crime Cologne.
00:21:07: Weiter geht's mit unserem heutigen Fall bei True Crime Köln.
00:21:10: Die Polizei sucht einen Mann, der als Sex-Phantom über Jahre für Angst in der Stadt sorgt.
00:21:17: Sie tappt lange völlig im Dunkeln bis ihr beim letzten Fall vor Verhaftung des Täters der Zufall zur Hilfe kommt.
00:21:24: Wie lief das ab?
00:21:26: In der Nacht, als er die Frau aufgelauert hat und sie danach vergewaltigt hat ... kam dann die Frau, die Polizei informiert hat.
00:21:36: Da kam eine Verhandlungsmeldung auch über den Funk raus und ein ehemaliger Kollege der Sitte, der zu dem Zeitpunkt auf der Kriminalwache Dienst gemacht hat, der hat gesagt, er überlegt und sagt das hast du doch schon mal irgendwo gehört aus der Art und Weise und die Beschreibung.
00:21:51: Dem viel prompten Namen dieses Täters
00:21:53: ein.".
00:21:54: Er hat gesagt, er war zu seinem Kollegen, wir fahren da einfach mal hin.
00:21:57: Ich weiß wo der wohnt.
00:21:59: Sie haben ja eben schon erwähnt, er hatte eine Vorstrafung.
00:22:01: Er hat sich an diese Vorstrafe erinnert?
00:22:03: Er hat es sich an diesen Mann und an diesem Vorstrahf erinnern, weil er mit dem damals zu tun hatte.
00:22:07: So, ihn also auch vernommen hat.
00:22:09: Und deswegen ist er dann nachts... Wir fahren einfach mal dahin!
00:22:12: Das war das schon am sehr früher Morgen, wo die dann an der Wohnung waren.
00:22:17: Da sind die auch dann geklopft oder geschältet und er hat aufgemacht und sagt, er kennst du mich
00:22:21: noch?!
00:22:22: Ja, hat der Täter gesagt, ich kenne dich noch.
00:22:25: Hast du was dagegen, wenn wir reinkommen?
00:22:26: Nö!
00:22:27: Da sind sie drin und da haben sich ein bisschen umgeschaut.
00:22:30: Und wie der Zufall auch will ... Man hat gefragt, hast du was gegeben, weil wir hier mal gucken.
00:22:34: Nein, hat er auch nicht.
00:22:36: Dann hat der Kollege dann in der Wohnung sich umgeguckt und hat in der Wohnung Pornohäfte gefunden.
00:22:42: Diese Pornhäfte gehörten der Frau, die ihr zuletzt vergewaltigt
00:22:47: habt.
00:22:47: Die hatte nach Vergewaltigung dort gestohlen?
00:22:50: Hat damit genommen, genau.
00:22:56: Wir haben einen Täter, der zumindest für die letzte Tat infrage kommt.
00:23:03: Da aber die ganze Angelegenheit schon über Jahre lief und der Kollege auch schon sehr gut informiert war über diesen Tätertypen hat er gesagt da glaube ich, der kommt für mehr infrage an den nächsten Tagen erst mal angefangen, alles zusammen zu tun.
00:23:19: Er war ja dann inhaftiert.
00:23:21: er wurde am nächsten darauf vernommen.
00:23:23: wir saßen dann weiß ich sehr gut im großen Vortragshaar des Polizärpräsidiums unten weil die Räumlichkeiten zu klein waren oben für die ganzen Leute die da beteiligt werden wollten und ich weiß der stand unter unglaublich hohem Druck unter Anspannung und ich glaube er hat kurz überlegt springst du durch das Fenster oder springst so nicht durchs Fenster?
00:23:44: Wer für ihn schlecht ausgegangen hat, waren ziemlich gute Fenster unten die Großen und er ist nicht gesprungen das da geblieben.
00:23:49: Und irgendwann hat ein Kollegen gesagt meinst du nicht wir Zeit drücken erst mal Butter bei den Fischen?
00:23:54: Dann hatte sie gesagt ich erzähle euch alles.
00:23:59: Sie erzählen jetzt so als wenn es so schnell gegangen wäre aber man kann lesen dass er lange geschwiegen hat.
00:24:03: also wie hat man ihnen dann am Ende geknackt?
00:24:06: Also er hat so lange die Äste, da war ja unzweifelhaft seine.
00:24:09: Die haben wir immer nachweisen können.
00:24:11: also ich habe damals auf sie verwehrt drauf gelegt dass wir auch in dem Tatort eine gute Tadearbeit machen und wir haben tatsächlich auch am Einstieg am Küchenfenster älteres Küchen Fenster eingestiegen hatte sich zuvor von einer Baustelle so ein Palette geholt.
00:24:26: die hat da gegen die Wand gestellt ist mir dann auf der auf der Palette drauf ist in die leere Wohnung eingestigen weil es durch den Fenster offen war und hat gewartet bis die Frau nach Hause kam.
00:24:35: Dann hat er die Fanta in der Wohnung angefallen, hat sie also auch gefestelt.
00:24:38: Er hat gesagt, du brauchst keine Angst zu haben.
00:24:40: Die passiert nichts.
00:24:41: Geht's aus Bett?
00:24:42: Hat sie auf dem Bett vergewaltigt mit Kondom?
00:24:44: Dabei hat doch die ganze Klamotten wieder mitgenommen.
00:24:46: Er hatte ein Bettwäsche mitgenommen und die Bekleidung der Frau, die ihr angezogen habt, seine Bekleiderung mitgenommen hat.
00:24:51: Hat die Begleitung der Frau
00:24:53: angezogen?
00:24:53: Ja, teilweise für Teilebekleidungen.
00:24:55: Die war wahrscheinlich noch so eine perverse Ader, die ich weiß es nicht.
00:25:01: Diese Tat hat er unsweifelhaft erst mal an der Backe gehabt und die haben wir immer gut nachweisen können, aber die anderen Sachen kamen sukzessive.
00:25:08: Wir haben natürlich auch... Er hat angefangen zu erzählen, ich erzähle euch was, aber dann ging das erstmal sehr schleppend.
00:25:13: Dann wurde er in der JVA vernommen über mehrere Tage und wir hatten damals eine junge Kollegin dabei, die war sehr pfiffig.
00:25:20: Die hatte offensichtlich einen sehr guten Zugang gefunden.
00:25:23: Vielleicht war sie sein Typ, das kann ja sein.
00:25:26: Aber die hat ihn wirklich zum Reden gebracht.
00:25:27: Die hat ihn echt zum Sprechen gebracht und er hat dann die Dinge auch alle erzählt an der ihr sich erinnern konntet.
00:25:32: Da mussten wir ein bisschen nachhelfen.
00:25:34: War das nicht da?
00:25:35: Die Frau da so und so?
00:25:37: Also er kam daher und dann hat man glaube ich um die fünfundzwanzig Fälle zusammen, die man ihm dann auch irgendwann... Ich kann nicht sagen, Nachweisen war ein bisschen schwierig.
00:25:46: Letztendlich ist es so glaube ich an ein paar Fällen hängen geblieben, die man effektiv nachweisen konnte und die anderen hat der von sich aus erzählt.
00:25:53: ob das später bei der Urterzufindung eine große Rolle gespielt hat weiß ich nicht.
00:25:57: Staatsanwalt hat sich entschieden nur die Fälle anzuklagen wo alles klar war.
00:26:01: Das hat dann gereicht.
00:26:02: da musste man auch nicht alle Opfer nochmal vorladen und in den Zeugen stand bitten.
00:26:06: Das war dann der Vorteil dieser Geschichte.
00:26:09: Was hat er denn selbst gesagt zu seinen Taten?
00:26:11: Hat war ihm bewusst, was er den Frauen angetan hat?
00:26:15: Hatte irgendwie Reue gezeigt.
00:26:16: Also von Reue hab ich persönlich nichts gespürt.
00:26:19: Ich habe zumindest glaube ich noch zwei Vernehmungen mitgemacht.
00:26:22: Er machte so einen sehr smarten Eindruck und er hat auch sich glaube ich ich will nicht sagen sich darin gesund dass er derjenige war der solange die Polizei da nahe umgeführt hat.
00:26:33: aber ich glaube er selber hat sich gar nicht so als Schwerverbrecher empfunden.
00:26:39: Ich habe den Frauen da gar nichts getan.
00:26:40: Das war immer so.
00:26:41: sein großes Credo, ich hab die doch gar nicht körperlich verletzt und das war immer ein großes CredO weil er geglaubt hat, dass wäre gar nicht so schlimm gewesen.
00:26:50: aber man muss ihn mir unterstellen.
00:26:52: Er hat das ja alles sehr gut geplant also die Planung alleine schon für die ganzen Taten dieses wochenlange Ausbau-Dovern gucken wer wohnt da?
00:26:59: Wer ist da?
00:27:00: Hat den Freund usw.. Das allein ist ja schon bezeichnet dafür dass er ins Kropulosität heißt.
00:27:05: letztendlich hat auch gar kein Gewissen gehabt.
00:27:10: Wenn
00:27:11: wir noch mal zur Fahndung zurückkommen oder zu der Frage, wie man so jemanden findet, spielt ja dann die Öffentlichkeitsarbeit eine wichtige Rolle.
00:27:20: Jetzt haben die Zeitungen vor allem die Boulevardmedien sich sehr früh dafür entschieden in Sexphantom zu nennen und haben einen da sicherlich auch Ängste mitgeschürt.
00:27:28: also die Berichterstattung in den Boulevard-Medien war ne andere als zum Beispiel im Kölner Stadtanzeiger.
00:27:34: Ist das für eine Polizeiarbeit gut oder eher schlecht?
00:27:38: Ist es gut, weil Leute vorsichtiger werden oder aufmerksamer werden.
00:27:41: Oder ist es auch schlecht, weil zu viel Angst entstehen?
00:27:44: Also erstens entsteht meinerseits etwas mehr Angst als sonst und zum zweiten entsteht sich auch bei uns einen unglaublich hohe Druck Also nicht nur bei der Kommission, die arbeitet sondern auch bei den Vorgesetzten.
00:27:55: Die natürlich irgendwann auch ein bisschen im Licht bestimmter Kritik stehen und das mögen sie gar nicht so gerne und da wird der Druck gerne weitergegeben.
00:28:02: Also
00:28:02: nach dem Motto wieso fangt ihr denn nicht?
00:28:04: Das ist ja Tenor auch der Boulevard-Medien gewesen.
00:28:07: ich habe dann sehr gut einen Fall später bearbeiten können.
00:28:10: Da ging es um Tankstellenräuber in Köln.
00:28:12: Der hat also ich hab acht oder neun Tankstellen gemacht und er hat immer ganz offen sein Gesicht in die Kamera gezeigt.
00:28:18: Was schreibt der Kölner Express?
00:28:21: Wieso kriegt ihr ihn nicht?
00:28:22: Den konnten wir gar nicht kriegen, er kam aus dem Saarland.
00:28:25: Der Vorechser aus dem saarland hier nach Köln macht einen Überfall und fuhr wieder zurück.
00:28:29: Den kannte hier niemand!
00:28:31: Niemand kannte den.
00:28:32: Wie will man den
00:28:33: identifizieren?!
00:28:35: Aber der Druck ist da.
00:28:36: Der Druck ist auch bei Kapitalverbrechen, wie mochten?
00:28:39: Ist der Druck natürlich auch da?
00:28:41: Wenn also ich denke mal an den Karnevalsmord, der jetzt gerade so lange durch Codecats geklärt worden ist... Da entsteht ein unglaublicher Druck gerade zu Karneval!
00:28:49: Da wird eine junge Frau ermordet.
00:28:51: Was passiert denn in den Köpfen der meisten jungen Frauen die nachts unterwegs sind zur Karnevalle?
00:28:55: Die denken sich oh, pass auf dass dir nicht auch sowas passiert.
00:28:59: Aber man könnte auch annehmen, dass dadurch die Menschen aufmerksamer werden und genauer hinschauen.
00:29:03: Und vielleicht einen Hinweis geben den sie sonst nicht bekommen hätten?
00:29:08: Ja möglich aber eher unwahrscheinlich weil Zeugner sagen die habe ich immer.
00:29:13: mit ganz großer Skepsis habe ich die also bedacht.
00:29:18: Die meisten Zeugen sagen man gar nicht zu gebrauchen.
00:29:20: Da kommen auch Leute, die besser zu Hause geblieben werden?
00:29:23: Ja da kommen ja auch Helden sehr nachher und die sagen das war der und der und dann müssen sie da mal gucken und so.
00:29:28: also wenn man das groß in die Öffentlichkeit bringt muss man davon ausgehen dass man hier den Menge Material zurückbekommt.
00:29:35: diese Vorstellung in der eigenen Wohnung überfallen und vergewaltigt zu werden oder dass einem ein maskierter Mann überall in der Stadt an dunklen Stellen auflauern kann, ist natürlich hochgradig angsteinflößend auch ohne diese Berichterstattung.
00:29:48: Das ist heute nicht anders als damals.
00:29:51: In dem Zusammenhang muss man aber glaube ich noch mal sagen dieses Verbrechen aus ein bisschen statistisch einordnen oder dieser Art des Verbrechens statistisch Einorten.
00:30:00: Auch bei Vergewaltigungen ist es so das es in der Regel Beziehungs-Taten sind.
00:30:04: eben nicht der unbekannte Mann, der hinter dem Baum lauert.
00:30:07: Das ist die Hauptsache sind meistens Beziehungsdaten.
00:30:10: Ja das ist wie Kapitalverbrechen bei Mord aus in meistens beziehungsstaten es gibt schon den Überfalltäter der eine Frau anfällt sie jetzt gebücht zärt und vergewaltigt.
00:30:19: Sie gibt's natürlich auch nur die meisten der Delikte finden also im engsten Umfeld statt, im familiären Umfeld oder im Freundeskreis, bekannten Kreis.
00:30:28: da finden die meisten dieser Delikte statt ist ein klassisches Beziehungselekt.
00:30:32: Sie haben irgendwo geschrieben, dass es wohl ein siebzig Prozent dieser Taten sind beziehungs- taten und dreißig nicht.
00:30:37: Und das ist eine Zahl aus der Zeit wo Vergewaltigung in der Ehe noch nicht strafbar war.
00:30:42: Wahrscheinlich ist heute der Prozentsatz dann noch höher als früher weil diese Taten früher nicht angezeigt worden sind.
00:30:49: Die wurden fast gar nicht angezeigt.
00:30:52: Als die dann kippte um die Vergewaltung in der ehe also strafbaub wurde, dann sollten wir mal jede Menge anzeigen Auch von Frauen, die ihre Männer schaden wollten.
00:31:04: Die gibt's natürlich auch.
00:31:06: Aber die haben wir alle relativ schnell
00:31:07: erkannt.".
00:31:09: Sie haben gesagt der Druck wurde groß vom Chefs.
00:31:12: also die öffentliche Berichterstattung führt dazu das Chefs auch fragen Leute macht mal voran.
00:31:18: Das ist dann nicht nur im Film so sondern in der Wirklichkeit.
00:31:22: waren denn die Rahmenbedingungen?
00:31:23: Die Ausstattung der Polizei damals um diesem Druck angemessen begegnen zu können?
00:31:28: Absolut nicht!
00:31:30: Aber entsprechend der Zeit kann man ja nicht davon ausgehen, dass man das technische Material so viel macht was man vielleicht heute hat.
00:31:39: Aber zu damaligen Zeit war es also nicht einfach weil die Ausrufe in der Polizei waren nicht die beste.
00:31:44: Das muss man einfach so sehen.
00:31:46: Es gab keine Computer und wenn es welche gab dann war das so in den Anfängen.
00:31:50: Da wurden die nicht dazu benutzt, um vielleicht solche Straftaten zu erkennen zusammen und zu vergleichen.
00:31:57: Heute kann man ja möglicherweise Serienstraftaten viel leichter erkennen als früher, weil man viel mehr Möglichkeiten hat das zu speichern und auch bundesweit an bestimmten Dateien angeschlossen ist.
00:32:06: Das war ja damals nicht so.
00:32:08: Damals hat man wirklich noch mit geringsten Mitteln gearbeitet und auch die Technik war einfach nicht die beste erst mal vorzusehen.
00:32:16: Im Fernsehen sehen wir Psychologen, sehen wir Profiler Die Täterprofil erstellen, gab es damals schon?
00:32:23: Also ich würde sagen das gab's damals nicht.
00:32:26: Nicht in der Professionalität bis die heute gibt.
00:32:28: aber wir haben ja auch schon profiligen Betrieben letztendlich.
00:32:31: Nun nannte man das damals nicht so.
00:32:33: Wir haben ja auch versucht, den Täter-Typ zu identifizieren...
00:32:36: Was haben wir sich dann selbst gemacht?
00:32:37: Das
00:32:37: haben wir selber gemacht!
00:32:38: Was ist das für
00:32:39: einer?!
00:32:39: Wir haben Sachen zusammengetragen.
00:32:40: wie sieht der aus?
00:32:41: die Personbeschreibung der es einst achtzig groß, der es bewegt ungefähr sechzigzig Kilo, der hat dunkle Haare, helle Haare.
00:32:48: Das ist ja ein Täterprofil.
00:32:49: was letztendlich nachher aber und man versucht die Taten zusammenzubringen.
00:32:54: Wie hat er da gearbeitet, wie hatte er da gearbeitet?
00:32:56: Das macht einen Profiler heute auch der Profiler.
00:32:59: Der ist aber nicht direkt an der Tat dran und ab Tatort, sondern der macht das anhand der Akten später.
00:33:05: Eine besondere Herausforderung damals wie heute ist der Umgang mit den Opfern auf deren Angaben man ja angewiesen ist wenn man den Täter fassen will.
00:33:16: wir haben es damit stark traumatisierten Menschen zu tun die Furchtbares erlebt haben und dann darüber möglichst genau gemöglichst detailliert berichten sollen.
00:33:26: Im Prozess ist später die Öffentlichkeit ausgeschlossen worden, so dass die Kollegen, die Berichterstattet haben keine Opfer im Zeugenstand erlebt haben.
00:33:34: Es gibt allerdings einen Artikel in Kölner Stadtanzeiger vom Juni two-tausend-zweiundneunzig, indem die damalige Kollegin Johanna Dohle über Gespräche mit drei Frauen und drei Opfern des Serienvergewaltigers berichtet.
00:33:49: Das ist ein bemerkenswerter beeindruckender Text.
00:33:53: Ein paar Ausschnitte hören.
00:33:54: Ich hätte nie gedacht, dass mir das dort wo ich mich am sichersten fühlte passieren könnte.
00:33:59: Es wird nie wieder so sein wie vorher.
00:34:01: Der Überfall hat mein ganzes Leben verändert.
00:34:03: Ich habe damals überlegt die Wohnung aufzugeben.
00:34:06: Das hätte ich aber als persönliche Kapitulation verstanden.
00:34:10: Das erzählte Petra S., damals meiner Kollegin.
00:34:12: Sie war in ihrer Wohnung überfallen worden.
00:34:15: Nach der Tat ist sie schnell wieder in diese Wohnung zurückgekehrt.
00:34:19: Dazu habe sie sich zwingen müssen Kann man in dem Artikel lesen.
00:34:22: In den ersten Tagen habe sie sich einen Aufpasser mitgenommen, dann habe sie es allein versucht.
00:34:29: Im Bett konnte sie lange nicht schlafen, wochenlang verbrachte sie die Nächte auf der Wohnzimmercouch und das Nie bei geöffnetem Fenster.
00:34:37: Ich habe mir wach gelegen als geschlafen.
00:34:39: Am Tag bin ich dann immer völlig übermüde zur Arbeit erschienen.
00:34:42: Die Kollegen wussten von dem Überfall und auch von der Vergewaltigung, sie versuchten mir zu helfen indem Sie so manche Arbeit für mich erledigten.
00:34:49: doch mit der Zeit wollte ich nichts mehr von meinem schlaflosen Nächten erzählen.
00:34:53: Ich wollte damit allein fertig werden.
00:34:55: Nach zwei Monaten schaffte Petra S ist dann zum ersten Mal wieder im eigenen Bett zu schlafen.
00:35:01: Sie schreckte bei jedem Geräusch hoch Auch wenn es nur ein Blatt eines Baumes war das zu Boden fiel.
00:35:07: Sie berichtete, dass sie jeden Abend jeden Winkel der Wohnung durchsuchte.
00:35:12: Obwohl die Tür des zehn Parteienhauses seit dem Überfall ab zwanzig Uhr abgeschlossen wurde.
00:35:18: Ihre Freunde würden ihr sagen das ich sich sehr verändert habe.
00:35:22: Sie ziehe sich von vielem zurück.
00:35:24: auch Karneval würde sie nicht mehr feiern können.
00:35:27: Das war vor dem überfall immer ein Muss so Petra S. Ein zweites Opfer, Monika W., berichtete ebenfalls von lang nachwirkenden Folgen der Tat.
00:35:38: Auch sie war in den eigenen vier Wänden überfallen, vergewaltigt und ausgerobt worden.
00:35:42: Die Tat lag zum Zeitpunkt des Prozesses vier Jahre zurück.
00:35:47: Sie lobte ihr Umfeld das alles für sie getan habe Und sie lobte auch die Polizei.
00:35:52: Die Beamten waren sehr freundlich.
00:35:54: Ich wurde sogar gefragt ob ich lieber von einer Frau verhört werden wolle.
00:35:58: Obwohl die Tat nun schon einige Zeit zurückliegt, werde ich noch manches Mal von Panik überfallen.
00:36:03: Wenn mein Mann zum Beispiel beruflich verreist ist, fühle ich mich im Haus allein und schrecke bei jedem Geräusch hoch – in solchen Momenten verspüre ich wieder unbehagen durch die meist halb offenstehende Wohnzimmertür zu
00:36:13: gehen.".
00:36:13: Hinter dieser Tür hatte ihr der Täter damals aufgelauert!
00:36:17: Im Kölner Stadtanzeiger beschrieb sie auch das Gefühl mit dem Sie als Zeugin vor Gericht ausgesagt hat
00:36:23: ….
00:36:23: Ich hatte einerseits Angst davor den Täter wiederzusehen….
00:36:26: Andererseits hat es mir geholfen, öffentlich über die eigene Vergewaltigung zu sprechen.
00:36:30: Ich finde Frauen sollten mehr Mut haben solche schrecklichen Erlebnisse nicht zu
00:36:34: verheimlichen.".
00:36:35: So weit Monika ist.
00:36:37: und dann gibt es noch einen sehr beeindruckenden Bericht der neunundzwanzigjährigen Ute N. sie war an einer Tankstelle überfallen worden.
00:36:44: Der Täter zwang sie mit ihm in den Wald zu fahren.
00:36:48: Sie sagte damals Die Vergewaltung sei ein Mord an der Seele der Frau und das Allerschlimmste, was einer Frau passieren kann.
00:36:58: Auch Ute N berichtete, was sie bei der Polizei erlebt hatte aber ihr Urteil war nicht so positiv wie bei Monika S im Gegenteil.
00:37:06: Nachdem Sie Arbeitskollegen davon überzeugt hatten sofort zur Polizei zu gehen habe sie dort eine ziemlich schlimme Befragung erlebt.
00:37:15: diese haben die ganze Nacht gedauert.
00:37:18: Es gab keinen Kaffee keine Pause.
00:37:19: ich war völlig übermütet Aber das Schlimmste war, dass ich regelrecht Schuldgefühle entwickelt habe.
00:37:25: Die Beamten haben so getan als wäre ich da an der Tankstelle vorbei und hätte mein Röckchen hochgehoben.
00:37:30: Als ich mir anhören musste warum ich mich nicht im Wald gewährt hätte, habe ich gesagt wenn sie alle Frauen so behandeln sind Sie es selbst schuld, dass die Dunkelziffer der nicht angezeigten Vergewaltigungen so hoch ist.
00:37:41: Sie haben das wahrscheinlich damals auch gelesen als das in der Zeit umstand können sich daran erinnern.
00:37:47: Ist das damals bei der Polizei thematisiert worden, diese Kritik?
00:37:50: Also
00:37:50: ich habe das damals sehr wohlzaukennt genommen.
00:37:52: Ich kann mich auch in die Frau erinnern.
00:37:55: Dazu muss ich sagen, dass sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
00:37:58: Die Tat ist offensichtlich nachts passiert oder am späten Abend, da ist das Kommissariat gar nicht besetzt heißt also diese Frau war mit hoher Wahrscheinlichkeit auf der Kriminalwache zur Nachtzeit und ist da angehört und vernommen worden.
00:38:11: Auf der Kriminalwache arbeiten keine Leute, die besonders geschult sind.
00:38:17: Ich will an niemanden zu nahe treten aber ich kann mir vorstellen dass sie also nicht besonders sensibel vorgegangen sind.
00:38:25: Aber es war mit Sicherheit keiner von der Sitte und keiner von einer Kommission.
00:38:29: Denn wir haben grundsätzlich eine leitere Sitte war gab's bei mir ein ganz bestimmtes Motto.
00:38:34: Das hieß eine Frau, die zu uns kommt und sagt ich bin vergewaltigt oder missbraucht worden.
00:38:39: Der glauben wir zunächst einmal grundsätzlich, der glauben wir.
00:38:44: Denn zur Polizei zu kommen sich dazu offenbaren da gehört schon eine gewisse Überwindung zu.
00:38:50: Ich muss mich ja komplett aufmachen, komplett!
00:38:53: Dann schleppen die mich auch in die Uniklinik, da werde ich erst mal untersucht.
00:38:56: Das dauert auch nicht noch von zehn Minuten, das dauert dann wieder Stunden.
00:39:00: und wenn so eine Frau dann nach sechs, sieben Stunden wieder zurück zur Polizei kommt und wird dann nochmal befragt kann ich mir gut vorstellen dass die nicht sehr glücklich darüber ist?
00:39:09: Kann ich mir absolut vorstellen?
00:39:12: Sie haben es ja mit traumatisierten Menschen zu tun wie Furchtbares erlebt haben.
00:39:16: Wie befragt man solche Frauen denn überhaupt?
00:39:19: oder anders gefragt kann ein Mann das überhaupt machen oder muss das eine Frau machen?
00:39:22: Also man kann das im Zweifel fahren machen, wenn keine Frau da ist sowieso.
00:39:26: Aber wir haben sehr viel Wert darauf gelegt dass Frauen nur von unseren Kolleginnen befragt worden sind.
00:39:32: grundsätzlich Wenn das personalmäßig nicht zu leisten war dann ging es eben nicht.
00:39:37: aber normalerweise wie gesagt wenn eine Frau kommt und ich bin vergewaltigt immer eine Kollegin Und jetzt waren damals mehr weibliche Kolleginnen als männliche.
00:39:47: Das ist ein bisschen so ein Konflikt.
00:39:48: Man braucht die frische Erinnerung, um möglichst viele Details zu erfahren und gleichzeitig braucht der Mensch, der ihnen diese Dinge erzählen soll eigentlich Zeit und Ruhe und Fürsorge.
00:39:59: Das kriegt man ja kaum zusammen.
00:40:00: Nein, da hat er meistens auch nicht.
00:40:02: Wenn wir eine frische Vergewaltigung haben dann sind wir natürlich sehr interessiert daran dass wir so viel wie möglich Spuren sichern können.
00:40:09: wenn die Frauen sagen kann das der Täter kein Kondom benutzt hat möglicherweise.
00:40:15: Dann ist es ja sehr wichtig, dass wir in relativ kurzer Zeit auch entsprechende Spuren bei der Frau sichern können.
00:40:21: und das machen wir nicht.
00:40:23: Das macht ja die Mediziner.
00:40:26: Da wird ein Abstrich genommen, da wird geguckt und ernt etwas fest.
00:40:29: Die Frau wird begutachtet.
00:40:30: Es sind meistens Verletzungen, die offensichtlich sind.
00:40:34: bei einer gewaltsamen Vergewaltigung entstehen also sehr viele Verletzung, die man so erkennen kann.
00:40:38: Herr Mattoma an den Beinen und anderen Körperstellen.
00:40:42: Das ist dann sehr wichtig, weil diese Spuren nach einer gewissen Zeit verloren gehen.
00:40:46: Dann hat man die nicht mehr und das natürlich für jede Frau eine Belastung.
00:40:50: Erstens muss ich alles erzählen.
00:40:51: Ich habe also ein Traumeergebnis gehabt.
00:40:54: Man muss alles erzähln und da kommt noch die Polizei und sagt jetzt bringen wir noch zum Arzt.
00:40:58: Da muss sie noch untersucht werden.
00:41:00: Für viele Frauen war das nicht leistbar.
00:41:02: Die sind wirklich zusammengebrochen und dann haben wir natürlich ein Problem mit der Bereisführung.
00:41:08: Und man braucht da wahrscheinlich unglaublich viel Empathie und Fingerspitzengefühl, um irgendwie an was zu kommen.
00:41:14: Ja also das war immer sehr wichtig aber wir haben sehr gute Kolleginnen gehabt.
00:41:18: die waren wirklich top!
00:41:19: Die haben das so gut gemacht.
00:41:21: Kommen wir nochmal zurück zur Überführung des Täters.
00:41:25: Sie haben es eben ein bisschen beiläufig gesagt der Kollege hat sich erinnert oder vorher auch schon mal der Mann hatte ja eine Vorstrafe und da fragt man sich natürlich im Rückblick warum ist denn dieser Mann nicht viel früher bei Ihnen auf.
00:41:39: aufs Radar gekommen.
00:41:40: Also man muss das mal erzählen, ist als siebzehnjähriger schon verhaftet worden und hat damals sechs Jahre Gefängnisstrafe, Jugendstrafe bekommen wegen acht Vergewaltigungen und mehrere Einbrüche.
00:41:52: Und auch bei den Taten war er ähnlich vorgegangen.
00:41:55: Er hatte die Opfer gefesselt ihn die Augen verbunden und nach der Vergewaltung beraubt.
00:42:00: und es kommt noch hinzu Die taten spielen alle im rechtsrheinischen Köln.
00:42:04: da hat er gewohnt also er war auch noch in der Nähe der Tatort.
00:42:08: Warum hat man denn diesen Mann nicht früher überprüft?
00:42:10: Warum konnte der da mehrere Jahre sein Unheil begehen.
00:42:14: Das ist eine berechtigte Frage, warum konnte er das machen?
00:42:17: Ich habe ganz große Probleme auch heute noch mit datenschutzrechtlichen Anwendungen sage ich mal.
00:42:23: also Der Datenschutz hat ja auch zeitweise und verhindert es heute noch dass man Dass man bestimmte Datenübertäter sammelt.
00:42:30: wir haben die Polizei Köln und nicht nur die Polizei köln hatte eine Kriminalaktenhaltung.
00:42:34: Da sind die Kriminalaktien Richtig, also rechtlich einmal und frei abgelegt worden über jeden Täter der mal in der Scheinung getreten ist.
00:42:42: Gewisse Sachen müssen nach Jahren gelöscht werden heißt auch so wenn jemand da nach zehn Jahren oder ich weiß keine Fristen jetzt nicht genau nicht mehr in einer Scheinungen getreten sind dann wird die Akte gelöschen.
00:42:50: Dann ist sie weg.
00:42:51: Da können Sie nix mehr suchen.
00:42:53: das alles weg.
00:42:55: Ich weiss ja ob es hier der Fall war.
00:42:57: ich weiß noch nicht warum er denn nicht früher ins auf das auf das Radar der Polizei gekommen ist.
00:43:02: da fehlt mir wirklich jeder hinten jedes Hintergrund Wissen.
00:43:05: Ich weiß nur, man hätte natürlich Info herkriegen können.
00:43:08: Vor allem wenn einer dabei sagt wir haben jede Menge Vergewaltiger auch Leute die schon mehrfach vergewaltigt haben.
00:43:14: und wenn sie alle rausfischen wollen aus den Akten dann kann ja nicht nur eines aus Köln sein der kann aus kölner Umland sein das ist der bergische Kreis da ist der Erdkreis nach wo man solche leute möglicherweise sitzen hat und die alle zu überprüfen erstens da wird er es lassen und zum zweit ist wahrscheinlich gar keiner drauf gekommen
00:43:32: Kann man sich kaum vorstellen.
00:43:33: Heute
00:43:35: könnte
00:43:37: ich mir das nicht mehr vorstellen.
00:43:41: Man hat es auch mit einer seltsamen Persönlichkeit, er hat ja ein regelrechtes Doppelleben geführt.
00:43:46: Er war in der festen Beziehung mit einer Partnerin und geht regelmäßig zum Bewährungshelfer.
00:43:52: Das war eine Auflage.
00:43:53: nach der frühzeitigen Haftentlastung wo man ihm da Bescheinigt hat er es eigentlich nicht mehr gefährlich, der kann raus.
00:44:00: Geht zum Bewährungshelfer, hat eine neue Beziehung und vergewaltigt gleichzeitig immer wieder Frauen.
00:44:06: Das ist ja ... Wie erklärt man sich so was?
00:44:09: Man kann ja nicht von einem unerfüllten Leben oder Sexualleben sprechen.
00:44:13: Gibt's da irgendwelche Erkenntnisse für dich?
00:44:14: Ich bin
00:44:14: ja kein Soziologe und ich bin auch kein Psychologe.
00:44:17: Ich kann das gar nicht erklären, was der Bessen ...
00:44:19: Da steht man staunend dar!
00:44:20: Ja aber es hat ja was mit Macht zu tun.
00:44:23: also diese Vergewaltigungs- Origin, das hat was viel mit Macht über Frauen zu tun.
00:44:29: Der lebt auch in der Faust schon und ich kann mir die Frauen nehmen wie ich will.
00:44:33: Ich suche mir eine aus und ich bin in der Lage diese Frau auch zu kriegen.
00:44:37: und da ich sie nicht auf normalen Wege kriegen kann dann nehme ich es mehr eben so.
00:44:41: Das kann seine Denke gewesen sein.
00:44:43: also ich weiß nicht was in dem Kopf vorgeht wenn er ... Auf jeden Fall hat sie unglaublich gut geplant.
00:44:49: Er hat sie richtig durchorganisiert.
00:44:52: Bevor er zugeschlagen hat, war er sich sehr sicher das klappt heute oder es klappt nicht.
00:44:57: Er hatte schon mal abgebrochen und wurde in den Büchern gesessen.
00:45:00: Und er hat abgebrocht und gesagt Nein, heute nicht.
00:45:03: und da ist er nach Hause gefahren.
00:45:04: Hat er auch gemacht, später erzählt.
00:45:08: Ich weiß nicht die Persönlichkeit eines solchen Menschen ist schwer einzuschätzen ob das eine krankhafte Veranlagung ist oder ob der psychisch gestört ist.
00:45:18: ich weiß es nicht.
00:45:19: Sie waren auch im Prozess nachher und haben ihn erlebt, im Prozesse.
00:45:22: Die haben auch noch mal Opfer erlebt in dem Prozess.
00:45:25: Sie haben eben gesagt er hat keine Reue gezeigt als sie ihn verhört haben, als die ihn vernommen haben.
00:45:30: Die Berichterstattung im Kölner Stadtanzeiger beginnt damals zum Prozess damit dass er auf der Anklagebank geweint habe zum Start des Prozesses.
00:45:37: Haben sich da einen anderen Täter erlebt?
00:45:40: Einen anderen Mann als denen den sie festgenommen haben.
00:45:43: Ich muss dazu sagen ich war nicht an jedem Tag da sondern an bestimmten Tagen war Und an den Tagen, wo ich Gerichtszahl war, hat er keine Regung gezeigt.
00:45:51: Er hat weder geweint und noch hatte er sonstige Gefühlsausbrüche gezeigt.
00:45:54: Das Einzige was er gemacht hat, da saßen ja auch die Frauen das Nebenklägerin.
00:45:58: Einige Frauen waren das Nebenklägerinnen drin.
00:46:01: Er hatte also nie, niemals diese Frauen angeschaut.
00:46:05: Nie!
00:46:06: Kein einziges Mal.
00:46:09: Ansonsten hat mehr sein Anwalt die Show abgezogen, also nicht er.
00:46:13: Der Anwalt war bemüht, seine Schuldfähigkeit infrage zu stellen.
00:46:17: Reinert Birkenstock bekannter Mann, der sich dann im Gerichtssaal die Robe zerrissen
00:46:23: hat?
00:46:23: Ja es war an einem Tag wo er sehr erregt war und über die Art und Weise Verhandlungsführung durch den Vorsitzenden gar nicht erbaut war.
00:46:32: Er hat sich unheimlich aufgeregt im Gerichtsaal und in diesem ganzen Wortgefecht, was er da sich geliefert hatte, hat er sich also die Robotserissen... Da ging ja relativ schnell, es ist ja ein dünner Staub!
00:46:41: Hat die Roboteristen, hat sie auf dem Tisch gehauen?
00:46:43: Und hat gesagt ich höre jetzt ihr auch.
00:46:45: Also er hat ja nicht aufgehört aber das war einfach seine Show.
00:46:47: und mir hat er später mal gesagt Ja, das müssen Sie nicht so ernst nehmen.
00:46:51: Das gehört hier auch ein bisschen dazu.
00:46:54: als Anwalt muss man schon mal ein bisschen Schau machen vor Gericht.
00:46:56: Das einfach, das gehört dazu.
00:46:58: Wir können ihn nicht mehr fragen, er ist verstorben.
00:47:00: Aber die Frage, die man anwältend in so einem Zusammenhang natürlich immer stellt, glaubt man wirklich, dass es richtig ist für weniger Strafe bei so einem Straftäter zu kämpfen?
00:47:10: Das ist glaube ich eine Frage, wobei all diesen Fällen immer wieder auftaucht und wo man denkt das ist so eindeutig der Mann ist brutal so kalt und gefährlich als Wiederholungstäter da kann man eigentlich wenig Entlasten des finden.
00:47:25: Ja, das frage ich mich manchmal auch.
00:47:27: Es gibt ja auch Anwälte die verzeihlichen die übelsten Burschen.
00:47:29: aber die sagen natürlich jeder hat ein Recht auf einen Verteidiger und da ist es okay so.
00:47:33: Das ist klar, damit habe man ja noch nicht gesagt der ist nicht schuldfähig oder...
00:47:38: Aber die Innereinstellung eines Anwalts ändert sich auch mit dem was das Verfahren so bietet.
00:47:43: also gibts eine ganze Reihe anderer Anwälteln in Köln.
00:47:45: Die haben nicht so reagiert wie er weil wir schon vorher nur schillernde Figuren im Anwärtsbereich Einfach mal so zu tun, als wäre der Angeklagte eben nicht der schlimme Finger und versuchen also noch da Dinge rauszuholen die man gar nicht rausholen kann.
00:47:59: Das hat ja später sein Reaktion bewiesen wo gesagt dazu starten soll.
00:48:03: du hast recht hast gut gemacht.
00:48:04: das Ding hat er für die zwanzig Jahre verdient.
00:48:07: Was hat er hinterher gesagt beim Glasbier?
00:48:09: Was
00:48:09: hatte hintergesagt?
00:48:10: beim Glas Bier also nicht im Prozess.
00:48:12: Also, zwanzig Jahre war die Haftstrafe.
00:48:15: Das war für damalige Verhältnisse eine Hochstrafe – das ist wir sprechen immer in der Zeit wo die Sensibilität noch nicht ganz so hoch war wie heute.
00:48:22: Wenn es nach dem Staatsanwalt gegangen wäre hätte sie noch höher ausfallen müssen.
00:48:26: also er wollte zwanzich Jahre plus Sicherungsverwahrung und der Richter hat dann etwas ungewöhnlich entschieden.
00:48:32: Er hat gesagt zwanzzig Jahre ja aber er geht jetzt ins in die Psychiatrie und jedes Jahr, was er im Krankenhaus verbringt wird auf die Haftstrafe angerechnet.
00:48:42: Das ist ein ungewöhnliches Urteil, oder?
00:48:44: Fand ich auch!
00:48:44: Also ich fand, der hat jetzt zwanzig Jahre verdient gehabt weil es ja kein ... In meinen Augen kein Psychopath, sondern er war ein klarer Anländer und klarplanender eiskaltter Täter.
00:48:56: Also kein Psychopath, wenn man den psychotischen Züge noch andichten wollte oder ein Gutachter gesagt hat, der hat wirklich etwas nicht richtig im Kopf und deswegen hat er so reagiert.
00:49:08: Für mich war das Urteil so nicht nach vor zwanzig Jahren okay.
00:49:11: aber die Psychiatrie, da hätten sie sparen können.
00:49:13: Der hätte die abschließenden Sonne zwanziger Jahre damit sicherlich gemacht.
00:49:17: Er ist mit Sicherheit schon lange Jahre wieder draußen Und ich weiß nicht, was der dann gemacht hat.
00:49:22: Aber man muss für den Verhältnis aber sagen, dass der Bundesgerichtshof hat das Kölner Urteil geändert als auch ungewöhnlich.
00:49:30: also er gibt das Verfahren nicht zurück entscheidet über die Revision und sagt dann, wir verschärfen das Kölner Urteil nochmal.
00:49:37: Der Angeklagte darf keine Therapie machen sondern muss die volle Strafe hinter geht dann absitzen.
00:49:42: Er sei voll schuldfähig also so wie sie auch gesagt haben.
00:49:46: Also man hat dann das kölner urteil doch noch mal korrigiert aber die Sicherungsverwahrung nach den zwanzig Jahren die hat es da nicht gegeben.
00:49:53: Wir müssen davon ausgehen dass er frei ist.
00:49:55: Es ist auch selten, dass der VGH auf die Art und Weise ordentlich korrigiert.
00:49:58: Da machen wir sonst anders.
00:50:00: Aber die haben ja ganz klar festgestellt, dass das Kölner Gericht offensichtlich also diese Kaltblütigkeit in die Planbarkeit der Taten nicht genügend berücksichtig hat.
00:50:08: Wir haben so ein bisschen eben versucht uns zu nähern der Frage warum haben sie den nicht früher gekriegt?
00:50:13: Also Sie haben auf Datenschutz hingewiesen aber es gab auch Pannen bei der Polizei Das muss man fairerweise sagen.
00:50:20: oder Kommunikationspannen, was waren das für Pannen?
00:50:24: Es gab und es gibt immer wieder auch Pannen bei der Polizei.
00:50:28: Das bleibt da gar nicht aus!
00:50:29: Also wenn sie unter so hohem Druck stehen und müssen also in einer kleinen Kommission anfangen, möglicherweise Fälle bearbeiten Da gibt es schon noch Pannen, die da passieren.
00:50:37: Dann hat man gewisse Dinge nicht gesehen.
00:50:39: Man hat also auch die Dinge nicht so richtig besprochen.
00:50:44: In der Spure und Sachbearbeitung gibt's Themen wie zum Beispiel ich kriege eine Spur und muss die Spur arbeiten.
00:50:49: Da gibt's Kollegen, die haben sehr viel Fantasie.
00:50:51: Die können solche Spuren sehr gut ausarbeiten.
00:50:53: Da gibts aber auch Kollegen, sie sind eben nicht so fleißig.
00:50:55: Sie sind ein bisschen faul.
00:50:56: Die machen das Ding dann rum zu kaputt und haben gar nicht alles ausermittelt was man ausermiteln kann.
00:51:01: Da passiert natürlich Fehler.
00:51:03: Die passieren immer.
00:51:04: Es ist nicht nur bei der Polizei was schief gelaufen, sondern man muss natürlich auch sagen ein Fehler ist natürlich auch bei der Begutachtung.
00:51:11: Diese Straftäter sind im Gefängnis vorher schiefgelaufen haben Gutachter Aussagen gemacht und gesagt er kann früher frei Der ist nie mehr gefährlich
00:51:20: Und
00:51:21: ist es dann doch geblieben?
00:51:23: Also ich habe die Erfahrung gemacht Ich war nur noch insgesamt sieben Jahre.
00:51:26: beides sittet dass also Straftater gibt gerade in dem Bereich Die durchaus in der Lage sind Auch ihre Therapeuten zu manipulieren.
00:51:35: Und das würde ich ihm und hätte ich ihm durchaus zugetraut, dass er es genauso gekonnt hat.
00:51:42: Da war ein hochintelligenter Wurscher, der hatte auch eine Ausbildung gemacht in der Zeit wo er gesessen hat.
00:51:46: Sogar zwei Glaufen?
00:51:47: Ja ja, da ist also nicht der dümmste schlechthin gewesen... ...und es gibt Tätern, das sagen auch Therapeuten ganz offen oder Therapeutinnen sind auch manipuliert worden von solchen Tätern,... ...dass die später gesagt haben, das ist dann völlig harmloser Mensch!
00:52:00: Wieso besitzt denn
00:52:01: noch?!
00:52:01: Den können wir doch schon längst mal rauslassen.
00:52:03: durch Manipulation, durch bestimmte Dinge die man im Laufe der Zeit im Knast lernt oder die man selber auch schon Intus hat und die dann einsetzen kann.
00:52:11: Wenn man merkt dass dieser Therapeut oder der Psychologe eben nicht der Standfest ist sondern vielleicht sein Job nur halb gar macht oder so und den kann man manipulieren.
00:52:20: das passiert auch heute immer noch
00:52:23: Der Fall, die Fälle liegen über dreißig Jahre zurück.
00:52:26: Deshalb muss man das mal fragen könnte, dass heute immer noch so passieren oder anders würde ein Serientäter heute viel schneller fassen?
00:52:35: Ob man nicht schneller fasst ist die erste Frage, die ich nicht mit Ja beantworten kann.
00:52:38: Wenn man das schneller erkennen würde, dann würde ich sagen ja, man kann es schneller erkennen.
00:52:42: Heute sind die Sensibilitäten eine ganz andere.
00:52:46: Heute sind die Möglichkeiten ganz andere.
00:52:49: Die Vernetzung der Polizei mit anderen Dienststellen ist eine ganz andere als früher.
00:52:53: Es gibt heute sehr gute Computerprogramme, wo man einen Täter-Profil auch erstellen kann und Täterprofile abgleichen können.
00:53:03: Es geht profiler.
00:53:04: richtig clevere profimäßige Profiler, die in Düsseldorf sitzen.
00:53:09: Die also auch solche Fälle durchaus auch bearbeiten und ein gutes Täter-Profil erstellen können, wo man ... Ein gutes Tater-Profi ist.
00:53:17: durch fast eine halbe Miete gibt es.
00:53:20: Also das ist besser geworden?
00:53:22: Es ist auf jeden Fall besser.
00:53:23: Ausstattung
00:53:23: ist besser, Technik ist besser.
00:53:26: Wollen wir ein bisschen Hoffnung
00:53:27: machen?
00:53:28: Ich hoffe dass die Motivation gleich ist wie früher.
00:53:30: Die waren nämlich sehr gut
00:53:32: bei den Ermittlern.
00:53:34: Sie beschreiben ja in ihrem Buch im Spiegel des Bösen den Ablauf der Ereignisse aus der Sicht des Mannes, also aus der Sicht des Täters.
00:53:43: Zur Zeit wird viel über Straftaten, Sexualstraftaten diskutiert und da geht es nicht selten darum aus welcher Perspektive man auf solche Taten schaut.
00:53:53: Es gilt unter anderem die Aufforderung Die Scham muss die Seite wechseln.
00:53:58: Das ist der Titel des Boos von Giselle Pelicot, die Frau, die von ihrem Ehemann betäubt wurde um über Jahre eine systematische Vergewaltigung durch andere Männer zu ermöglichen.
00:54:09: Außerdem geht es zur Zeit viel um den sexuellen Missbrauch im Internet also die Diskussion, die Colleen Fernandez ausgelöst hat.
00:54:16: Es gibt Männer, die sich angesprochen fühlen obwohl sie gar nichts mit den eigentlichen Taten zu tun haben weil sie darüber nachdenken was ist da mit ihren Geschlechtsgenossen los?
00:54:25: andere weisen das mit scharfen Tönen zurück, immer wieder auch mal indem sie die Glaubwürdigkeit der Frauen anzweifeln, die da mutig in die Öffentlichkeit gehen.
00:54:34: Das Internet macht die Rufschädigung noch einfacher.
00:54:38: wie sehen Sie das?
00:54:39: Jetzt ist es ja so dass man das auch anonym machen kann leider im Internet.
00:54:43: man kann ja los treten was man will gibt ja so viele soziale Medien wo man das lostreten kann ohne dafür selber eine Verantwortung nehmen zu müssen.
00:54:51: und es gibt viele Männer Die leben jetzt ihre Perfektionen auf eine andere Art und Weise aus.
00:55:01: Früher konnten sie es nicht, früher musste man sich verbal irgendwo äußern entweder in der Zeitung oder man musste die Leute ansprechen.
00:55:08: Man musste die Frauen ansprechen.
00:55:10: das muss man heute gar nicht mehr.
00:55:11: und deswegen springen viele Männer auf den Zug auf und meinen jetzt man könnte also die Frauen anders oder schlimmer attackieren als wenn man das persönlich machen muss.
00:55:22: Die Qualität hat sich total geändert.
00:55:24: Dadurch, dass man so alles anonym machen kann, kann man sehr schnell auch die Leute in den Säckl stellen und sagen, vor euch mal guckt ihr an was das denn?
00:55:32: Wieso die und warum der und wieso das?
00:55:34: Haben Sie sich damals oder heute mal gefragt, was ist da mit meinen Geschlechtsgenossen los?
00:55:39: Warum machen Männer so etwas?
00:55:41: Oder lässt man das gar nicht an sich ran?
00:55:43: Ich habe solche Männer immer verurteilt.
00:55:47: Mit solchen Männern hatte ich viel zu tun.
00:55:50: Das wird sich nie ändern!
00:55:52: Für meine Begriffe wird sich das nicht ändern.
00:55:56: Ich finde es ist schlimmer geworden als früher, weil ich kann mich dann wiederholen.
00:55:59: Früher musste man's offen machen und heute braucht man das nicht mehr.
00:56:01: Heute kann man sich verstecken hinter einem Anonymus im Internet und kann alles lostreten was man will.
00:56:07: Und diese Kontrolle der Netze die ist ja so gut wie gar nicht da.
00:56:11: Brauchen wir dafür strengere Regeln?
00:56:14: Strengere Strafen höhere Strafen?
00:56:16: Ich weiß nicht, ob es höhere Strafen bedarf.
00:56:19: Mit den Strafen ist das sowieso ein Problem in Deutschland.
00:56:21: Die Strafen sind ja nicht immer so wie das Gesetzesvorschreibt.
00:56:24: also man könnte vielleicht die Kontrolle ein bisschen besser aussehen.
00:56:27: aber das wollen natürlich auch meisten Leute wollen das natürlich nicht.
00:56:30: Man diskutiert ja jetzt schon monatelang darüber was machen wir mit den sozialen Medien.
00:56:35: sollen die SRB-Sechzehn für die Kinder oder für die Jugendlichen auf Zugriff sein?
00:56:39: Oder schon oder gar nicht?
00:56:41: da die man diskutiert und diskutiert Für meine Begriffe wird es euch schon zu viel geredet.
00:56:45: Man sollte vielleicht mehr handeln und sagen, okay wir machen das andere Staaten machen doch waren's doch vor die das schon praktizieren und sagen bis sechzehn nicht unabsechzehnt.
00:56:55: ja das kann man doch machen ist technisch gar kein Problem.
00:56:59: aber die bittere Erkenntnis bleibt dann selbst alle Regeln werden am Ende nicht verhindern dass geschlechtsgenossene das tun oder das weiter tun.
00:57:06: was da passiert
00:57:07: ist in meinen Augen
00:57:08: nicht.
00:57:09: herzlichen dank Peter Schnieders für den Besuch im Podcast-Studio des Kölner Stadtanzeiger.
00:57:15: Mehr aus dem Erfahrungsschatz des ehemaligen Kriminalkommissars finden Sie in den beiden Büchern, im Spiegel des Bösen und Faszinationen des Bösens die ihr zusammen mit dem Autor Fritz Selin geschrieben hat!
00:57:28: Ich bedanke mich bei meiner Kollegin Julia Hahn Klose und meinem Kollegen Florian Holler, die als Sprecherinnen und Sprechermit gemacht haben.
00:57:36: Zum Schluss nochmal der Hinweis.
00:57:38: Auf Sonntag, den fünften
00:57:39: Juli-Zw.A.,
00:57:41: da gibt es erstmals True Crime Köln live in der Comedia in der Kölner Südstadt.
00:57:47: Den Link zum Ticket Shop von rausgegangenen.de finden Sie in den Schonungs.
00:57:52: Sie können aber natürlich auch auf der Homepage des Kölners Stadtanzeiger oder der der Comedia alle Infos finden.
00:57:59: vielleicht sehen wir uns dann ja da.
00:58:02: Gerne können Sie mir auch schreiben.
00:58:03: truecrimeatksdrmedien.de.
00:58:06: Vorschläge, Kritik, eigene Erfahrungen und Anregungen – alles ist willkommen!
00:58:11: Truecrime aneinander geschrieben at ksdrmedium.de.
00:58:16: Das war's für heute.
00:58:17: bleiben sie wachsam aber bitte auch gelassen.
00:58:20: tschö
00:58:22: Crew Crime Keilen mit Helmut Frangenberg.
00:58:26: Alle zwei Wochen eine neue Folge, überall da wo es Podcasts gibt und auf ksta.de.
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