Klingelpütz statt Konzertsaal: Tödliches Drama im Beethoven-Orchester
Shownotes
Ein Cellist des Beethoven-Orchesters und eine Pianistin, die ebenfalls mit dem renommierten Ensemble auftritt: In Bonn gelten sie als Traumpaar der Klassik-Szene. Zwei herausragende Musiker, verbunden durch die Liebe zur Musik und ein gemeinsames Kind. Doch hinter der Fassade brodelt es. Aus Nähe werden Wut und Verzweiflung – und schließlich eine grausame Tat. Die neue Folge der Podcast-Reihe „True Crime Köln“ widmet sich einem Fall, der wie für die Bühne geschrieben scheint.
Am Abend des 23. Oktober 2014 stand im Bonner Opernhaus Beethovens „Fidelio“ auf dem Programm. Die Oper erzählt von Unrecht, Liebe und Freiheit. Hinter seinem Notenständer saß der Cellist des Orchesters und spielte, als wäre nichts geschehen. Wenige Stunden zuvor hatte er seine Frau getötet. Während die Musiker auf der Bühne Beethovens Musik zum Leben erweckten, lag die Leiche der Pianistin im Keller des gemeinsamen Hauses. Der Alltag ging weiter: Ein paar Tage nach der Tat schaffte er die Leiche zu einem entlegenen Ort in der Eifel, um sie dort zu verscharren. Das Grab hatte er bereits Wochen zuvor ausgehoben.
Zu Gast im Podcast-Studio des „Kölner Stadt-Anzeiger“ ist die Gerichtsreporterin Ulrike Schödel, die seit Jahrzehnten für den „Kölner Stadt-Anzeiger“ und die „Bonner Rundschau“ über Verbrechen und Prozesse berichtet. Sie hat das Verfahren gegen den Cellisten verfolgt und zeichnet ein widersprüchliches Bild des Angeklagten. Einerseits beschrieben Zeugen ihn als jähzornig, kontrollierend und gewalttätig. Andererseits habe er eine ausgesprochen liebevolle, empfindsame Seite gehabt, sagt Schödel in der neuen Folge von „True Crime Köln“. Auch die Ehe erscheint im Rückblick komplizierter, als es die ersten Schlagzeilen vermuten ließen. Im Zentrum der Konflikte stand der gemeinsame Sohn. Beide Eltern liebten ihn, doch bei seiner Erziehung verfolgen sie gegensätzliche Vorstellungen. Die Mutter verlangte viel, der Vater wollte dem Jungen mehr Freiheiten gönnen. Als die Pianistin ankündigte, mit dem Sohn auszuziehen, eskalierte der Streit der Eltern.
Vor Gericht ging es schließlich auch um die spannende Frage, ob der Angeklagte wegen Mordes oder Totschlags verurteilt werden musste. Obwohl manches für eine geplante Tat sprach, erkannte die Kammer keine Heimtücke oder andere Mordmerkmale. Der Cellist wurde zu zwölf Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt. Schödel hält das Urteil für nachvollziehbar. „Ich fand das in Ordnung“, sagt sie. Zugleich betont sie, wie schwer die Tat wiegt. Der Cellist habe seine Frau und seinen Sohn verloren: „Die größte Strafe hat er sich selbst zugefügt.“
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Transkript anzeigen
00:00:01:
00:00:12: Ein Mann schaufelt ein Grab.
00:00:14: Gut eine Stunde Fahrzeit mit dem Auto von zu Hause entfernt, ein Grab für seine Frau an einem entlegenen Ort wo es keiner finden kann.
00:00:24: Dann fährt er zurück in die gemeinsame Wohnung.
00:00:26: später wird er sagen, dass er das Grab geschaufelt habe um nur symbolisch belastendes zu begraben.
00:00:33: So versucht er dem Eindruck entgegenzuwirken einen Mord monatelang im Voraus geplant zu haben.
00:00:39: ein Grab für seine Frau aber eben nur symbolische.
00:00:43: Das ist schwer nachzuvollziehen vor allem deshalb weil er Monate später schließlich doch seine frau hier verschart nicht symbolisch sondern ganz physisch.
00:00:53: Der Mann hat einen Namen als Musiker im weltbekannten Bonner Beethovenorchester, mit dem er die Welt bereist und die Klassik-Fans begeistert.
00:01:03: Das Opfer ist nicht nur seine Frau.
00:01:05: sie spielt als Pianistin ebenfalls immer mal mit dem Orchester zusammen.
00:01:10: Den melancholischen Schelist und fröhliche Pianisten werden als Traumpa der Bonner Musikzähne beschrieben.
00:01:18: doch an die Stelle von Liebe sind andere große Gefühle getreten Wut und Verzweiflung.
00:01:26: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von True Crime Köln über wahre Verbrechen aus Kölnen.
00:01:32: Heute sprechen wir mal über einen ganz besonderen Fall aus Bonn, der für viele Schlagzeilen gesorgt hat.
00:01:39: Sicher auch deshalb weil dieser Fall alle Zutaten für eine ganz große Story hat.
00:01:44: Man wundert sich fast dass sie noch keiner verfilmt hat.
00:01:48: Es ist eine blutige Geschichte über Liebe und Hass.
00:01:51: In manchen Medienberichten ist die damals noch ein bisschen mit Spekulationen ausgeschmückt worden.
00:01:57: Da fehlt kaum ein Klischee bis hin zu der These dass ein Schelist als Tatwaffe doch wohl eine Seite seines geliebten Instruments benutzt haben könnte.
00:02:07: Das passt alles gut ins Bild, ein weltberühmtes Orchester die Wucht und die Leidenschaft eines Ludwig van Beethoven und seiner Musik, die jeder spüren kann wenn man sie hört.
00:02:18: dazu rohe brutale Gewalt.
00:02:20: das ist der Stoff für einen großes Drama über Liebe leidenschaft freiheitsdrang Verlust und Tod, aufgeschrieben für einen Film oder gar eine Oper.
00:02:32: Auch wir werden diesen Zusammenhängen in dieser Folge von Schulkämpfköln nicht ganz widerstehen können – ein bisschen Beethoven muss schon sein!
00:02:40: Die Geschichte beginnt ganz nüchtern, zumindest in den Zeitungen die Berichten.
00:02:45: Da ist vom Beethoven Orchester und dem großen Drama noch keine Rede.
00:02:48: Am einunddreißigsten Oktober Zwei-Ton-Fürze kann man in der Bonner Rundschau unter dem Kölner Stadtanzeiger lesen dass eine Frau aus dem Bonner Stadtteil Plittersdorf verschwunden ist.
00:02:59: Plitterstorff liegt im Norden des Stadtbezirks Bad Godesberg.
00:03:02: Auszüge aus der Berichterstattung vom einund dreißigten Oktober zwei-tonsunvierzig
00:03:07: Die Bonner Polizei sucht nach Katharine M. aus Bonn, die fünfzigjährige Frau soll am dreinzwanzigsten Oktober ihre Wohnung in Plittersdorf verlassen haben.
00:03:16: Die gebürtige Belgierin wollte so der bisherige Ermittlungsstand nach Lüttich fahren um dort Geschenke für ihren heute zwölfjährigen Sohn einzukaufen.
00:03:25: Seit diesem Tag hat sie sich weder bei ihrem Ehemann, ihrem Sohn, der hier zur Schule geht den Eltern oder Freunden unbekannten gemeldet.
00:03:33: Sie war auch nicht beim Geburtstag ihres Kindes dabei.
00:03:36: Danach, am siebenzwanzigsten Oktober erstattete der Ehemann vermissten Anzeige bei der Polizei.
00:03:41: Alle sofort eingeleiteten polizeilichen Ermittlungen in Deutschland und Belgien im Familien- und Freundeskreis erbrachte nach Angaben eines Polizeisprechers bislang keinen Anhaltspunkt auf ihren möglichen Aufenthaltsort.
00:03:54: Die Polizei, die weder einen Selbstmord noch ein Verbrechen ausschließt veröffentlicht mit dem Einverständnis der Angehörigen ein Foto von Katharina M. und bittet um Hinweise.
00:04:22: Am Tag ihres Verschwindens steht am Abend im Bonner Open House Fidelio auf dem Programm.
00:04:28: Und pünktlich, wie alle anderen Musiker, nimmt der Ehemann von Katharine genannt Kate hinter seinem Notenständer Platz.
00:04:36: Er ist Cellist im Beethovenorchester.
00:04:39: ein paar Stunden zuvor – hat er seine Frau getötet!
00:04:46: Fidelio das ist die einzige Oper die Ludwig van Beethoven schrieb.
00:04:50: es ist die Geschichte von Leonore und Floristan.
00:04:53: Es geht um Unrecht, um Liebe und die Freiheit über die Tyrannei Und der Schelist ist mittendrin, als sich Beethoven's Magie entfaltet.
00:05:03: Nach dem Tod seiner Frau geht der Alltag einfach weiter.
00:05:06: Er bringt seinen Sohn zur Schule und zum Tennis Während ihre Leiche mindestens anderthalb Tage im Keller liegt bevor er sie abtransportiert.
00:05:24: Der Filmemacher Gerhard von Richthofen hat ein paar Monate vor dem Tod der Pianistin eine Dokumentation veröffentlicht.
00:05:32: Im Jahr zuvor hat er das Bonner Beethoven Orchester auf einer Tour durch die USA begleitet, elf Konzerte in zwanzig Tagen.
00:05:40: im Mittelpunkt stand da Beethoven's siebte Symphonie und ihre Interpretation durch das Orchester.
00:05:45: Er lässt da einige der dreiundsechzig Musiker und Musikerin zu Wort kommen was die Symphonie von Beethoven ausmacht.
00:05:55: Einer von ihnen ist der Mann, der seine Frau töten wird.
00:05:59: Er schwärmt von Beethoven's Komposition er spricht von Zornwut und Dickköpfigkeit.
00:06:06: Das seien laute Gefühle, die man in sich hat.
00:06:09: Er meint die Musik aber vielleicht hatte doch da auch ein bisschen von sich selbst gesprochen.
00:06:21: Es ist schwer Beethoven zu widerstehen.
00:06:24: er hat ja quasi die Filmmusik zur Geschichte schon vor rund zweihundertdreißig Jahren geschrieben.
00:06:30: Ulrike Schödel ist zu Gast bei True Crime Köln im Podcaststudio des Kölner Stadtanzeiger, sie schreibt seit vierzig Jahren für die Bonner Rundschau den Kölners Stadtanziger und den WDR.
00:06:41: Sie hat über den Prozess gegen den Shellisten des Beethoven Orchester berichtet.
00:06:46: Wenn man die vermissten Meldungen liest, Ulrike Schödel denkt man schnell da stimmt etwas nicht.
00:06:51: Wahrscheinlich haben die meisten Leserinnen und Leser danach gedacht Die Frau wird nicht mehr leben.
00:06:57: Kate The Marken ist tot.
00:06:58: Wie habt ihr das damals in der Bonner Lokalreaktion gesehen?
00:07:01: Also ich habe damals ehrlich gesagt wir bei uns kommen hier viele.
00:07:04: Sensationsmeldung rein hab Ich nicht so besonders gedacht dass die Todes natürlich war.
00:07:09: das besondere Dass das Ganze sich in der Beethoven Orchester stattgefunden hat, dass zwei Musiker sind.
00:07:15: Dass sie eine Pianistin ist.
00:07:17: Ich empfinde, haben wir viel über Sie geschrieben und Sie auch angekündigt.
00:07:21: Kate Marken war einfach ein ganz großer Name in Bonn.
00:07:24: Und deswegen ... Als man nur hörte, dass sie verschwunden ist, hat man sich gewundert aber so richtig gedacht, dass der Mann sie getötet haben könnte oder sowas, das hat man nicht weil wir kannten ja alle gar nicht die Geschichte von den beiden.
00:07:39: Das ist erst danach offenbar geworden, auch dass diese Ehe offenbar nicht in so einem guten Zustand gewesen ist.
00:07:46: Im ersten Zeitungstext aus dem wir eben einen Ausschnitt gehört haben war von Katharina M die Rede.
00:07:53: deshalb sage ich an dieser Stelle mal etwas zum Umgang mit den Namen.
00:07:57: darf man Namen nennen?
00:07:58: sollte man sie nennen?
00:08:00: es ist ziemlich einfach die Namen der Pianistin und des Schellisten heraus zu bekommen.
00:08:04: einige Medien haben die vollen Namen damals genannt andere nicht.
00:08:08: Ich finde das immer etwas schwierig, wenn es um die Erinnerung an verstorbene Opfer von Gewalttaten geht.
00:08:13: Weil ich denke dass die Erinnere auch mit dem Namen verbunden sein sollte zumal es in diesem Fall um Personen des öffentlichen Lebens geht.
00:08:24: Beim Täter ist das etwas anderes, weil der nach dem Verbüßen einer Strafe ja das Recht auf einen Neuanfang haben muss und dazu auch der Schutz der Privatsphäre gehört.
00:08:34: Das wird nicht jeder nachvollziehen wollen aber da gibt es hier auch ein paar rechtliche Vorgaben an die man sich halten muss.
00:08:41: Deshalb nennen wir den Schellisten hier Alexey Den Namen des Opfers.
00:08:45: verändern wir nicht zurück zum Fall.
00:08:48: Es gab keine Leiche, was für Mordermittlungen immer eine schlechte Ausgangslage ist und jedem Verdächtigen das Leugnen erleichtert.
00:08:55: Trotzdem dauerte es sich lange bis der Ehemann der Verschwundenen verhaftet wird.
00:09:01: Er ist offenbar schon früh für die Polizei der Hauptverdächtige.
00:09:05: Die machte einer Hausdurchsuchung.
00:09:07: in den Zeitungen stand damals dass er bei der Befragung durch die Ermittler unter dem Druck der Beweise zusammengebrochen sei.
00:09:14: Was war das für Beweise?
00:09:15: Was hat den Mann wohl zu einem so schnellen Geständnis gebracht.
00:09:19: Es war schon sehr seltsam, dass der Alexey, der Cellist von dem Beethovenorchester, sagt und der Ehemann dieser vermissten Frau die Vermisstenanzeige erst vier Tage später gestellte.
00:09:33: Das war schon ungewöhnlich.
00:09:36: Und als dann die Polizei kam und ihn gefragt hat, ich denke er ist unter der Last seines eigenes Verbrechens oder seiner Tötung seiner Frau einfach zusammengebrochen.
00:09:49: Was die Polizei mir natürlich auch nicht abgenommen habt, dass die Frau in Belgien shoppt während der Sohn tatsächlich Geburtstag hat das sie zum Geburtstag nicht auftaut und jeder wusste, dass hier eine gute Mutter war.
00:10:01: also jedenfalls hat sich sehr gekümmert um ihr Kind Und bei den Eltern, wo sie angeblich sein sollte war sie auch nicht.
00:10:10: Es sprach einiges gegen ihn?
00:10:12: Sprach
00:10:12: eines gegen ihn.
00:10:13: damit hat man ihn konfrontiert so stelle ich mir das vor und dann hat er einfach gesagt Ich komme da nicht aus der Nummer nicht raus.
00:10:19: Ich leck'n geständen es ab.
00:10:21: Ich glaube dass hat ihn auch sehr erleichtert.
00:10:23: Die Leiche liegt zunächst im Keller des Hauses, dann entscheidet Alexei sie wegzubringen und zu verscharen.
00:10:30: Das ist eine etwas seltsame Geschichte weil später klar wird dass er bereits Wochen zuvor in einem Ort im Kreis Ahrweiler in Dümpelfeld ein Grab ausgeroben hat.
00:10:41: wir haben schon drüber gesprochen.
00:10:43: das Örtchen kennt nicht jeder.
00:10:45: wichtig ist das es fast vierzig Kilometer weit von Blittersdorf entfernt lief.
00:10:50: Da hätte wahrscheinlich nie jemand nach der Frau gesucht.
00:10:53: Das passt nicht zu der Geschichte eines eskalierenden Streits, das klingt eher nach einem lange geplanten Mord.
00:10:59: Dazu passt dann aber wiederum nicht die schlecht ausgedachte Lügengeschichte von der Shopping-Tour nach Lüttich, die wir alles andere gut geplant.
00:11:06: lässt sich dieser Widerspruch irgendwie auflösen zwischen Planung, Nichtplanung, spontaner Tat und dem
00:11:13: Grabschaufeln.".
00:11:16: Wirklich verschiedene Dinge.
00:11:17: Das eine ist dieses Schaufeln, dieses Grab.
00:11:19: Es ist ja auch nie aufgelöst worden.
00:11:22: warum und warum dort in der Eifel und warum vierzig Kilometer entfernt im Dümpelfeld?
00:11:28: dazu hat er auch nie gesagt ob das ein besonderer Ort war.
00:11:30: Ein symbolischer Ort ist.
00:11:32: ich glaube er hatte stand jahrelang schon oder monatelange unter starken Druck in dieser Ehe.
00:11:37: also sie war wohl können wir gleich noch mal sprechen bisschen in der Charakteristik sehr dominant Und er hatte, kam dann nicht mehr so richtig zum Zuge.
00:11:47: und dass er tatsächlich was eher gesagt hat.
00:11:50: Dass er das geschaufelt hat um das alle schlechte zwischen den beiden sozusagen einzugraben oder sowas.
00:11:57: aber das ist etwas was in der Fantasie abgelaufen ist.
00:11:59: was er dann auch geschaufeld hat diese Fantasien.
00:12:02: Aber das heißt noch nicht dass er wirklich konkret im Plan hatte sie zu töten.
00:12:06: Er hat es wahrscheinlich in der Phantasie häufiger durchgespielt Aber nicht ... Ist
00:12:10: ja psychologisch sehr interessant.
00:12:12: Ja, super!
00:12:13: Ich schaue von einem Grab um meine Sorgen und meinen Kummern da rein zu tun.
00:12:17: Das klingt nach einer Ausrede aber...
00:12:19: Klingt nach der Ausreder?
00:12:20: Aber bei dem Mann, den wir dann später im Prozess kennengelernt haben kann ich es mir sogar vorstellen.
00:12:25: er ist eher ein sehr sensibler Mensch gewesen also erst kein eiskalter Keller gewesen der seine Frau einfach mal wegbringt oder so was.
00:12:35: das hat schon sehr viel Ja, sehr viel schwerer drin in dieser ganzen Geschichte.
00:12:41: Und das andere um das nochmal kurz zu sagen weil sie sagen auflösen die Geschichte mit dem dass glaube ich war eine spontane Sache wusste irgendwie erklären wo seine frau ist und da kam dann einfach diese kann wir auf.
00:12:54: diese kluge Idee sie nach belgien zu schicken auf shopping tour aber das klar das hat natürlich nicht funktioniert
00:13:01: war nicht so richtig klug.
00:13:02: nein
00:13:03: Alexei zeigt der Polizei, wo er Kate verscharrt hat.
00:13:06: Die Leiche wird ausgegraben.
00:13:08: Wahrscheinlich hätte man die da nie gefunden?
00:13:10: Nein, nie im Leben!
00:13:11: Also das ist eben auch später im Prozess natürlich auch zugute gehalten worden soweit man sowas überhaupt zugute halten kann dass er natürlich ein Geständnis abgelegt hat und auch die Polizei dort hingeführt hat.
00:13:23: also das sind sehr umfassendes Grundgeständnis.
00:13:26: Für die Boulevardmedien wird das Ganze nun natürlich zu einer Riesengeschichte und das hat mit dem weltweit bekannten Beethoven Orchester zu tun.
00:13:36: Das hat mit der Tat wenig zu tun, dieses Orchester aber es ist trotzdem mitten drin Der Mörder.
00:13:41: und sein Orchester titelt zum Beispiel der Express und zeigt alle Mitglieder beim Gruppenfoto.
00:13:47: Alexei wird rot eingekreist.
00:13:50: Ein Tag später wird ein Udo Lindenmerkit freizitiert, er spielte Schello.
00:13:55: wer übernimmt nun den Part des Mörders fragt er der Express.
00:13:59: bemerkenswert ist auch die Überschrift am siebzehnten November Klingelpütz statt Filmkonzert.
00:14:06: Da kann man dann lesen, dass das Beethovenorchester live den Film Matrix begleitet hat.
00:14:11: Das hat auch alles mit dem Mord wenig zu tun aber es ist natürlich eine Traumvorlage.
00:14:15: Der Schillist im Kölner Gefängnis Klingelpütz während seine Kollegen Filmmusik spielen.
00:14:21: Dazu erfährt man, dass es auch im Gefängnes ein Orchester gibt der Mörder aber seinen Shallow nicht mitnehmen durfte.
00:14:29: Das ist alles ziemlich bizarr.
00:14:31: Das Orchester und der gute alte Beethoven machen aus einer Beziehungs-Tat eine filmreife Geschichte.
00:14:36: Wir haben dem hier bei True Crime Köln auch nicht wieder stehen können, Beethovens Musik passt einfach zu gut.
00:14:42: Wie ist denn das renommierte Orchester selbst mit der Sache umgegangen?
00:14:46: Ja die wollten natürlich nichts sagen, die waren total erschüttert als sie das gehört haben weil die haben gesagt dass es ich glaube da gab's einen Musikerin die sagte er war einer unter uns und es passiert in unserem Rhein Und die beiden, das muss man auch sagen waren lange Zeit tatsächlich auch ein Traumpaar gewesen.
00:15:03: Also zwei ganz tolle besonders gute Musiker, die sich da auch noch gefunden haben in dem Orchester oder in Bonn halt eben.
00:15:11: und nein sie waren vollkommen erschüttert dass das passiert ist und wollten aber natürlich überhaupt nicht sagen.
00:15:19: Die haben gesagt es sind Leute aus unserer Reihe da passiert sowas und haben es eigentlich nicht verstanden.
00:15:24: Ist das eigentlich ein städtisches Orchester?
00:15:26: Das Mittel-Orchester hätte die Stadt etwas sagen müssen oder können.
00:15:28: Sie
00:15:29: hätte was sagen können, aber sie wollte auch nicht.
00:15:30: Ich glaube, die hat dann auch eine Nachfrage von Kollegen abgesagt.
00:15:36: Wir sagen dazu nichts, weil es im Laufe der Ermittlungsverfahren damals noch war.
00:15:40: Einen Monat nach der Tat gibt es auf dem alten Friedhof in Bonn eine Trauerfeier, keine Beisetzung denn Kate wird in Belgien beigesetzt.
00:15:49: Die Kollegen berichteten von einer beeindruckenden Feier und einem bewegenden Abschied.
00:15:54: am Ende wurde eine Aufnahme von einem Kammerkonzert abgespielt.
00:15:58: da war die Pianistin zusammen mit Musikern des Beethoven Orchester zu hören.
00:16:03: das Konzert hatte ungefähr ein Jahr zuvor stattgefunden.
00:16:07: Die Schulklasse des Sohnes war gekommen, dazu viele Musiker.
00:16:11: Man muss wissen die Ermordete hatte selbst einen besonderen Bezug zu diesem Friedhof Denn hier befindet sich das Grab von Robert und Clara Schumann.
00:16:21: Der Komponist Robert Schummann ist ja in den Enden nicht gestorben.
00:16:27: Bonn hat ihm ein Ehrengrab gegeben wo dann später auch seine Frau Clara beigesetzt wurde.
00:16:32: In den letzten Jahren hat man auf das Grab ein großes Denkmal gesetzt.
00:16:37: Dort wurden bei der Trauerfeier für Kate Blumennieder gelegt, dass Schumann-Grab sollte nun auch ein Gedenkort für Kate werden.
00:16:46: Im Februar hier erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage gegen Alexei.
00:16:51: im Mai beginnt dann der Prozess.
00:16:54: Wie haben Sie denn angeklagt?
00:16:55: Er
00:16:56: war sehr still ... Er hat sich sehr geschämt, er hat immer die Hände vor den Augen, also vor das Gesicht gehalten.
00:17:03: Er hat eigentlich fast immer runtergeguckt und man konnte ihm nicht ins Gesicht sehen.
00:17:10: Man hatte so ein Gefühl von dieser Tat, der selber begangen hat, dass er auch gesagt ist, sehr erdrückt ist.
00:17:15: Also ... Er hat ja damit wirklich seine Frau verloren und seinen Sohn verloren.
00:17:21: Also es ist etwas einer anderen Menschen zu töten.
00:17:26: Es war eigentlich nicht in seiner Vorstellung von seiner eigenen Persönlichkeit.
00:17:31: Er hat ja zur Prozessbeginn selber nichts gesagt und hat über seinen Anwalt sprechen lassen, eine Erklärung verlesen lassen.
00:17:37: Darin hieß es dass er die Tat bereut und bedauert.
00:17:40: haben sie ihm das geglaubt?
00:17:41: Ja.
00:17:43: Das war überzeugend.
00:17:45: Als man dann so ein bisschen gehört hat... Die Zeugen haben ja Zeugen, die haben die ein bisschen charakterisiert also es passt zum Passt zum Typus.
00:17:54: Was muss man denn wissen über den Angeklagten?
00:17:57: Also es gibt ja verschiedene Bilder von ihm, die gezeichnet worden sind auch von Zeugen.
00:18:01: Die einen natürlich also auf der Seite von der Kate Marken waren, die haben ihn und dazu gehört natürlich auch die Mutter von der Kate.
00:18:10: Haben gesagt dass er eigentlich am Ende sehr je zornig war, dass er auch gewalttätig war das er kein Widerspruch erlaubt hat und dann sofort zugeschlagen hat.
00:18:21: Das hat sie gesagt wobei er am Anfang wohl ein sehr höflicher sehr freundlicher Mensch gewesen ist.
00:18:26: Es gibt auch andere Zeugen, die beobachtet haben, dass er die Cade sehr hässlich in der Öffentlichkeit runtergeputzt hat oder behandelt hat.
00:18:36: Aber dann gibt es komischerweise ganz andere Geschichten, nämlich zum Beispiel was für eine andere Musikerin und Musikkritikerin, die ich erlebt habe, die den Kante hat gesagt... Er ist ein ganz sanftenmütiger Mensch, eher so russische Seele.
00:18:52: Er ist etwas depressive und schwermütige.
00:18:56: Aber er soll auch mit seinem Kind mit dem Sohn ... Wirklich die haben beide ihren Sohn so was von geliebt.
00:19:02: Deswegen hat es dann geknallt aber er ist sehr liebevoll umgegangen.
00:19:08: Das ist die Andeutung für das Motiv der Tat.
00:19:10: Es wird vor Gericht klar, dass es seit Langem auch heftigen Streit in der Ehe gibt Und dieser Streit eskaliert immer weiter.
00:19:16: kann man das so sagen?
00:19:18: Ja, der eskalierte immer weiter.
00:19:20: Also ich glaube tatsächlich dass mit dem mit der Geburt die beiden hatten waren beide wirklich vollblutmusiker.
00:19:25: das hat mir auch immer wieder ist das geschildert worden dass die dafür gebrannt haben für die musik gebrannt und dann kam dieses kind und haben sie beide irgendwie ich kann das ja ich bin keine psychologin.
00:19:35: jedenfalls die ganze liebe ist auf dieses kind gegangen und zwar von beiden und die hatten aber dann vollkommen verschiedene vorstellungen von der erziehung des kindes die die kate marken war hochfordernd, hochdiszipliniert.
00:19:50: Die wollte das ja alles machen.
00:19:51: Also da sollte musste Klavier spielen sowieso und dann aber noch Ballett und Tennis spielen und so was.
00:19:59: Und der Vater wollte aber dass dieser Sohn mehr Freiheit, wollte mehr Kindheit haben.
00:20:07: Das weiß ich weil ich habe bis kürzlich sogar noch vor dem Gespräch mit ihm mit der Lehrerin gesprochen die er in der Grundschule hatte und sie hat geschildert Dass er sie angerufen hat und sich Sorgen macht, dass sein Sohn völlig überfordert ist.
00:20:21: Was man denn da machen könnte?
00:20:22: Und diese Lehrerin hat ihm dann auch gesagt das wäre vielleicht ganz gut wenn der Junge noch mal ein bisschen weil er sehr jung ist und sehr zierlich gewesen ist uns einen ganz feiner Kerl gewesen Wenn er sogar eine Runde mehr macht in der Schule.
00:20:34: Dann hatte gesagt aber das wird meine Frau nicht erlauben!
00:20:37: Und dann hat er die Lehrer gebeten zu sagen hier Können Sie nicht meine Frau das vorschlagen?
00:20:42: Dann hat sie sogar die mit der Frau gesprochen, deswegen kennt sie auch wirklich beide.
00:20:46: Und die hat das natürlich rigoros abgelehnt und bekommt gar keine Frage.
00:20:49: Der Junge muss ausgebildet
00:20:52: werden.".
00:20:53: Und dann streitet ein Ehepaar über die Erziehung des Sohnes und wird sich nicht einig.
00:20:59: Was ist vor Gericht dazu geschildert
00:21:01: worden?".
00:21:01: Ich glaube es war ein Machtkampf um dieses Kind.
00:21:04: Die haben um die Liebe des Kindes gebohlt und jeder hatte dann Angst dass Wenn Sie sich trennen, weil Sie merken, Sie kamen miteinander nicht zurecht.
00:21:13: Bei irgendeinem wird das Kind ja sein.
00:21:15: und jeder hatte Angst vor der Verlust dieses Kindes.
00:21:17: Ich glaube, dass war das was am Ende so existenziell für alle gemacht hat und so dramatisch auch gemacht hat zu dieser Tragödie geführt hat.
00:21:25: Sie schildern den Vater als liebevollen Vater, als sich sorgenden Vater gegenüber dem Sohn.
00:21:32: Im Prozess ist er auch beschrieben worden als ein Macho mit Kontrollzwang Also, und Zeugen berichten von häuslicher Gewalt.
00:21:39: Da waren Angehörige da war Nachbarn sogar der Tennislehrer des Sohnes musste aussagen.
00:21:44: also das ist dann die andere Seite?
00:21:48: Ja so habe ich das auch empfunden.
00:21:49: er hatte so zwei Seiten.
00:21:51: er hat diese sehr liebevolle Seite mit dem Sohn in seiner eigenen Weichheit.
00:21:56: Ich mein Verdacht war dass er sich sehr gedemütet gefühlt hat durch ihr Verhalten durch ihre Dominanz.
00:22:03: Das ist aber jetzt nur vor mir gedacht dass er da einfach nicht aus dieser Nummer rauskabend und eine große, große Angst vor dem Verlust hatte.
00:22:12: Jetzt fragt man sich natürlich warum haben die sich nicht einfach scheiden
00:22:14: lassen?
00:22:14: Weil was ist mit dem Sohn?
00:22:17: also der so muss irgendwie hin und jeder hat ja Angst das der andere den Sohn bekommt.
00:22:23: Am Anfang des Prozesses hat der Angeklagte ja ausgesagt oder auch vor dem Prozess, dass dieser Streit um die Erziehung des Sohnes das der entscheidende Punkt war.
00:22:31: Dass der eskaliert ist.
00:22:33: im Laufe des Prozesses wird klar, dass es einen anderen konkreteren Anlass gab.
00:22:38: Die Frau wollte ihn verlassen?
00:22:40: Ja genau also an den Morgen war wohl so, dass sie am PC saß und eine Wohnungssuche hatte und ihm dann er hat sich erwischt dabei.
00:22:52: Dann hat sie ihm ganz klar gesagt, ich ziehe aus mit dem Sohn aus und da hat er nur noch rot gesehen.
00:22:59: Ich glaube irgendjemand hat geschildert oder er hatte es sogar geschilderd, dass er danach erst mal sich ins Bett gelegt hat zum Sohn gelegt hat und dachte lieber Gott lass das alles nicht wahr sein!
00:23:14: Und dann ist er aufgestanden und hat gesagt also ich muss die töten so.
00:23:19: und dann hat das getan.
00:23:22: Wie ist das dann abgelaufen, diese Tötung?
00:23:25: Die war sehr qualvoll und schrecklich.
00:23:27: Er hat sie erst geschlagen mit einem Stab oder Stock.
00:23:31: Ich weiß es nicht mehr genau.
00:23:33: Vier-Fünfmal wurde aber nicht bewusstlos.
00:23:35: Sie überlebt das und dann hat er sie geknebelt und gefesselt.
00:23:40: Dann hat die Plastiktüte über den Kopf gezogen.
00:23:44: Einmal steht er drosselt, einmal wirkt.
00:23:45: Ich weiß nicht genau was am Ende wirklich gewesen ist aber jedenfalls hat da hatte es ein Todeskampf für die Frau gegeben fast der grießmediziner gesagt fast fünf minuten.
00:23:55: wo war der so unter?
00:23:57: ich vermute dass der schon in der schule gewesen ist.
00:24:00: das nicht mit ansehen.
00:24:02: nein bei fällen wie diesen geht's ja im ende auch darum zu entscheiden ob jemand wegen mortis oder wegen totschlags verurteilt wird.
00:24:08: davon hängt das Strafmaß ab.
00:24:11: Die neue Schilderung des Tathergangs ist die Beschreibung eines Totschlags.
00:24:15: Ganz eindeutig, es gibt einen Anlass und das lässt ihn dann schließlich explodieren.
00:24:20: er verzweifelt.
00:24:22: aber wir müssen noch mal erklären diesen Unterschied.
00:24:24: warum wäre nach dieser Schildierung das kein
00:24:27: Mord?
00:24:28: Es gibt ja immer ganz klare, dass hat das Gericht auch festgestellt ganz klaren Mordmerkmale und angeklagt war wegen heimtückischen Mordes.
00:24:35: das heißt er hätte die Arg-und Wehrlosigkeit der Kate Marken ausgenutzt.
00:24:41: Ich habe nichts davon gewusst, dass er jetzt über sie töten wird und da hat das Gericht festgestellt Sie war nicht arg und wehrlos sondern sie wusste genau dass er gewalttätig ist, dass die bestimmte Themen dann ausrastet und sie hätte im Grunde auch sie hätte sich trennen müssen.
00:24:59: aber auch sie hätten sich trenn müssen wenn sie schon so viel Gewalterfahrung mit ihm gehabt haben was andere ja bestätigen.
00:25:05: Also, sie war nicht akumwellos und das ist ein ganz entscheidendes Mordenmerkmal.
00:25:09: Und da das Gericht das nicht feststellen konnte haben Sie gesagt es ist kein Mord und andere Morden merkmale gibt es nicht.
00:25:15: Das lange geplante Grab spielt dann keine Rolle?
00:25:18: Nein, jeder kann Grab schaufeln aber das heißt ja noch ist noch kein Morden-Merkmal.
00:25:24: Tatsächlich plädiert der Staatsanwalt auch auf Todschlag obwohl er vorher wegen Mordes angeklagt hatte.
00:25:31: wie Hat das der Staatsanwalt im Prozess begründet?
00:25:35: Ist er dem, was Sie sagten so gefolgt hat, fand er das überzeugend.
00:25:38: Genau
00:25:39: es war ja umgekehrt.
00:25:39: erst hatte Staatsanwalter's dann ja hat das Plädoye gehalten und die Kammer des Bonner Schuhrgericht ist dem also gefolkt was der Staats Anwalt gefordert hat.
00:25:48: Die waren sich alle einig im Grunde Staatsanweilschaft wie auch das Gericht am Ende dass das ein Totschlag war.
00:25:56: Die Nebenklägerin war nicht damit einverstanden.
00:25:58: Da muss man sagen, die Mutter der Pianistin war als Neben-Klägerin dabei.
00:26:02: Sie hat den Staatsanwalt nicht verstanden.
00:26:05: für sie was ein klarer Mord?
00:26:07: Wie haben Sie die Frau erlebt im Prozess?
00:26:11: Es ist schon schrecklich, als Mutter von einer getöteten Tochter dazu sitzen ... Ich fand, sie war für ihre Verhältnisse sehr gefasst und eher ... Sie war auch differenziert, was den Angeklagten angeht.
00:26:27: Sie hat ihn durchaus positiv geschildert und ja ... sie ist halt eben die Großmutter des Kindes sozusagen.
00:26:36: Und kann ich nicht sagen... Ich kann aber verstehen, dass sie Gefühl hat das war ein Mord.
00:26:43: Das kann nicht verstehen in unserem umgangssprachlichen Sinne Aber vom rechtlichen Sinne ist es einfach kein Mord.
00:26:49: Also
00:26:49: Sie haben's nachvollziehen können?
00:26:51: Ja Was
00:26:53: hat denn die Anwältin des Schellisten in ihrem Plädoyer gesagt?
00:26:56: oder worauf wollte sie hinaus?
00:26:59: Also, sie wollte genauso auch.
00:27:00: Sie wollte auch auf den Totschlag hinaus.
00:27:02: Er hatte das ja gestanden da war er gar nichts mehr herumzudeuten.
00:27:07: Sie hat sogar gesagt wie existenziell diese Situation für ihn gewesen ist dass sie sagt ich ziehe jetzt aus ich zieh jetzt sogar mit dem Sohn aus.
00:27:16: Das war für ihn so lebensbedrohend dass er offenbar nur noch zu dieser fruchtbaren Tag gegriffen hat oder zu geneigt.
00:27:27: Also sie hat dann auch nur eigentlich ein bisschen an dem, an einem Strafmaß hat sie getrunken gesagt.
00:27:32: Sie wollte unter zehn Jahren haben aber gut das war... Aber im Grunde waren die sich alle eigentlich.
00:27:38: Am siebenzwanzigsten Juni, zweitundfünfzehn fällt das Gericht sein Urteil.
00:27:42: der Chilist wird so zwölfjahrenhaft verurteilt.
00:27:45: Auch der Richter spricht nicht mehr vom Mord sondern von Totschlag.
00:27:49: War das Urteil zu milde?
00:27:50: Man kann auch mehr geben bei Totschlag.
00:27:53: Man kann bis zu fünfzehn Jahre geben,
00:27:54: ja?
00:27:55: Was würden Sie sagen was zu melden?
00:27:56: Also ich fand das in Ordnung einfach weil das liegt vielleicht auch daran dass man der langen Gerichtsreportergeschichte viele Morde erlebt hat.
00:28:05: und von den Morden ... Man kann so ganz schwer sagen wie viel Anteil hat denn das Opfer?
00:28:12: Das ist immer gemein sowas zu sagen.
00:28:13: aber auch ein Opfer ist immer auch an sowas mitbeteiligt.
00:28:19: Das muss man ausgleichen.
00:28:21: Natürlich ist es ein ganz, ganz schreckliches Geschehen gewesen.
00:28:23: Die hat furchtbar ... Die muss ja bewusst mindestens fünf Minuten mitbekommen haben, dass ihr wirklich wahrsten Sinne an den Kran gegangen
00:28:31: ist.".
00:28:33: Wie hat der Angeklagte das Urteil aufgenommen?
00:28:35: Können Sie sich erinnern?
00:28:36: Ich glaube, da saß es ganze Zeit mit gesenkem Kopf.
00:28:39: Also, er saß im gesenkten Kopf und er war auch ... Er wollte die Strafe haben.
00:28:46: Er war auch einverstanden was man ja oft sagt, aber es stimmt auch.
00:28:53: Die größte Strafe hatte sich ja selber zugefügt also indem er seine Frau getötet hat und damit auch den Sohn verloren hat.
00:29:00: Den Sohn müssen wir vielleicht noch mal sprechen weil es gibt ja nicht nur das Opfer die Frau sondern es gibt auch diesen armen Jungen dessen Leid man sich so kaum vorstellen mag.
00:29:09: Der war damals zwölf Jahre alt, also ein junger Teenager der dann gleich beide Eltern verliert, der vorher wahrscheinlich auch die Streitereien mitbekommen hat.
00:29:19: noch dazu muss er dann immer wieder hören dass er oder beziehungsweise seine Erziehung Streitthema war.
00:29:26: weiß man irgendwas darüber wie der Sohn das damals aufgenommen hat?
00:29:30: musste er eigentlich vor Gericht aussagen und ist ihm das wenigstens erspart geblieben?
00:29:33: Das ist ihm erspartgeblieben.
00:29:36: Er musste nicht sagen, ich weiß nur das der Vater eben geschrieben hat aber dass er davon nichts wissen wollte.
00:29:43: Der Vater hat ihm offenbar sich entschuldigt und versucht sich zu erklären.
00:29:46: dafür wollte er nichts wissen.
00:29:47: die seine Großmutter also die Mutter von der Kate Marken.
00:29:51: Die hat glaube ich in ihrem Abschlussplädoye hat sie nochmal gesagt wie sehr der Junge darunter leidet.
00:29:57: was für einen Riesenschock das gewesen ist.
00:30:02: Ich brauch doch meine Mutter, ich will meine Mutter haben.
00:30:05: Also das war schon ziemlich da.
00:30:07: Es ging schon unter die
00:30:08: Haut.".
00:30:10: Das Urteil liegt jetzt elf Jahre zurück?
00:30:12: Wir können davon ausgehen dass der Mann, dass Alexey wieder frei ist Die Untersuchungshaft wird angerechnet.
00:30:18: bei guter Führung sind aus zwölf Jahren dann acht geworden.
00:30:22: Weiß man irgendwas was aus ihm geworden ist?
00:30:24: Nein leider nicht!
00:30:25: Also es tatsächlich.
00:30:26: im Jahr zweizig-dreiundzwanzig ist er auf Bewährung entlassen worden nach acht Jahren Aber man weiß nicht.
00:30:33: Man weiß nicht, ob er wo erlebt und auch noch mal einen Cello in die Hand genommen hat.
00:30:41: Ich kann es mir vorstellen aber wahrscheinlich unter einem Zerdonym oder irgendwo.
00:30:46: Wir wissen das nicht und die Staatsanwaltschaft hält sich da sehr bedeckt.
00:30:50: Ja tatsächlich ist es nicht ganz einfach etwas herauszubekommen.
00:30:53: Es gibt einen Popmusiker aus der Ukraine mit gleichem Namen.
00:30:58: Das ist er sicher nicht.
00:31:00: da Alexei Russischer Staatsbürger ist, könnte es sein dass er aus dem Gefängnis direkt abgeschoben wurde.
00:31:06: Vielleicht lebt der irgendwo in Anonomität vielleicht in Russland.
00:31:10: Es ist wie's isst.
00:31:11: Ich hab's aber anfangs ja gesagt wer eine Haftstrafe abgesessen hat hat das Recht danach mit einer geschützten Privatsphäre neu anzufangen.
00:31:20: Herzlichen Dank Ulrike Schödel für den Besuch im Podcaststudio des Kölner Stadtanzeiger.
00:31:25: Für alle die uns zugehört haben nochmal der Hinweis dass sie uns schreiben können.
00:31:29: Viele hinterlassen ja auch Kommentare bei den Streaming-Diensten.
00:31:33: Ich lese fast alles, aber der sicherste Weg der Kontaktaufnahme bleibt eine gute alte
00:31:39: Mail!
00:31:51: Das
00:31:55: war's für heute.
00:31:55: Dank auch an Julia Hahn Klose und Simon Westfall, die als Sprecherinnen und Sprechern mitgemacht haben.
00:32:02: Bleiben Sie wachsam!
00:32:03: Aber bitte auch gelassen.
00:32:15: Tschüss!
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